real68ers Blogschau 2014/KW34

Geld. Foto von Takkk, CC-BY-SA-3.0, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons
Geld. Foto von Takkk, CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Hä? Wie lange habe ich denn schon keine Blogschau mehr abgehalten?! Wird ja echt mal wieder Zeit.

Appropos Hä?: Niederländische (diesmal keine britischen) Forscher haben untersucht, ob Hä? (englisch: Huh?) ein universelles Wort ist. Es tatsächlich, es ist ein Wort, es ist universell und es ist keineswegs trivial (englisch).

Wo wir gerade bei Sprache sind: Michael Mann vom lexikographieblog hat eine Sammlung Sprachatlanten und Namenskarten zusammengetragen. Namenskarten finde ich immer wieder faszinierend.

Wo wir vorhin bei Forschung waren: 80% der wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu Grunde liegenden Daten sind nach 20 Jahren verloren (englisch). Das heißt, dass die Tests wiederholt werden müssen, wenn man die Veröffentlichung überprüfen oder nachnutzen will.

Die kluge Kathrin Passig analysiert in dem Zeit-Artikel “Wunschlisten, Wunschdenken und die Wirklichkeit” unser Konsumverhalten und kommt zu dem versöhnlichen Schluss:

Vielleicht muss man in der Gegenwart prächtige, realitätsferne Pläne entwerfen, um irgendwann in der Zukunft wenigstens eine Winzigkeit durchtrainierter, netter und belesener zu werden.

Apropos klug: In RP Online steht ein kluger Artikel zu Rassismus bei Marken und Waren.

Man handelt rassistisch, wenn man bestimmte Wörter oder visuelle Elemente benutzt.

wird Anatol Stefanowitsch zitiert. Aber:

Es gibt eine massive Ablehnung in Gesellschaft und Medien, eine solche differenzierte Diskussion zu führen.

Tja, TL;DR ist nicht nur ein Modewort.

Was ist denn heute schon noch sicher? SSL-Verschlüsselung! Zwar nicht zu 100%, aber sicher genug, um es dem Lauscher am Netz sehr schwer zu machen. Dieser Blog verwendet sein selbst ausgestelltes Zertifikat. Das bedeutet, dass der Transport der Daten zwischen dem Server und Ihrem Browser abhörsicher verschlüsselt ist, nur dass das SSL-Zertifikat nicht gefälscht ist, das müssen Sie einfach glauben. SSL-Zertifikate sind nämlich relativ teuer und die Browser anerkennen Zertifikate von CAcert.org nicht. Dass die Verschlüsselung sicher ist, diesen Fakt können Sie bei Qualys SSL Labs prüfen.

Apropos Fakten: Beim Spiegel klopfen 70 Dokumentationsjournalisten die Artikel vor Veröffentlichung auf Fehler ab. Eine journalistische Ausbildung wird nicht unbedingt voraus gesetzt, die meisten sind Fachleute wie Mediziner, Sinologen, Techniker, Physiker, Juristen oder Historiker. Und es geht keineswegs immer nur um komplizierte Sachverhalte. Zu wissen, dass Basra nicht am Roten Meer liegt, verlangt kein Geographiestudium.

Apropos komplizierte Sachverhalte: Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wie das mit den Bitcoins funktioniert? Der deutsche Wikipedia-Artikel zu Bitcoins hilft auch nicht recht weiter. Vielleicht fällt der Groschen Dank dieser Infografik?

Ich möchte auf der #rp14 einen Vortrag halten

Ich würde gern auf der anstehenden re:publica einen Vortrag über das vollständige Selbst-Hosten eines Blogs halten.

Jugend-Computerschule mit IBM-PC. Bundesarchiv, B 145 Bild-F077948-0006 / Engelbert Reineke / CC-BY-SA
Jugend-Computerschule mit IBM-PC. Bundesarchiv, B 145 Bild-F077948-0006 / Engelbert Reineke / CC-BY-SA

Arbeitstitel:

Drittanbieterunabhängige WordPress-Blogs ohne Askese

Kurzthese:

Auf der re:publica 2012 rief Sascha Lobo 2012 zum Jahr des Blogs aus. Johnny Haeusler forderte, 2013 das Web zurückzuerobern. Wie können wir Anfang 2014 mit WordPress und einigen Plugins eine größtmöglich Unanbhängigkeit von fremden Diensten zu erreichen, ohne auf liebgewonnene Funktionen zu verzichten?

Beschreibung:

Seit Anfang 2013 blogge ich (mit Hilfe der Iron Blogger) verstärkt. Nach den Aufrufen Sascha Lobos und Johnny Haeuslers entschied ich mich, mein Blog selbst zu hosten. Des weiteren will ich mein Blog so aufsetzen, dass es unabhängig von Drittanbietern funktioniert. Mein Blog soll ohne Einschränkungen lesbar sein, auch wenn Dienste wie Google Maps, WordPress.com, Flickr, Facebook, Twitter oder Prezi nicht zur Verfügung stehen. Wenn ich also eine Funktion eines Drittanbieters nutzen möchte, untersuche ich, wie ich eine dauerhafte Unabhängigkeit herstellen kann. Entweder durch dein Einsatz eines Plugins, den Import von Inhalten oder einen alternativen Anbieter.

In meinem Vortrag stelle ich die Konfiguration meiner WordPress-Installation unter dem Aspekt des autonomen Hostings vor.

Ich würde nur über meine eigenen Erfahrungen berichten. Für einen umfassenden Überblick fehlt mir die Zeit. Es ginge um einen WordPress-Blog, in dem alle Inhalte (Texte, Bilder, Dokumente, Karten, Kommentare) vollständig unabhängig von Dritten unter Kontrolle des Bloginhaber stehen. Natürlich nicht rechtlich, sondern technisch.

Bisher habe ich von den Veranstaltern nichts mehr gehört. Den Vortrag werde ich aber trotzdem vorbereiten. Ich kann ich ja auf einem BarCamp halten.

Vielleicht findet sich jemand, den das Thema interessiert und der mich anfeuert?

real68ers Blogschau 2014/KW13

Beunruhigter Nerz. Foto: Needsmoreritalin, CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons
Beunruhigter Nerz. Foto: Needsmoreritalin, CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons

Laut Frankfurter Rundschau gibt es im Vatikan den weltweit einzigen Geldautomaten, der auch auf Latein bedient werden kann.

Andy Mabbett aka pigsonthewing beschreibt in seinem Blog, wie man den Wikipedianern helfen kann, indem man Text von Fotos abliest und in die Beschreibung einfügt. (englisch)

In GeoCurrents wird die erstaunliche Vielfalt des Zählens (1, 2, 3, … ihr wisst schon) ausgebreitet. (englisch)

Thomas Grüter weist in der “Welt” nach, dass wir in Europa und Amerika total abhängig vom Internet sind. Wenn es großflächig weltweit ausfiele, würde das den Zusammenbruch des Weltwirtschaftssystems bedeuten. Wir werden alle sterben.

GerardM berichtet über Forschungen zu der kleinen Minderheit von Autoren, die in mehr als einer Sprachversion der Wikipedias schreiben.

Keith Marshall erzählt unterhaltsam über die Programmierspaß, den er mit der 1-Million-Bilder-Spende der British Library an die Flickr Commons hatte.

Laut der monatlich aktualisieren Datenbankhitparade von DB-Engines ist Oracle die beliebteste Datenbank, gefolgt von MySQL und Microsoft SQL Server.

Tim Vines warnt, dass wegen veralteter E-Mail-Adressen und veralteter Datenträger in 20 Jahren 80% der Daten, auf den aktuelle Studien beruhen, verloren sein könnten. Wir werden alle sterben. (englisch)

real68ers Blogschau 2014/KW12

Foto: AngryJulieMonday CC-BY-2.0 via Flickr
Foto: AngryJulieMonday CC-BY-2.0 via Flickr

Ich habe mit Feedly mehrere Blogs abonniert (viele finden sich in meiner Blogroll rechts unten auf dieser Seite). Ich lese Überschriften und Teaser mit Byline auf meinem Smartphone auf meinem Arbeitsweg und schicke mir interessante Artikel per Mail zu. Manches bleibt ein bisschen länger liegen, aber von Zeit zu Zeit hole ich das Lesen nach. Hier ein paar Highlights.

Golem hat Similarweb eine Vermutung bestätigen lassen: Einige der reichweitenstärksten Websites in Deutschland tauchen in den Statistiken von IVW und Agof nicht auf.

Einige der ehemaligen Kernentwickler von Staroffice und Openoffice arbeiten an dem webbasierten Office-Projekt OX Documents. Wird das eine brauchbare Alternative zu Google Docs?

Golem legt in einem langen Artikel dar, welche Kommunikationswege im Internet vermutlich noch relativ sicher sind.

Kotzendes Einhorn berichtet über die Studie eines Wisconsiner Professors zum Einfluss von Kommentaren auf die Bewertung wissenschaftlicher Studien: Kommentare haben großen Einfluss auf den Leser und im Tonfall bösartige Kommentare mehr als im Tonfall neutrale.

Eine in der Science veröffentlichte Studie zeigt, dass positive Bewertungen einen größeren Effekt auf nachfolgende Bewertungen haben als negative. Bewerter folgen lieber positiven Aussagen als negativen.

Streetspotr ermöglicht jedem Smartphonebesitzer Private Investigator zu werden.

Am 1. Oktober 2013 war die Website der Library of Congress wegen des Etatstreits im US-Kongress nicht verfügbar. Das zeigt, dass nicht nur privatwirtschaftlich, sondern auch staatlich betriebene Informationsquellen nicht sicher vor Verlust sind. Die Lösung heißt gesellschaftliches Engagement. Spenden Sie für Wikimedia.

Das usabilityblog stellt eine Fallstudie zu Benutzerzentriertem Design anhand der Website jena.de vor.

So, dit reicht für heute.

Neues Steckenpferd: Berlinwebkalender.de

Berlin Web Kalender Logo. Alle Rechte vorbehalten.
Berlin Web Kalender Logo. Alle Rechte vorbehalten.

Bis vor kurzem gab es auf der Seiten http://www.berlinwebweek.de einen Kalender mit Web und Startup Terminen in Berlin. Ich hatte einen Zugang und habe immer fleißig eingetragen. Jetzt ist die Seite nur noch für die Veranstaltung “Berlin Web Week” da, die in der Woche stattfindet, in der die re:publika über Berlin herein bricht.

Schade, schade, dachte ich. Und selbst ist der Mann, dachte ich auch noch. Schwuppdiwupp war die Domain http://www.berlinwebkalender.de reserviert, ein Logo entworfen, ein Blog aufgesetzt, Plugins wurden gesichtet, Accounts auf Twitter, Facebook, Google+ und LinkedIn eingerichtet und dann pflügte ich durch’s Web auf der Suche nach interessanten Veranstaltungen.

Was soll ich sagen: In einer Woche gibt es in Berlin so viele entsprechende Veranstaltungen, dass ich diesen Satz ein bisschen länger machen musste, um alle Termine unterzubringen.

Da ich es nicht allein schaffen kann, habe ich für jeden da draußen die Möglichkeit eingerichtet, selbst Termine hochzuladen.

Die Termine kann man sich auf der Website ansehen, in den genannten Sozialen Netzwerken, man kann  den Berlin Web Kalender Newsletter abonnieren, der die Termine einmal in der Woche schickt, oder man integriert den iCal-Feed in seinen Kalender oder seine eigene Website.

Ich habe noch ein paar Ideen und bin für Vorschläge offen: ed.rednelakbewnilrebnull@stneve

Letztendlich mache ich das aber für mich selbst. Ich will einfach nur wissen, wo meine lieben Nerds sind.

real68erBlogschau 2013/KW53

Der ChannelPartner-Querschläger freut sich über die Insolvenz von getgoods, denn

Sterbende Innenstädte, Fachgeschäfte, die schließen, und die Folgen für das wirtschaftliche Umfeld unserer Gemeinden haben wir letztendlich den Internetverkäufern zu verdanken.

Just in meinem letzten Blogpost hatte ich mich laut gefragt: Lässt das Internet unsere Innenstädte veröden? Ich glaube das nicht. – Wie das so bei mir ist, mäanderten meine Gedanken noch ein wenig weiter und ich frage mich: Warum sollten nur Einzelhandelsgeschäfte die Innenstädte beleben können? Was ist mit Platzkonzerten, öffentlichen Diskussionen, Spazierengehen? – Und Schadenfreude halte ich wegen der auf der Strecke bleibenden Werktätigen nicht angebracht, wenn wildgewordene getgoods-Kapitalisten vor die Wand rennen.

Ein Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart stellt fest: Wikimedia haftet wie ein Host-Provider. Die Wikimedia Foundation feiert das als Sieg, da die Wikimedia Foundation für Deutschland nicht proaktiv nach illegalen oder falschen Inhalten in seinen Projekten (vor allem der Wikipedia) suchen muss.

Was ich für schlecht daran halte: Wieso ist ein deutsches Gericht für Inhalte in der Wikipedia zuständig? Wie will die Wikimedia Foundation zu befürchtende Anordnungen deutscher Gerichte zu Änderungen in Wikipedia-Texten gegen freiwillige Autoren durchsetzen? Wer soll die Änderungen vornehmen, wenn sie zuhauf kommen?

WikiCon ist das Treffen der deutschsprachigen Mitwirkenden an der Wikipedia und anderen Wikimedia-Projekten. Neben erfreulich zahlreichen Meldungen zur Veranstaltung hat Thomas Block in der Südwest Presse einen ausgewogenen Artikel geschrieben: Wikipedia: Gute Texte, mäßige Umgangsformen.

“Zeugs” heißt das immer empfehlenswerte Linkpotpourri des Blogs “USA Erklärt” von Scot. W. Stevenson. Sogar sein Impressum ist lesenswert.

Overdrive Interactive stellt ein PDF mit einem riesigen Batzen Links zum Thema Social Media zur Verfügung. Englisch-lastig, aber hey – never look a gift horse in the mouth.

Denny Vrandečić, der ehemalige Chefentwickler von Wikidata ist zu Google gewechselt. In einem Interview mit Gerard Meijssen gibt er interessante Einblicke in seine Denkweise und erklärt seinen neuen Jobtitle “Ontologist”.

Janette Sadik-Khan, Street Comissioner in New York City seit 2007, erklärt in diesem Video, wie mit Rapid Prototyping in ihrer Stadt in den letzten Jahren viele Straßen verändert wurden.

real68ers Blogschau 2013/KW29

1. In einem Artikel auf golem.de haben Jörg Thoma und Hanno Böck zusammengetragen, wie man seine Online-Privatsphäre schützen kann. Fazit: Ein vollständiger Schutz ist nicht möglich. Bei Mails kann man zwar den Inhalt verbergen, aber die Geheimdienste sind sowieso viel mehr daran interessiert mit wem man kommuniziert, als worüber. Dagegen hilft nur, ganz viele Accounts zu benutzen. Aber eigentlich sollten wir uns nicht angestrengt verstecken müssen – der Staat sollte unser im Grundgesetz verankertes Recht auf Privatsphäre schützen. Trotzdem eine schöne Sammlung und eine gute Zusammenfassung zum Thema.

2. Die Initiative Nachrichten Nachrichtenaufklärung (INA) macht nach dem Vorbild des US-amerikanischen Project Censored auf wichtige Nachrichten und Themen aufmerksam, die in den Medien nicht genügend berücksichtigt wurden. Sie hat in ihrem Blog “Der blinde Fleck” eine TOP 10 der ignorierten Themen für 2013 veröffentlicht. Auf Platz 10: Die Polizei darf genehmigte Demonstration vor Ort nicht mehr einfach verbieten. Auf Platz 4: Au-Pair-Mädchen in Deutschland stehen nicht mehr unter Schutz und Kontrolle des Staates und wurden so Freiwild für unseriöse Agenturen.

3. Markus Franz weist im Hamburger Wahlbeobachter darauf hin, dass die bestehenden Wikipedia-Relevanzkriterien für nationale Politiker wegen der herausragenden Bedeutung der Online-Enzyklopädie als Informationsmedium im Wahlkampf überarbeitet werden müssen.

4. Mathias Schindler verweist auf silicon.de auf eine Studie des Code-Analyse-Spezialisten Black Duck Software, in der behauptet wird, dass von 1.000.000 untersuchten Open Source-Projekten 400.000 keine oder eine unklare Lizenz haben und darum nicht uneingeschränkt genutzt werden können.

5. Jens Best hat sich eine Ausgabe der BILD-Zeitung vorgenommen und einen herrlichen Verriss geschrieben. Er hat mir erzählt, dass dieser Artikel unter der enthemmenden Wirkung von Alkohol entstanden ist – eine erstaunliche Parallele zum ebenso erfolgreichen Artikel über das Englisch-Lernen mit Hilfe von TV-Serien von Sebastian Küpers.

real68ers Blogschau 2013/KW12

Wegen Krankheit eine verspätete Blogschau, dafür etwas fetter. Und mit Karotten.

  1. Max Planck, Lise Meitner, Werner Heisenberg, Max Born, Max von Laue, Otto Hahn, Pascual Jordan, Wolfgang Pauli, Wilhelm Walcher … jetzt kann man online Beiträge der Physik-Giganten nachlesen: Das Physik Journal vermeldet, dass alle Jahrgänge der “Physikalischen Blätter” ab dem ersten Heft von 1944 digitalisiert und in der Wiley Online Library verfügbar sind.
  2. Wikimedia und Bildung
    1. Der kanadische College-Dozent Simon Villeneuve schildert in einem Artikel im Global Blog der Wikimedia Foundation sehr anschaulich, wie mühselig aber lohnenswert die Erarbeitung eines Lehrplans unter Einbeziehung von Wikimedia-Projekten ist.
    2. Gleiches Thema: Reflexionen zu Wikipedia und Hochschule von Teilnehmenden des Hochschulprogramms an der Universität Bremen im Wintersemester 2012/2013.
  3. Mein geschätzter Wikimedia Deutschland-Präsidiums-Kollege Nikolas Becker erläutert in diesem lesenswerten Artikel, warum das nicht so einfach ist mit dem Freien Wissen.
  4. Mein geschätzter Wikimedia Deutschland-Präsidiums-Kollege Jens Best war einer der glücklichen Teilnehmer eines Treffens von Wikidata und Archäologen in der Bibliothek des Auswärtigen Amtes in Berlin und schickte von da einen interessanten Link:

  1. Golem meldet, dass Mozilla zusammen mit der MacArthur Foundation in den letzten zwei Jahren ein System von Lernabzeichen entwickelt hat, das jetzt als Open Badges 1.0 offiziell vorgestellt wurde. Das hatte ich mir schon immer für Intranets gewünscht, denn oft gibt es im Hause Spezialisten für ein dringendes Problem – aber keiner weiß das. Das führt dann zu solchen Mailbetreffs: “DRINGEND!!! Kann jemand Rumänisch und weiß etwas über JavaScript-Programmierung??? Bitte sofort melden!!!”.
Karotten. Foto von Jeremy Keith, Brighton & Hove, United Kingdom, CC-BY-2.0, http://creativecommons.org/licenses/by/2.0
Karotten. Foto von Jeremy Keith, Brighton & Hove, United Kingdom, CC-BY-2.0, http://creativecommons.org/licenses/by/2.0
  1. Jochen Mai schreibt in seinem sowieso sehr empfehlenswerten Blog “Karrierebibel” über Mitarbeitermotivation jenseits von Schinderei und der sprichwörtlichen Möhre vor der Nase.
  2. Oliver Sacks philosophiert in The New York Review of Books sehr unterhaltsam über Autoplagiarismus, George Harrison und was das mit dem Zwang zur Originalität eigentlich soll. (Danke an WiseWoman für den Tip.)
  3. Stefan Mey stellt im ZDF-Blog den Rostocker Informatikprofessor Clemens Cap vor, der einen radikalen Wandel von NPOV (Neutral Point of View) zu EPOV (Every Point of View) fordert. Zu einem Artikel sollen unterschiedliche Varianten möglich sein, die gleichberechtigt nebeneinander stünden. Außerdem sollen die Inhalte nicht nur von einem Anbieter (hier der Wikimedia Foundation) gehostet, sondern verteilt gelagert und dann bei Bedarf zusammengeführt werden. Zwei MediaWiki-Plugins sollen in Vorbereitung sein. Der Mann sollte zur Wikimania eingeladen werden!
  4. Vera Bunse lädt ein: … Kaffee bei mir? Und während Kater Hadji um ihre Beine streicht sagt sie Tschüss zur Wikipedia. Denn wenn man Schraubenschlüssel wichtiger findet als Stricknadeln, ist das eine Weltsicht. Aber kein Relevanzkriterium. So wird das nichts mit dem Frauenmangel unter den Wikipedia-Autoren.
  5. Zu guter Letzt: Mike Mika hat für seine sechsjährige Tochter Donkey Kong umprogrammiert: Jetzt kann sie als Pauline die Retterin von Mario sein. Dass das zu einer Gender-Diskussion führt zeigt, dass wir seit 1915 kaum voran gekommen sind.

real68ers Blogschau 2013/KW10

Eines der Wikimedia Commons-Bilder des Jahres 2012. Foto: NASA Goddard Space Flight Center, CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0), via Wikimedia Commons
Eines der Wikimedia Commons-Bilder des Jahres 2012.
Foto: NASA Goddard Space Flight Center,
CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0), via Wikimedia Commons

Wegen Krankheit nur eine kurze Blogschau und auch eigentlich nur vom Anfang der Woche.

real68ers Blogschau 2013/KW9