Ausschnitt aus dem Gemälde "Bauernhochzeit" von Pieter Bruegel dem Älteren. Gemeinfrei

Gutes Essen lässt sich verblüffend einfach herstellen

Ausschnitt aus dem Gemälde "Bauernhochzeit" von Pieter Bruegel dem Älteren. Gemeinfrei
Ausschnitt aus dem Gemälde “Bauernhochzeit” von Pieter Bruegel dem Älteren. Gemeinfrei

Heute habe ich für meine Familie Entenbrust mit Rotkohl und Klößen bereitet. (Es heißt “mit Klößen” nicht “mit Klöße”, liebe Menükartenschreiber.) Was mich im Nachhinein verblüfft hat war die geringe Menge an Zutaten (es sind fünf: Entenbrust, Rotkohl, Butter, Kartoffelkloßmasse und Salz; für die Soße können noch Wein und Mehl hinzukommen) und die simplen Handgriffe (Formen, ins Wasser legen, in einen Topf schütten, in eine Pfanne legen).

Zutaten

  • Entenbrust (einfach nur Entenbrust; ich habe 300 g für 3,50 EUR bekommen)
  • Rotkohl aus dem Tiefkühlfach (eine Pappschachtel mit Rotkohl-Pellets; laut Zutatenliste nur aus Rotkohl bestehend; 1,90 EUR)
  • Kloßmasse (eine Plastiktüte mit der Kloßmasse; laut Zutatenliste nur aus geriebenen Kartoffeln bestehend; 0,60 EUR)

Zubereitung

Planung: Auf dem Herd brauchen die Entenbrust 14 Minuten, der Rotkohl 15 Minuten und die Klöße 20 Minuten.

Klöße: Einen großen Topf mit Wasser füllen (gern schon heißes Wasser aus dem Hahn nehmen) und mutig Salz dazu geben. Die Kloßmasse in eine Schüssel geben, damit die Krümel nicht durch die Küche kullern. Aus der Masse eine Handvoll Teig nehmen und Klöße formen, wie man einen kleinen Schneeball formen würde. Also erst die Masse mit halbschalenförmigen Händen zusammenpappen und dann die Händen gegenläufig kreisen lassen, bis der Kloß fest ist. Die Klöße auf einer sauberen Unterlage legen. Wenn das Wasser wallt die Hitze auf Dreiviertel der vorherigen Einstellung herunter drehen. Das Wasser sollte nur noch ein klitzekleines Bisschen wallen. Die Klöße einzeln ins Wasser setzen (nicht plumpsen lassen). Dabei ein bisschen zügig vorgehen, damit alle Klöße etwa gleichzeitig ins Wasser kommen. Die Klöße sinken zunächst auf den Boden und steigen nach etwa 10 Minuten auf. Nach zwanzig Minuten den Herd abstellen und die Klöße mit einem Schöpfkelle oder mit einem großen Löffel herausholen.

Rotkohl: Den Rotkohl tiefgefroren aus der Schachtel in einen mittelgroßen Topf schütten und den Herd auf mittlere Hitze einstellen. 50 Gramm Butter dazu geben. Wenn man einen Deckel auf den Topf tut, muss man kein Wasser hinzugeben. Alle 5 Minuten umrühren. Nach 15 Minuten ist der Rotkohl fertig.

Entenbrust: Die Fettseite über die volle Fläche mit einem scharfen Messer mit etwa 1/2 cm voneinander entfernten Schnitten versehen. Eine beschichtete Pfanne kurz vorheizen. Die Entenbrust ohne Zugabe von Fett oder Öl auf der Fettseite in die Pfanne legen. Nach 8 Minuten die Entenbrust wenden. Nach weiteren 6 Minuten die Entenbrust aus der Pfanne nehmen. Ich schneide die Brust immer in Scheiben, dann muss man auf dem Teller nicht so säbeln. Den beim Schneiden austretenden Saft wieder in die Pfanne geben. Das Fett und den Bratensaft mit Weißwein, Rotwein, Apfelsaft, Wasser oder Brühe ablöschen, dass heißt 2-3 Tassen davon hinein gießen. Wenn die Soße sämig werden soll, etwa einen Esslöffel Mehl hineinstäuben, wobei man mit einem Schneebesen tüchtig rührt, damit das Mehl nicht verklumpt.

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