Leben und Sterben zwischen 1650 und 1750

Bei Recherchen zur Erweiterung des Wikipedia-Artikels über Alexander Gottlieb Baumgarten um Lebensdaten seiner Eltern, Geschwister, Frauen und Kinder fiel mir auf, wie hoch die Kindersterblichkeit in Deutschland vor 400 Jahren war.

Baumgartensche Lebenslinien
Lebensdaten der Eltern, Geschwister, Frauen und Kinder von Alexander Gottlieb Baumgarten vom Geburtsjahr seines Vaters bis zum Todesjahr seiner zweiten Frau. Die Ehejahre sind schwarz umrandet. Grafik: Sebastian Wallroth, gemeinfrei

Schon dieser kleine Ausschnitt von 15 Personen zeigt, dass man entweder im ersten Lebensjahr starb oder gute Chancen hatte, weit über 50 Jahre alt zu werden. Frauen wurde nicht so alt wie die Männer. Was wohl daran lag, dass sie alle zwei bis drei Jahre ein Kind austrugen.

Kleine Statistik zur Einkommensgerechtigkeit in Deutschland

Auf der Website des Statistischen Bundesamtes Deutschlands bin ich auf die Zahlen zu Einkommen, Einnahmen und Ausgaben privater Haushalte nach dem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen 2011 gestoßen.

Einkommen, Einnahmen und Ausgaben privater Haushalte nach dem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen 2011. © Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2014
Einkommen, Einnahmen und Ausgaben privater Haushalte nach dem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen 2011. © Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2014

Aus der Zeile “Hochgerechnete Haushalte (1 000)” entnehme ich die Anzahl der Haushalte für die in den Spalten angegeben Einkommensgruppen. Das ergibt folgendes Bild:

Haushalte nach Nettoeinkommen im Monat. CC-BY-SA-3.0 Sebastian Wallroth
Haushalte nach Nettoeinkommen im Monat. CC-BY-SA-3.0 Sebastian Wallroth

Die beiden Gruppen mit den niedrigsten Einkommen stellen über die Hälfte der Haushalte.

Der Zeile “Haushaltsnettoeinkommen” entnehme ich nun das durchschnittliche Einkommen für die Einkommensgruppen. Das multipliziere ich mit den Anzahlen der Haushalte. Somit ergibt sich folgendes interessante Bild.

Haushalte nach Nettoeinkommen im Monat - Anteil am Gesamteinkommen. CC-BY-SA-3.0 Sebastian Wallroth
Haushalte nach Nettoeinkommen im Monat – Anteil am Gesamteinkommen. CC-BY-SA-3.0 Sebastian Wallroth

Im deutlichen Gegensatz zur ersten Grafik stellen hier die Gruppen mit den höchsten Einkommen die Mehrheit der Haushalte.

Nicht nur, dass die Anzahl der Haushalte mit höheren Einkommen niedriger ist als die der Haushalte mit niedrigen Einkommen. Die Haushalte mit höheren Einkommen nehmen auch noch einen erheblich höheren Anteil am Gesamteinkommen ein.

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Was die Drosselung nach 75 GB Verbrauch durch die Telekom für mich bedeuten würde

 

Nach 75 GB Datenvolumen plant die Telekom für 16 Mbit/s-Kunden die Datengeschwindigkeit herabzusetzen (zu “drosseln”).  (200 GB für 50 Mbit/s-er, 300 GB für 100 MBit/s-er). Der eigentliche Skandal ist, dass die Telekom in den Netzverkehr ihrer Kunden hineinhorchen und nur bestimmte Dienste drosseln will. Mich hat jedoch zunächst nur mal interessiert, wie realistisch der Verbrauch von 75 GB im Monat ist und habe mir meine eigene Verbrauchsabrechnung angesehen.

hilf-telekom.de. Collage: Anonym, CC-BY-SA
hilf-telekom.de. Collage: Anonym, Foto: scoobay;CC-BY-NC-SA

Laut Telekom verbraucht ein Telekom-Kunde im Schnitt heute 15 bis 20 GB pro MonatIst nicht, wer mehr verbraucht, ein Schmarotzer, ein Volksschädling, der sich auf Kosten der Allgemeinheit durchguckt? Für was braucht man denn mehr als 75 GB im Monat? Das können doch nur Pornos sein! (*Stammtischzwinker*Stammtischzwinker*)

Tja, unsere Vater-Mutter-Kind-Familie verbraucht gut fünfmal mehr als die Telekom uns zubilligen würde. Im März 2013 waren es 355 GB.

Mein Internet Datenvolumen im März 2013. All right reserved.
Mein Internet Datenvolumen im März 2013. All rights reserved.

Der Auswertung kann man entnehmen, dass für uns am 11. des Monats Schluss gewesen wäre und das wir am 24. des Monats mehr als unser zugebilligte Monatsration an Internet aufgebraucht hätten.

Was machen wir denn da bloß im Internet?

Mittels Apple TV leihen wir neuere Filme und Serien bei iTunes und ältere Filme und Serien bei Watchever und sehen Youtube-Videos; dort konsumiert vor allem mein Sohn Gronkh-Werke, im Mai habe ich selbst aber im Nachgang der re:publica auch ordentlich zugeschlagen. Und außerdem schaut meine Frau auf dem Tablet Serien, Serien, Serien.

Alles legal und bezahlt und mit der unschätzbaren Freiheit, Inhalt und Zeit unseren Videokonsums selbst bestimmen zu können.

P.S.

Mal gut, dass wir gar keine Telekom-Kunden mehr sind, sondern das 32 MBit/s-Paket von primacom nutzen. Aber niemand wird ernsthaft glauben, dass die Kleinen nicht nachziehen, wenn der Platzhirsch erstmal vorgelegt hat.

Des Kunden liebste Zahlmethode II

Im Oktober 2009 schrieb ich über die beliebtesten Zahlungsarten bei Mister Spex als Reaktion auf Matthias Schumachers Artikel im Hitmeister-Blog. Angeregt durch Nicola Straubs Artikel “Deutsche Shopper vertrauen deutschen Shops und zahlen elektronisch” liefere ich ein Update zu meinem Artikel. Denn inzwischen wurde bei Mister Spex Rechnungskauf als Bezahlart eingeführt, was sich wesentlich auf das Beliebtheitsranking ausgewirkt hat.

Zahlungsarten 01.02.10-15.04.10 bei Mister Spex nach Anzahl Warenkörben
Zahlungsarten 01.02.10-15.04.10 bei Mister Spex nach Anzahl Warenkörben
Zahlungsarten 01.02.10-15.04.10 bei Mister Spex nach Umsatz
Zahlungsarten 01.02.10-15.04.10 bei Mister Spex nach Umsatz

Hinweis: Die Bezahlmethode “Rechnung” wird nur Kunden angezeigt, die bei einem Scoring durch einen externen Dienstleister eine bestimmte Punktzahl erreichen.

Des Kunden liebste Zahlmethode

Matthias Schumacher schreibt im Hitmeister-Blog über die Beliebtheit der Online-Bezahlmethoden bei Hitmeister. Fast 40% der Kunden nutzen dort das elektronische Lastverfahren (ELV). Ich möchte seiner Bitte gern nachkommen und die Verteilung der Zahlungsmethoden bei Mister Spex offenlegen.

Beliebte Zahlungsarten 2009 bei misterspex.de
Beliebte Zahlungsarten 2009 bei misterspex.de

Die Zahlen sind schwer vergleichbar, da Mister Spex zur Zeit Vorkasse, Kreditkarte, Paypal und Nachnahme anbietet. Noch 2008 bot Mister Spex auch Lastschrift als Zahlungsart an. 45% bis 55% der Kunden wählten diese Zahlungsart. Da leider über die Hälfte der Bestellungen mit dieser Zahlungsart Betrugsfälle waren, wurde sie bis auf weiteres aus dem Angebot genommen.

Mich würde interessieren, wie die Korrelation Betrug zu Zahlungsart bei anderen Online-Shops aussieht.

Deutsche Internetnutzer nach Alter @mobilefriend im Detail

Mein Tweet über die Anteile Deutscher Internetnutzer nach Altergruppen wurde mit Unglauben aufgenommen.

Tweet

Das kann ich gut verstehen; darum hier ausführlich, was ich mir zuvor auf die Schnelle zusammengerechnet hatte. Ich lasse mich gern berichtigen.

Der ARD/ZDF-Onlinestudie 2009 entnehme ich den Anteil der Deutschen, die das Internet nutzen, aufgeteilt nach Altersgruppen.

ARD/ZDF Online Studie 2009

Der Datenbank der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder entnehme ich Anzahl der Deutschen, aufgeteilt nach Altersgruppen.

Aufzeichnen

Die aktuellsten Daten stammen von 2007. Sei’s drum. Seither haben sich weder die Internetnutzung noch die Bevölkerungszahl stark geändert.

Aus der ARD/ZDF-Tabelle nehme ich die Spalte “2007” und die Zeilen mit dem Altergruppen und aus der Datenbank der Statistischen Ämter die Spalte “Insgesamt”. Jetzt passe ich die Altergruppen an: aus “15 bis unter 18 Jahre” und “18 bis unter 20 Jahre” wird “14-19J.”, ich addiere also 2688387 und 1954577 und erhalte mit 4642964 die Anzahl Deutscher im Alter von 14 bis 19 Jahren. Davon sind laut ARD/ZDF-Studie 95,8% Internetnutzer. 4642964 * 0,958 = 4447960 (gerundet). 4.447.960 Deutsche im Alter von 14 bis 19 Jahren sind Internetnutzer. Das rechne ich für alle Altergruppen aus.

Altersgruppe Anzahl Anteil
14-19J. 4,447,960 9.87%
20-29J. 9,271,793 20.57%
30-39J. 8,798,801 19.52%
40-49J. 10,246,461 22.73%
50-59J. 7,102,982 15.76%
60+J. 5,213,188 11.56%

Damit das in einen Tweet passt, fasse ich die Altergruppen noch einmal zusammen und addiere die Prozentzahlen:

Altersgruppe Deutsche Internetnutzer
14-29J. 30%
30-49J. 42%
50+J. 27%

Hier die komplette Berechnung als Tabellenkalkulation.

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