Liste der von LibraryThing 2016 genannten sozialen Netzwerke

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Photo by lucy tartan 

Auf der Profilseite der sozialen Buchverwaltungsseite LibraryThing kann man die sozialen Netzwerke angeben, in denen man zu finden ist. Man kann in diesen Netzwerken nach Bekannten suchen, die auch bei LibraryThing zu finden sind.

    1. 43Things
    2. AIM
    3. Amazon
    4. Ask500People
    5. basenotes
    6. Bebo
    7. blog.hu
    8. Blogger
    9. Bloglines
    10. blogspot
    11. BoardGameGeek
    12. bodymodifications
    13. Bokelskere
    14. BookCrossing
    15. BookMooch
    16. Buzznet
    17. CafePress
    18. Catster
    19. CellarHQ
    20. Chasing the Frog
    21. CiteULike
    22. Clipmarks (leitet weiter auf salesforce.com)
    23. COLOURlovers
    24. Comic Book DB
    25. Comic Book Realm
    26. ComicVine
    27. Cork’d
    28. CouchSurfing
    29. Craftster
    30. DailyLit
    31. Dailymile
    32. delicious
    33. deviantART
    34. Digg
    35. Diigo
    36. Discogs
    37. Disqus
    38. Distributed Proofreaders
    39. Dogster
    40. Dopplr
    41. Dreamwidth
    42. DVD Aficionado
    43. DVDCrate
    44. DVDProfiler
    45. eBay
    46. eMusic
    47. Endomondo
    48. Etsy
    49. Everything2
    50. Facebook
    51. FanFictionNet
    52. FictFact
    53. FictionPress
    54. FindAGrave
    55. Findings
    56. Fishpond
    57. Flickr
    58. Flixster
    59. fragrantica
    60. friendfeed
    61. Friendster
    62. Fur Affinity
    63. Furl
    64. Gaia
    65. Garmin Connect
    66. Geobirds
    67. GitHub
    68. Goodreads
    69. Google
    70. Google Talk
    71. h2g2
    72. hi5
    73. Historic Naval Fiction
    74. Historypin
    75. Hyves
    76. I Heart Movies
    77. ICQ
    78. identi.ca
    79. IMDB
    80. InkedNation
    81. IRC-Galleria
    82. iTaggit
    83. jinni
    84. Kiva
    85. Lala
    86. Last.fm
    87. LinkedIn
    88. Listography
    89. Lists of Bests
    90. LiveJournal
    91. LoveIt
    92. Ma.gnolia
    93. Mediafire
    94. MetaFilter
    95. metafilter [num]
    96. MetaxuCafe.com
    97. Mog.com
    98. MSN Messenger
    99. Multiply
    100. Muxtape
    101. My Fitness Pal
    102. MyAnimeList
    103. MyFilmz
    104. MyFolia
    105. MyGamerCard
    106. MyMovies
    107. MySpace
    108. NaNo
    109. Netvouz
    110. Nike Plus
    111. OGDB
    112. Orkut
    113. OZtion
    114. Pandora
    115. PaperBackSwap
    116. pbase.com
    117. Photobucket
    118. Picasa
    119. Pinterest
    120. Plurk
    121. PMOG
    122. PoemHunter
    123. Pogo
    124. Postcrossing
    125. Rakkausrunot
    126. Rate My Drawings
    127. Rate Your Music
    128. Ravelry
    129. Red Room (author)
    130. Red Room (member)
    131. RunKeeper
    132. Second Life
    133. sffworld.com
    134. Shelfari
    135. ShoutLife.com
    136. Skype
    137. Slashdot
    138. Small Demons
    139. SmugMug
    140. SocialCatalogers
    141. SongMeanings
    142. SourceForge.net
    143. Sporcle
    144. Spotify
    145. Spurl
    146. Squirl
    147. StackExchange
    148. Stashmatic
    149. StumbleUpon
    150. Swap.com
    151. swaptree
    152. Take11
    153. Technorati
    154. TED
    155. The Haunt
    156. Title Trader
    157. Tribe
    158. Tumblr
    159. Twango
    160. Twitter
    161. Untapped
    162. Urbanspoon
    163. Vimeo
    164. Vocabulary.com
    165. We Heart It
    166. WEbook
    167. WhatIWatch
    168. WhatsOnMyBookshelf?
    169. Wikipedia
    170. WikiThing (LT)
    171. Windows Live Spaces
    172. WineLog
    173. Wonderpage
    174. Wordie
    175. WordPress
    176. Writing.com
    177. Xanga
    178. XMPP (Jabber)
    179. Yahoo Messenger
    180. Yahoo! 360
    181. Yelp
    182. Yelp (custom)
    183. YouTube
    184. Zaadz
    185. zoominfo
    186. Zoomr
    187. Zune

Deutsche Architekten sind zu dämlich zum Schwitzen

gouttes de transpiration sur peau humaine. foto: Minghong, CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons
gouttes de transpiration sur peau humaine. foto: Minghong, CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Es ist zu warm. Wenn ich in einem Raum sitze und die Lufttemperatur 26 °C übersteigt, merke ich das. Mein Körper fährt runter. Das Gehirn wird langsamer. Die Stimmung sinkt. Kein Quatsch. Ich leide.

Ich leide unter dämlichen Architekten. Architekten, die zu zweit in riesigen 3,60 m hohen Altbauwohnungen sitzen und sich Betonwüsten ausdenken. Oder Passivhäuser. Architekten, die dem Dämmwahn aufgesessen sind. Die in Deutschland peinlich genau darauf achten, dass es im Winter in den Wohnungen immer schön kuschlig warm ist.

Werfen wir einen Blick auf die Jahrestemperaturen von 1761 bis 2013:

Temperaturreihe Deutschland, 30 und 10 jährig geglättet
Temperaturreihe Deutschland, 30 und 10 jährig geglättet

Na, könnt ihr es erkennen? Auch die Architekten unter euch?

ES WIRD IMMER WÄRMER IN DEUTSCHLAND! ES IST KACKE HEIß IM SOMMER IN DEUTSCHLAND. UND IN NACH EUREN SCHEIß ENTWÜRFEN GEBAUTEN HÄUSERN IST ES IM SOMMER AUCH KOTZIG HEIß IM SOMMER! 27 °C, 28 °C, 29 °C IST VIEL ZU HEIß! DEN LEUTEN, DIE IN EUREN WUNDERPALÄSTEN SITZEN MÜSSEN, TROPFT DER SCHWEIß VON DEN ARMEN AUF DEN TISCH. TROPF! TROPF! TROPF!

Es kann doch nicht so schwer sein, Häuser zu bauen, in denen es süße 22 °C ist, auch wenn draußen die Großwetterlage 31 °C im Schatten beschert. Das kriegen die Leute doch anderswo auch hin. Soweit muss man gar nicht gehen. Neulich war ich bei Bekannten in einem stinknormalen Mehrfamilienhaus aus dem 1960er Jahren. DA WAR ES KÜHL DRIN! Da war kein dämliches Styropor draufgeklebt. Es gab nur simples zweischaliges Mauerwerk und Doppelfenster. UND ES WAR KÜHL DRIN! Wie mir die Bekannten versicherten, ist es Winter auch schön warm. GEHT DOCH!

Und wenn hier ein einziger „Ventilator“ auch nur denkt – der kriegt gescheuert. DIE BLASEN DIE TROPFEN VON MEINEN ARMEN MIT PISSWARMER LUFT SEITLICH VON MEINEN ARMEN RUNTER. Prima! Da fallen sie nicht mehr in die Tastatur. Da freut sich der IT-Fritze.

Und jetzt reißt Euch zusammen und fangt an, auch in Deutschland Häuser zu bauen, in denen man es im Sommer aushalten kann!

Mein Carsharing Fazit

Car2Go Eletrofahrzeuge in Amsterdam. Foto: Brbbl, CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons
Car2Go Eletrofahrzeuge in Amsterdam. Foto: Brbbl, CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons

Ich habe ein Auto. Seit zwei Monaten steht es mir nicht zur Verfügung, da ein LKW-Anhänger daran entlang geschrammt ist und die Karosserie erheblich beschädigt hat. In dieser Zeit gab es mehrere Anlässe, an denen ich gern mein Auto gehabt hätte.

Mehrere Fahrten zu Arbeit, bei denen ich Koffer transportieren musste, was mit öffentlichen Verkehrsmitteln kein große Spaß ist. Mehrere Fahrten von der Arbeit nach Hause, nachdem ich sehr lange gearbeitet und ziemlich ausgepumpt war. Die Autofahrt abends bei freier Straße dauert nur 20 Minuten, die Fahrt mich öffentlichen Verkehrsmitteln mindestens 50 Minuten. Für diese beiden Anwendungsfälle bieten die Carsharing-Dienste von Car2Go, DriveNow und MultiCity nicht hervorragenden Ersatz. Sie sind sogar besser als ein privates Auto, da die hohen Parkgebühren in der Innenstadt die Benutzung der CarSharing-Dienste in Vergleich günstiger machen.

Für Einsatzzwecke, bei denen ich innerhalb der Stadt zu einem Ort muss, dort ein bis zwei Stunden bin und danach wieder mit dem Auto zurück will, ist ein privates Auto finanziell günstiger. Das sind zum Beispiel Arztbesuche, Wochenendeinkäufe in Großmärkten, Besuche im Baumarkt oder Fahrten in den Garten. In der Wartezeit läuft die Preisuhr des Leihwagens weiter, da bei einer Freigabe des Wagens die reelle Chance besteht, dass jemand anderes den Wagen mietet und dann kein Fahrzeug mehr für die Rückfahrt zur Verfügung steht.

Carsharing eigenen aus Preisgründen sich auch nicht für Fahrten auf’s Land. In andere Städte fahre ich gern mit der Bahn, aber sobald die Ziele weiter weg von größeren Bahnhöfen sind, verlängert sich die Reisezeit gern um ein bis zwei Stunden.

Fazit: Ich bin zur Zeit noch nicht bereit, auf mein privates Fahrzeug zu verzichten, auch wenn ich es zu Gunsten von Carsharing-Wagen häufiger stehen lasse.

Leben und Sterben zwischen 1650 und 1750

Bei Recherchen zur Erweiterung des Wikipedia-Artikels über Alexander Gottlieb Baumgarten um Lebensdaten seiner Eltern, Geschwister, Frauen und Kinder fiel mir auf, wie hoch die Kindersterblichkeit in Deutschland vor 400 Jahren war.

Baumgartensche Lebenslinien
Lebensdaten der Eltern, Geschwister, Frauen und Kinder von Alexander Gottlieb Baumgarten vom Geburtsjahr seines Vaters bis zum Todesjahr seiner zweiten Frau. Die Ehejahre sind schwarz umrandet. Grafik: Sebastian Wallroth, gemeinfrei

Schon dieser kleine Ausschnitt von 15 Personen zeigt, dass man entweder im ersten Lebensjahr starb oder gute Chancen hatte, weit über 50 Jahre alt zu werden. Frauen wurde nicht so alt wie die Männer. Was wohl daran lag, dass sie alle zwei bis drei Jahre ein Kind austrugen.

Hausaufgaben am Küchentisch, Margarinewürfel und Kriegsgeschichten

Ausgabe von Lebensmittelkarten in Berlin 1950. Bundesarchiv, Bild 183-09069-0001 / CC-BY-SA
Ausgabe von Lebensmittelkarten in Berlin 1950. Bundesarchiv, Bild 183-09069-0001 / CC-BY-SA

Mein Kind saß neulich am Küchentische und bastelte etwas für den Schulunterricht. Da erinnerte ich mich an eine Aufgabe, als ich in der zweiten Klasse war. Ich sollte eine Tagesration Lebensmittel für Menschen in Ostdeutschland Ende der 1940er Jahre nachstellen. Also eine Scheibe Graubrot, ein kleiner Würfel Margarine, ein Klecks Marmelade und drei Kartoffeln (die genaue Menge weiß ich nicht mehr).

Da die Eltern der Mitlernenden meines Kindes zwischen Mitte zwanzig und Anfang fünfzig Jahre alt sind, überlegte ich, wie alt die Eltern in meiner Klasse damals 1976 waren. Meine Eltern waren Anfang Dreißig – 1944 und 1945 geboren. Sie hatten keine konkreten Erinnerungen an die Rationierung. Die Eltern mindestens eines Mitschülers waren Anfang fünfzig Jahre alt – Ende der 1920er Jahre geboren. Sie waren nach Kriegsende junge Erwachsene und hatten sehr konkrete Erinnerungen an Hunger und Rationierung. Während meine Eltern keinen echten Bezug zu meiner Fummelei mit den Lebensmitteln hatten, war das bei meinem Mitschüler ganz etwas anderes. Die Brot und Fett wanderten nach dem Anschauungsunterricht in den Müll. Wie muss das wohl für die Eltern meines Mitschülers gewesen sein?

Wenn ich den Bogen zu der Klasse meines Kindes zurückschlage, gehöre ich der um 1968 geborenen Generation an, die vor der Wende junge Erwachsene waren, während Eltern von Mitschülern der Nachwendegeneration angehören. Für sie sind Erzählungen aus der DDR so weit entfernt wie für meine Eltern Geschichten aus dem Krieg.

Ich liebe mein Kind

Vier Jungen aus dem Zeltfenster schauend. Foto: Renate Rössig, Roger Rössig, Deutsche Fotothek, CC-BY-SA-3.0
Vier Jungen aus dem Zeltfenster schauend. Foto: Renate Rössig, Roger Rössig, Deutsche Fotothek, CC-BY-SA-3.0

Die Osterferien stehen vor der Tür. Noch eine Woche Schule, dann sind zwei Wochen Ferien. Mittendrin liegen die Osterfeiertage. Karfreitag, ein namenloser Samstag, Ostersonntag, Ostermontag. In die Woche nach den Ferien fällt der 1. Mai auf den Donnerstag. Den Freitag haben viele als „Brückentag“ frei genommen. Eine Brücke vom arbeitsfreien Tag der Arbeit zum Wochenende.

Mein Junge freut sich darauf. Mein PC wird glühen und Dutzende Monster im Star Wars Universum werden ihr virtuelles Leben lassen müssen. Aber vor alledem liegt für ihn noch ein riesengroßes Highlight: Am nächsten Donnerstag kommt der Lego-Film in die Kinos. Green Lantern kommt vor! Der hat mal einen Arm verloren, kann ihn aber mit grüner Energie ersetzen! Das ist so cool!

Penis! (Hihihi)

Unbestätigte Meldungen aus der Bizetstraße in Berlin-Weißensee

Ich bereite derzeit instensiv einen Beitrag vor, der einiges an Recherche erfordert. Um darauf neugierig zu machen, setze ich hiermit folgende Gerüchte in die Welt.

Unbestätigte Meldung I

In der Bizetstraße in Berlin-Weißensee ist seit der vergangenen Woche eine vermehrte Ansiedlung unseriöser Röntgenpraxen zu beobachten. Diese stellen einfach nachts die Patienten ans Fenster und fotografieren sie mit handelsüblichen Digitalkameras.

Unbestägte Meldung II

In der Bizetstraße in Berlin-Weißensee ist es in der vergangenen Woche beinahe zu einer Katastrophe gekommen, da die Piloten eines Verkehrsflugzeuges die Beleuchtung der Bizetstraße mit der Beleuchtung des Rollfeldes des Flughafens Otto Lilienthal in Berlin-Tegel verwechselten.

Unbestätigte Meldung III

In der Bizetstraße in Berlin-Weißensee sammeln sich seit der vergangenen Woche nächtens bettflüchtige bibliophile Senioren zu Leserunden. Das Rote Kreuz schenkt Tee aus, damit sich die Damen und Herren nicht verkühlen.

Unbestätigte Meldung IV

Zilpzalp (Phylloscopus collybita). Foto: Andreas Trepte, www.photo-natur.de, CC-BY-SA-2.5 via Wikimedia Commons
Zilpzalp (Phylloscopus collybita). Foto: Andreas Trepte, www.photo-natur.de, CC-BY-SA-2.5 via Wikimedia Commons

Seit der vergangenen Woche beobachten Ornithologen nördlich Berlins eine dramatische Veränderung der Vogelzuglinien. In großen Schwärmen auf der Isle of Man einfallende Zugvögel wurden anhand der Beringung als aus Italien wiederkehrende nordostsibirische Zilzalps identifiziert. Die Fachleute führen das auf eine naturkatastrophenartige Veränderung der nächtlichen Lichtverhältnisse im Bereich der Bizetstraße in Berlin-Weißensee zurück.

Unbestätigte Meldung V

Seit der vergangenen Woche ist in den Baumärkten rund um die Bizetstraße in Berlin-Weißensee ein Ausverkauf von Solarpanelen zu beobachten. Gleichzeitig kommt es zu massenhaften Kündigungen bei den örtlichen Stromversorgern. Zu einem Zusammenhang zwischen diesen beiden Phänomenen wollte sich ein Vertreter der Energiewirtschaft derzeit nicht äußern.

Unglaublich, wieviel Zeit wir für das Erraten der Zukunft aufbringen

Wahrsager auf dem Nachtmarkt beim Öffentlichen Markt in Hongkong. Foto:  Michal Osmenda, CC-BY-2.0 via Wikimedia Commons, 10. März 2012
Wahrsager auf dem Nachtmarkt beim Öffentlichen Markt in Hongkong. Foto: Michal Osmenda, CC-BY-2.0 via Wikimedia Commons, 10. März 2012

Es dreht sich immer alles um die Zukunft. Was wird sein? Wird etwas Schlimmes passieren? Wer könnte wissen, was passieren wird? Wie kann ich mich vor Unheil schützen?

Wir tun alles, um unsere Zukunft zu sichern. Wir kaufen Vorräte ein, damit immer etwas zu Essen im Haus ist. Wir schließen eine Versicherung ab, damit uns im Fall eines Unglücks nicht auch noch das Geld ausgeht.

Wir wollen jedem glauben, dass er die Zukunft vorhersagen kann. Politiker machen im Wahlkampf nichts anderes als Wahrsager. Sie behaupten, dass die Arbeitslosigkeit sich so und so entwickeln wird. Sie sagen, dass ein Großbauprojekt dann und dann fertig wird.

So ein bisschen können wir ja in die Zukunft sehen, indem wir Erfahrungen aus der Vergangenheit in die Zukunft verlängern. Wenn ich einen Stein in der Hand halte und loslasse, kann ich vorhersagen, dass er zur Erde fallen wird. 1 Man weiß aus Bauprojekten in der Vergangenheit, wie lange bestimmte Teilschritte dauern und wieviel sie kosten. Und das wendet man auf zukünftige Projekte an. Der erfahrene Projektmanager wird immer 30% Risikoaufschlag geben, für die Unwägbarkeiten.

Was mir aber neulich erst klar wurde ist, wieviel unserer täglichen Zeit wir darauf verwenden, die Zukunft zu erraten.

Notes:

  1. Unglaublich, wie oft ich schon hörte, „dass man das ja gar nicht wissen könne“, wenn ich dieses Beispiel bringe.

Making of Thüringer Klöße

Nachdem ich mich vor zwei Wochen verwunderte, wie leicht gutes Essen herzustellen ist, habe ich es an diesem Wochenende wieder getan. Diesmal hatte ich die Kamera beim Herstellungsprozess der Thüringer Klöße dabei. Die Fotos habe ich zuerst bei Wikimedia Commons (zur Nachnutzung) und dann bei Facebook (für Kenntnisnahme durch Freunde und Verwandte) hochgeladen.

Für alle Blogleser gibt es als Zugabe eine Animation:

Making of Thüringer Klöße. Animation. Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0
Making of Thüringer Klöße. Animation. Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0

Gutes Essen lässt sich verblüffend einfach herstellen

Ausschnitt aus dem Gemälde "Bauernhochzeit" von Pieter Bruegel dem Älteren. Gemeinfrei
Ausschnitt aus dem Gemälde „Bauernhochzeit“ von Pieter Bruegel dem Älteren. Gemeinfrei

Heute habe ich für meine Familie Entenbrust mit Rotkohl und Klößen bereitet. (Es heißt „mit Klößen“ nicht „mit Klöße“, liebe Menükartenschreiber.) Was mich im Nachhinein verblüfft hat war die geringe Menge an Zutaten (es sind fünf: Entenbrust, Rotkohl, Butter, Kartoffelkloßmasse und Salz; für die Soße können noch Wein und Mehl hinzukommen) und die simplen Handgriffe (Formen, ins Wasser legen, in einen Topf schütten, in eine Pfanne legen).

Zutaten

  • Entenbrust (einfach nur Entenbrust; ich habe 300 g für 3,50 EUR bekommen)
  • Rotkohl aus dem Tiefkühlfach (eine Pappschachtel mit Rotkohl-Pellets; laut Zutatenliste nur aus Rotkohl bestehend; 1,90 EUR)
  • Kloßmasse (eine Plastiktüte mit der Kloßmasse; laut Zutatenliste nur aus geriebenen Kartoffeln bestehend; 0,60 EUR)

Zubereitung

Planung: Auf dem Herd brauchen die Entenbrust 14 Minuten, der Rotkohl 15 Minuten und die Klöße 20 Minuten.

Klöße: Einen großen Topf mit Wasser füllen (gern schon heißes Wasser aus dem Hahn nehmen) und mutig Salz dazu geben. Die Kloßmasse in eine Schüssel geben, damit die Krümel nicht durch die Küche kullern. Aus der Masse eine Handvoll Teig nehmen und Klöße formen, wie man einen kleinen Schneeball formen würde. Also erst die Masse mit halbschalenförmigen Händen zusammenpappen und dann die Händen gegenläufig kreisen lassen, bis der Kloß fest ist. Die Klöße auf einer sauberen Unterlage legen. Wenn das Wasser wallt die Hitze auf Dreiviertel der vorherigen Einstellung herunter drehen. Das Wasser sollte nur noch ein klitzekleines Bisschen wallen. Die Klöße einzeln ins Wasser setzen (nicht plumpsen lassen). Dabei ein bisschen zügig vorgehen, damit alle Klöße etwa gleichzeitig ins Wasser kommen. Die Klöße sinken zunächst auf den Boden und steigen nach etwa 10 Minuten auf. Nach zwanzig Minuten den Herd abstellen und die Klöße mit einem Schöpfkelle oder mit einem großen Löffel herausholen.

Rotkohl: Den Rotkohl tiefgefroren aus der Schachtel in einen mittelgroßen Topf schütten und den Herd auf mittlere Hitze einstellen. 50 Gramm Butter dazu geben. Wenn man einen Deckel auf den Topf tut, muss man kein Wasser hinzugeben. Alle 5 Minuten umrühren. Nach 15 Minuten ist der Rotkohl fertig.

Entenbrust: Die Fettseite über die volle Fläche mit einem scharfen Messer mit etwa 1/2 cm voneinander entfernten Schnitten versehen. Eine beschichtete Pfanne kurz vorheizen. Die Entenbrust ohne Zugabe von Fett oder Öl auf der Fettseite in die Pfanne legen. Nach 8 Minuten die Entenbrust wenden. Nach weiteren 6 Minuten die Entenbrust aus der Pfanne nehmen. Ich schneide die Brust immer in Scheiben, dann muss man auf dem Teller nicht so säbeln. Den beim Schneiden austretenden Saft wieder in die Pfanne geben. Das Fett und den Bratensaft mit Weißwein, Rotwein, Apfelsaft, Wasser oder Brühe ablöschen, dass heißt 2-3 Tassen davon hinein gießen. Wenn die Soße sämig werden soll, etwa einen Esslöffel Mehl hineinstäuben, wobei man mit einem Schneebesen tüchtig rührt, damit das Mehl nicht verklumpt.