Leben und Sterben zwischen 1650 und 1750

Bei Recherchen zur Erweiterung des Wikipedia-Artikels über Alexander Gottlieb Baumgarten um Lebensdaten seiner Eltern, Geschwister, Frauen und Kinder fiel mir auf, wie hoch die Kindersterblichkeit in Deutschland vor 400 Jahren war.

Baumgartensche Lebenslinien
Lebensdaten der Eltern, Geschwister, Frauen und Kinder von Alexander Gottlieb Baumgarten vom Geburtsjahr seines Vaters bis zum Todesjahr seiner zweiten Frau. Die Ehejahre sind schwarz umrandet. Grafik: Sebastian Wallroth, gemeinfrei

Schon dieser kleine Ausschnitt von 15 Personen zeigt, dass man entweder im ersten Lebensjahr starb oder gute Chancen hatte, weit über 50 Jahre alt zu werden. Frauen wurde nicht so alt wie die Männer. Was wohl daran lag, dass sie alle zwei bis drei Jahre ein Kind austrugen.

2 Gedanken zu „Leben und Sterben zwischen 1650 und 1750“

    1. Ist aber nicht so, dass ich jeden Tag darüber nachdenke. Ich werde hin und wieder durch die Nachrichten aus aller Welt darauf gestoßen, dass die Kindersterblichkeit in anderen Gegenden heute auch so hoch ist wie in Deutschland vor noch hundert Jahren. Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, was das für den Lebensalltag bedeutet. Ich habe zum Beispiel noch nie einen toten Menschen gesehen. In unserer Gesellschaft ist der Tod eines der wenigen Tabus. Die Artikelarbeit hat mir einen Denkanstoß dazu geliefert.

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