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Not Wikipeda compatible licenced info graphic about Wikipedia

The licence of this info graphic, provided bei www.website-monitoring.com, prevents the use of it on Wikipedia because it’s license „Creative Commons Attribution-NoDerivs 2.0 Generic (CC BY-ND 2.0)“ prohibits derivates. I can’t create a German version of it and share it. Too bad.

Wikipedia Facts & Figures
English Wikipedia Facts & Figures. Info graphik compiled by www.website-monitoring.com, CC BY-ND 2.0, http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/deed.en

P. S. The graphic uses the Wikipedia Logo „Puzzle Ball„. This is what the Wikimedia Foundation says about the use of it:

© & ™ All rights reserved, Wikimedia Foundation, Inc.

This image (or parts of it) is copyrighted by the Wikimedia Foundation. It is (or includes) one of the official logos or designs used by the Wikimedia Foundation or by one of its projects. Use of the Wikimedia logos and trademarks is subject to the Wikimedia trademark policy and visual identity guidelines, and may require permission.

IMHO the puzzle ball needs to have a ® right next to it. But what do I know.

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Jetzt verstehe ich, warum manche neuen Wikipedia-Artikel gelöscht werden

Geld. Foto von Takkk, CC-BY-SA-3.0, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons
Geld. Foto von Takkk, CC-BY-SA-3.0, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

Der Wikipedia-Artikel über die Altenaer Wohnungsbaugesellschaft wurde in deren Auftrag von einem Journalisten angelegt. Anhand der Versionshistorie des Artikels wird eines der Probleme mit bezahlten Autoren offenbar: Der Text-Beitrag des Journalisten musste nachträglich von Freiwilligen mit großem Aufwand in einen Enzyklopädie-Artikel umgewandelt werden.

Die Wikipedia-Freiwilligen stehen in solchen Fällen vor der Entscheidung, den aus „PR-Geschwurbel“ bestehenden Artikel einfach zu löschen, oder Arbeit in ein Thema hineinzustecken, das von zahlenden Interessenten vorgegeben wird.

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Wie sich einen Troll entpuppte

Vor Jahren hielt ich den Wikipedia-Benutzer Fossa für einen Mephisto. Für einen Geist, der stets verneint und damit die Sache voranbringt. Leider sind diese Zeiten vorbei und Fossa ist nur noch ein charakterloser Troll. Sehr schade.

Höhlentroll. Foto von Kevin Dooley [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons
Höhlentroll. Foto von Kevin Dooley, CC-BY-2.0, http://creativecommons.org/licenses/by/2.0, via Wikimedia Commons
Das wurde mir klar, nachdem ich kurz hintereinander diese Kommentare lesen musste.

Am 5. Februar 2013 schrieb Ziko van Dijk eine ausführliche Entgegnung auf einen Brief des Boards der Wikimedia Foundation. Darin geht es um die zukünftige Struktur der Wikimedia-Bewegung. Ziko unterschrieb:

Ziko van Dijk

Deputy Chairman of the WCA Council
Wikipedia editor since 2003
Ziko (talk) 16:31, 5 February 2013 (UTC)

übersetzt:

Ziko van Dijk

Stellvertretender Geschäftsführer des Rates der Wikimedia Chapters Association
Wikipedia-Autor seit 2003

Als Kommentar darauf schrieb Fossa:

I’m impressed, you are an editor since 2003. Great credentials. Fossa (talk) 20:01, 5 February 2013 (UTC)

übersetzt

Ich bin beeindruckt, Du bist Autor seit 2003. Großartige Referenzen.

Mit diesen sarkastischen, unsachlichen, nicht zur Diskussion beitragenden Sätzen unterstellt Fossa Ziko, dass er sich mit seinen Wikipedia-Meriten brüsten würde und unterstellt weiterhin, dass langjährige Teilhabe an der Wikimedia-Bewegung kein Indiz für Sachkompetenz seien.

Am 14. Februar 2013 wurde im Wikipedia:Kurier ein Beitrag zum einem von Arne Klempert programmierten Tool veröffentlicht, mit dem Unternehmen Wikipedia-Artikel besser einschätzen lernen können. Auf der Diskussionsseite merkt Fossa an:

Ist doch egal, solange es Arne Klempert, dem „Wikipedia-Urgestein“ mit diesen 50 Artikel-Edits in den letzten 6 Jahren was nützt. fossa net ?! 21:52, 14. Feb. 2013 (CET)

Mit der Tatsache von sehr wenigen Änderungen in der Wikipedia in den letzten Jahren will Fossa Arne Klempert, dem ersten Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland, jede Kompetenz im Wikimedia-Umfeld absprechen.

Während Fossa Ziko damit herabwürdigen will, dass dieser sich angeblich mit seinen Wikipedia-Meriten brüste, versucht er Arne Klempert mit dessen vorgeblich mangelnden Meriten herabzuwürdigen.

Ich weiß, dass ich mit diesem Beitrag der Regel „Trolle nicht füttern“ zuwiderhandle. Aber ich musste meinen Frust loswerden.

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Putzerjob in der Wikipedia

Ich schreibe schon seit einer Weile nur noch selten Artikel in der Wikipedia. Damit bin ich im eigentlichen Sinne kein Autor mehr. Trotzdem halte ich meinen Beitrag für wichtig: Ich putze Artikel.

Wikipedia Screenshot, Foto: von Mpande, CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons
Wikipedia Screenshot, Foto: von Mpande, CC-BY-SA-3.0, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

Mein Einstieg ist das Tool CheckWikipedia, das Artikel mit automatisch zu erkennenden Fehlern auflistet. Zum Beispiel Abschnitte ohne Inhalt, Anzahl öffnender eckiger Klammern nicht korrekt, Anzahl schließender eckiger Klammern nicht korrekt, Überschrift allein stehend, Überschrift doppelt, Überschrift großgeschrieben, Überschrift in HTML-Tags,  Überschrift mit Doppelpunkt und so weiter.

Nach meiner Erfahrung weisen Artikel mit so einfach zu findenden Fehler weitere Fehler auf. Damit sind natürlich nicht inhaltliche Fehler gemeint, sondern Formfehler, wie zum Beispiel :

  • übermäßige Verlinkung von Wörtern (das so genannte „Bläuen“)
  • Wortwahl und Floskeln
  •  Fett-Formatierung statt Abschnittsüberschriften
  • Abkürzungen

Solche Fehler zu finden unterstützt das Tool wikilint, dass den Quelltext eines angegebenen Artikels durchsucht und Fundstellen farbig markiert.

Eine weitere Aufgabe ist die Überprüfung von Weblinks. Zum einen sind viele Links nicht beschrieben. Wenn die Links eines Tages nicht mehr funktionieren sollten, ist es dann schwer, die Inhalte dahinter im Web wiederzufinden. Vieles ist nicht unwiederbringlich verloren, sondern kann unter einer anderen URL oder bei http://www.archive.org wieder gefunden werden. Zum anderen gilt es zu überprüfen, ob alle Links einer Seite noch funktionieren; aber dafür gibt es das Tool CheckLinks.

Nachdenken ist mein Beruf. Artikelputzen ist für mich reine Entspannung. Ich setze mich abends vor den Rechner, schalte nur die erforderlichen Gehirnregionen ein und scanne nach Formalien. Und schreibe in die Zusammenfassung stolz und knapp: „Formalia“.

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Bezahlte Wikipedia-Autoren drängen aus der Grauzone

Markus Franz, Sucomo spricht auf dem ConventionCamp 2012 in Hannover über die Zukunft der Wikipedia. Foto von Franz Betz, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC-BY-SA-3.0</a>, via Wikimedia Commons
Markus Franz, Sucomo spricht auf dem ConventionCamp 2012 in Hannover über die Zukunft der Wikipedia. Foto von Franz Betz, CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

Bei den netzpiloten hat Markus Martin Franz von Sucomo am 3. Januar 2013 einen (bezahlten) Beitrag zu Werbung und bezahltem Editieren in der Wikipedia geschrieben, der mit der Vorhersage schließt, dass sich in 2013 „entscheiden [wird], wie die Wikipedia mittelfristig mit bezahlten Autoren umgeht – und ob sich freies Wissen damit auch im kommerziellen Umfeld durchsetzen kann“.

Die Jenaer Sucomo OHG bietet an, gegen Entgeld Wikipedia-Artikel zu bearbeiten. Bezahltes Editieren ist ein heißes Eisen in den Wikipedia-Communities — es gilt als verpönt. Trotzdem existiert es. Nun soll es aus der Grauzone geholt werden. Dazu will auch Dirk Franke mit seinem ProjektGrenzen der Bezahlung“ beitragen.

Schon am 27. November 2012 hatte Markus Franz auf dem ConventionCamp2012 zum Thema „Einsteigen oder Untergehen – Wikipedia im Jahr 2015“ gesprochen.

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Gefakte Wikipedia-Artikel können schon mal acht Jahre alt sein

… und Web.de berichtet erfreulich unaufgeregt darüber.

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Schöner taz-Artikel zur Wikipedia: Nicht perfekt, doch besser als alles vorherige.

Dietmar Barz fasst in der taz den Stand der Dinge zusammen, wagt den Vergleich mit dem Roten Kreuz und orakelt über die Wikipedia als Weltkulturerbe:
http://www.taz.de/Online-Enzyklopaedie-Wikipedia/!108078/

Liste von #Wikipedia und #Wikimedia Merchandizing Shops

Warum ich gegen den Wikipedia-Filter bin

Ich kann die Argumente zu Gunsten der geplanten Inhaltsfilter der Wikimedia Foundation, wie sie zum Beispiel Attila Albert vorbringt, nicht vom der Hand weisen.

Doch ich reduziere mal den Filtermechanismus auf zwei Bestandteile: Zum Einen eine Markierung an Inhalten (Bilder, Texte, Videos etc.) und zum Anderen eine Software, die an Hand der Markierungen die Anzeige die Inhalte im Browser verhindert.

Die Markierung heiße ich als zusätzliche Information zum Inhalt willkommen! (Aha, dieses Bild galt 2011 in Deutschland als Jugendgefährdend. Bitte zeige mir nur Inhalte, die vom Heiligen Stuhl 1543 als gotteslästerlich eingestuft wurden.)

Die Software zur Nichtanzeige auf den Wikimedia-Servern zu installieren, erachte ich jedoch als gefährlich für Freies Wissen. Wenn die Technik einmal installiert ist, könnte die Foundation da nicht von einem US-amerikanischen Gericht gezwungen werden, die versprochene Funktionalität zu garantieren? Werden bestimmte Inhalte gar nicht mehr hochgeladen, weil sie sowieso gefiltert werden und gehen so der Nachwelt verloren? Wie groß ist der Schritt vom Filtern zum Löschen?

Wer die Filter-Funktion haben möchte, soll eine Browser-Erweiterung verwenden. (Es fällt mir schwer, in diesem Zusammenhang von einer „Erweiterung“ zu schreiben.) Oder er soll einen Proxy einsetzen.

Ich kann auch nicht darüber hinweg sehen, dass die Foundation für Freies Wissen gespendetes Geld für die Entwicklung von Filtersoftware ausgibt. Für die Markierung der Inhalte muss man gar kein Geld ausgeben. Die Technologie ist bereits vorhanden.

P.S. Ich würde ja schleunigst eine Markierung „Irrelevant“ einführen. Damit können sich Exklusionisten eine lupenreine Wikipedia anzeigen lassen, während außerhalb deren Fokus das Wissen der Welt gesammelt wird.

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Kätzchen, Spinnen, Folter und Scheren im Kopf der Wikipedia

Durch eine Umfrage unter Wikipedia-Autoren habe ich erfahren, dass die Foundation vorhat, eine Filterarchitektur auf den Wikipedia-Servern zu installieren. Dazu sollen Medien mit  Schlagworten versehen werden. Anhand der Schlagworte soll jeder Leser einstellen können, welche Medien ihm angezeigt werden.

Alice Wiegand schreibt dazu unter der Überschrift „Wer entscheidet, was ich sehe“ in Ihrem Blog:

Es ist vermessen, zu glauben, die Wikipedia, die möglichst viele Bilder liefert, sei die, die auch das meiste Wissen vermittelt.

Da bin ich anderer Meinung. Je mehr Bilder zu unterschiedlichen Themen existieren, um so mehr Wissen kann vermittelt werden.

Theo Furball
Theo Furball von JMacPherson (Flickr: Theo_furball) CC-BY-2.0 ( http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/ ), via Wikimedia Commons

Natürlich könnte man die Wikipdia mit Abermillionen Variationen eines Motivs füllen, zum Beispiel mit Katzenfotos. Der Wissensgewinn ginge gegen Null. In der Wikipedia passiert das aber nicht. Es sammeln sich große Mengen von Medien zu allen möglichen Themen an und die Ausschussquote ist relativ gering.

Weiter schreibt Alice:

Und es ist ebenso vermessen, seine eigenen Vorstellungen von dem Verhältnis zwischen Tiefe und Weite von Freiem Wissen auf alle anderen Kulturräume übertragen zu wollen.

Jemand mit Angst vor Spinnen wird unter der Abbildung einer fetten haarigen Spinne im Wikipedia-Artikel über Arachnophobie leiden und so gehindert sein, Informationen aus dem Artikel zu gewinnen, während andere es als Illustration ansehen, die ein Mehr an Wissensgewinn bietet.

Wer entscheidet, für wen die Darstellung von Folter auf einem Gemälde von Hieronymus Bosch als Illustration nicht geeignet ist?

Wie verschlagworte ich das Bild einer Giraffenhalsfrau? Nach meinem Empfinden ist es bizarr und erschreckend. Genau wie die großen Scheiben im Ohrläppchen, die in Berlin-Friedrichshain grassieren. Das geht vielleicht noch anderen so. Aber wer teilt meine Abscheu vor baumelnden Diddl-Mäusen an Damen-Rucksäcken? Ich will einen Filter, damit ich sowas nicht mehr sehen muss!

Es gibt keine einfach Lösung für das komplexe Zusammenspiel von Tradition, Erziehung, Religion, lebendigem Selbstverständnis und Zeitgeist in verschiedenen geografischen Regionen, aus dem das Regelwerk der Tabus entsteht.

Meine Wikipedia soll der Ort sein, an dem alles Wissen der Welt einen Platz hat.

Ja, Leser sollten die Möglichkeit haben, Bilder nicht sehen zu müssen, die sie nicht sehen wollen. Es steht ihnen frei, ihre Browser um Filter zu erweitern.

Aber entschiedenen NEIN zur Installation von Filtern auf den Servern der Wikipedia. Für die Freies Wissen. Gegen Scheren im Kopf.