Kommt meinem Führungsideal sehr nahe: Transformationale Führung

Bundesarchiv, Bild 183-76922-0001 / Siegert / CC-BY-SA [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons
Bundesarchiv, Bild 183-76922-0001 / Siegert / CC-BY-SA [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons
Ich stolperte gestern über den Begriff Transformationale Führung, las den Wikipedia-Artikel dazu und kann die Beschäftigung damit sehr empfehlen.

Im Grund geht es darum, dass sich die Führungskraft

  • Respekt
  • Vertrauen
  • Loyalität
  • Bewunderung

durch

  • klare Werte
  • klare Ideale
  • eindeutige Absichten
  • sichtbare Fähigkeiten
  • Story Tellung
  • Peer Review

erarbeitet und festigt.

Kleine Statistik zur Einkommensgerechtigkeit in Deutschland

Auf der Website des Statistischen Bundesamtes Deutschlands bin ich auf die Zahlen zu Einkommen, Einnahmen und Ausgaben privater Haushalte nach dem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen 2011 gestoßen.

Einkommen, Einnahmen und Ausgaben privater Haushalte nach dem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen 2011. © Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2014
Einkommen, Einnahmen und Ausgaben privater Haushalte nach dem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen 2011. © Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2014

Aus der Zeile “Hochgerechnete Haushalte (1 000)” entnehme ich die Anzahl der Haushalte für die in den Spalten angegeben Einkommensgruppen. Das ergibt folgendes Bild:

Haushalte nach Nettoeinkommen im Monat. CC-BY-SA-3.0 Sebastian Wallroth
Haushalte nach Nettoeinkommen im Monat. CC-BY-SA-3.0 Sebastian Wallroth

Die beiden Gruppen mit den niedrigsten Einkommen stellen über die Hälfte der Haushalte.

Der Zeile “Haushaltsnettoeinkommen” entnehme ich nun das durchschnittliche Einkommen für die Einkommensgruppen. Das multipliziere ich mit den Anzahlen der Haushalte. Somit ergibt sich folgendes interessante Bild.

Haushalte nach Nettoeinkommen im Monat - Anteil am Gesamteinkommen. CC-BY-SA-3.0 Sebastian Wallroth
Haushalte nach Nettoeinkommen im Monat – Anteil am Gesamteinkommen. CC-BY-SA-3.0 Sebastian Wallroth

Im deutlichen Gegensatz zur ersten Grafik stellen hier die Gruppen mit den höchsten Einkommen die Mehrheit der Haushalte.

Nicht nur, dass die Anzahl der Haushalte mit höheren Einkommen niedriger ist als die der Haushalte mit niedrigen Einkommen. Die Haushalte mit höheren Einkommen nehmen auch noch einen erheblich höheren Anteil am Gesamteinkommen ein.

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Sue Gardner: Der Kampf für ein freies, offenes Internet und wie wir ihn verlieren

Sue Gardner. Foto: Victoria Will for the Wikimedia Foundation. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">CC-BY-SA-3.0</a>
Sue Gardner. Foto: Victoria Will for the Wikimedia Foundation. CC-BY-SA-3.0

Die scheidende Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation Sue Gardner hat auf der 2013 MIT-Knight Civic Media Conference in Boston einen bemerkenswerten Vortrag gehalten, den sie in ihrem Blog unter dem Titel “Der Kampf für ein freies und offenes Internet und wie wir ihn verlieren” veröffentlicht hat. Hier eine Zusammenfassung.

Die Wikipedia ist die fünftgrößte Website der Welt mit einer halben Milliarde Leser jeden Monat. Sie ist eine enorme Erfolgsgeschichte, die von vielen als leuchtendes Beispiel für alles genommen wird, was gut am Internet ist. Aber sie steht völlig allein da. Wikipedia ist nicht die Regel; Wikipedia ist die Ausnahme von der Regel, die die Regel bestätigt.

Die Wikipedia wird nicht betrieben, um Geld zu verdienen. Genau wie es in jeder Stadt öffentliche Parks, Leihbüchereien und Schulen gibt, sollte es so etwas auch im Internet geben. Aber Wikipedia ist

  • die einzige mit Spenden betriebene Seite in den Top 50
  • die einzige gemeinnützige Site in den Top 25

Der durchschnittliche Internetbenutzer verbringt praktisch seine gesamte Zeit im Internet auf profitorientierten Websites. Das Internet wird immer mehr zu einem Ort, der von privaten Firmen kontrolliert wird. Es muss ständig Dinge verkaufen. Es tut was immer es will mit jedermanns privaten Daten. Und es kontrolliert sich selbst – fast immer zu Nachteil der Benutzer. Es ist den Interessen seiner Anteilseigner verpflichtet – nicht dem öffentlichen Wohl.

Ein Beispiel: Zensur in Großbritannen.

Ein Zusammenschluss von Internetdiensteanbietern in UK namens “Internet Watch Foundation” identifizierte 2008 das in der Wikipedia dargestelltes Cover der Platte “Virgin Killer” der Scorpions von 1976 als Kinderpornografie. Auf dem Cover sitzt ein junges, nacktes Mädchen im Spagat; sein Geschlechtsteil ist durch einen sternförmigen Sprung in einer Glassscheibe verdeckt. Mit dem Versuch, das Anzeigen des Covers in UK zu blockieren wurde auch verhindert, dass irgendjemand in UK Wikipedia editieren konnte. Es kam zu einem gewaltigen Aufschrei. Nach einige Tagen musste die Blockierung rückgängig gemacht werden. Jedoch:

  • Die Internet Watch Foundation stellte nach der Rücknahme der Blockierung klar, dass sie einfach keine Chance gegen die PR der fünftgrößten Website der Welt hat. Jede andere Website würde weiter blockiert werden.
  • Wichtiger und unsichtbarer passiert folgendes: Amazon nahm das strittige Cover aus seinem Katalog und zeigt eine alternative Version an. Amazon hat nicht die Wikimedia Foundation angerufen, um sich wegen der Klage zu erkundigen oder Hilfe anzubieten. Amazon hat einfach das Album aus seinem Angebot genommen. Nicht nur in UK, sondern in der ganzen Welt.

Nichts gegen Amazon. Amazon hat die Verfügbarkeit von Waren im Internet drastisch vereinfacht und damit neue Möglichkeiten auf für die Erlangung von Wissen eröffnet.

Auch wahr ist aber: Es ist nicht Amazons Aufgabe, das öffentliche Internet zu schützen – seine Aufgabe ist es, die Interessen von Amazon zu vertreten.

Kauft neue, neuerere, neuerererere Fernseher!

2003 wurde das analoge Fernsehen abgeschaltet, 2013 steht der Nachfolger DVB-T vor dem aus. Dessen Nachfolger DVB-T2 kann mit alten Geräten nicht empfangen werden. Bis 2015 sollte UKW abgeschaltet werden.

Jede dieser Umstellungen erzwang den Neukauf von Empfangsgeräten.

Liebe Elektronikindustrie, reichen Dir die natürlichen Konsumanreize durch geplante Obsoleszenz und Innovationen wie CD, DVD, Flachbildfernseher und internetfähige Fernseher nicht aus? Wird hier Dein Einfluss auf die Politik nicht zu offensichtlich?

Erfinde wenigstens voll recyclingfähige oder Mehrweg-Fernseher.

Oder mach nur weiter so, dass beschleunigt letztendlich nur Das Ende des Fernsehens.

Neue Zebrastreifen in Berlin 2010: 14, 2011: 42. Durchschnittskosten 30.330 € (12.700 € bis 76.600 €)

 Berühmter Zebrastreifen aus Marmor an der Ziegelstrasse in Sindelfingen. Foto: Wiki der Wikinger, CC-BY-SA-3.0
Berühmter Zebrastreifen aus Marmor an der Ziegelstrasse in Sindelfingen. Foto: Wiki der Wikinger, CC-BY-SA-3.0

Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Berlin Abgeordneten  Jürn Jakob Schultze-Berndt (CDU) hervor.

Ich hatte keine Vorstellung davon, wie viel sowas kostet. Aber es geht natürlich  nicht nur um die Zebrastreifen, sondern auch um die Schilder, Planungskosten usw.

Liste von Dienstleistern für die Validierung postalischer Adressen

Immer mal wieder kommt das Thema auf, dass man schon bei der Eingabe der Postadresse durch den Kunden die formale und inhaltliche Richtigkeit der Angaben prüfen sollte. Oder es sollten regelmäßig die Adressdatenbestände gepflegt werden. Und tatsächlich gibt es Dienstleister in Deutschland, die das anbieten.

Die Wörter “man” und “sollte” im ersten Satz waren mir immer ein sicherer Indikator dafür, dass die Projekte nie über ein Anfangsstadium hinauskommen werden. Und so war es dann auch.

Damit die Liebensmüh nicht vergebens ist, hier die drei aussichtsreichsten Kanditaten. Alle bieten ihre Dienste für weltweite A

AddressDoctor
mit Webformular, Web Services und Softwarebibliothek
Adress Research – eine Marke der Deutschen Post Adress GmbH & Co. KG
Prüfung auf Zustellbarkeit, Umzüge, Verstorbene
Uniserv
postalische Adressvalidierung; auch Bankdaten-Check

Ein StartUp ist keine kleinere Version einer großen Firma

Der US-amerikanische Serial Entrepreneur und Dozent für Unternehmertum Steve Blank schreibt am 14. Januar 2010 in seinem Blog über die Umwandlungsphasen von einem skalierbaren StartUp zu einer großen Firma.

Blank verweist auf die vor 500 Jahren in Europa verbreitete Ansicht, dass ein Kind eine kleine Ausgabe eines Erwachsenen sei. Und genau so, wie diese Ansicht verworfen wurde, verwirft er auch die Anwendung von Business-Regeln für große Firmen auf StartUps. Eine Firma durchläuft von ihrem Weg aus der Garage hin zu Google drei getrennte Entwicklungsstadien.

1. Stadium: Das wachstumsfähige StartUp

Das wachstumsfähige (skalierbare) StartUp wird mit dem Vorsatz gegründet zu wachsen. Die Gründer glauben eine große Idee zu haben, aus der sie durch das Aufbrechen von Märkten, die Übernahme von Kunden oder die Schaffung neuer Märkte ein Multimillionen-Dollar-Geschäft machen könnten. Erfahrene Gründer wissen, dass ein StartUp sich in vielen Punkten von einer großen Firma unterscheidet: in den Zielen, den Messmethoden, den Angestellten und der Firmenkultur. Nur sehr wenige Fähigkeiten, Prozesse, Leute oder Strategien, die in kleinen Firmen funktionierten, sind in großen Firmen erfolgreich – und umgekehrt.

Daraus folgt

a) StartUps brauchen andere Managementprinzipien, Leute und Strategien als große, etablierte Unternehmen.
b) Jeder Ratschlag, der für große, etablierte Firmen gilt, ist für das Wachsen und Managen eines StartUps irrelevant, Verwirrung stiftend und potenziell tödlich.

Der Weg

Wenn man den CEO eines StartUps bäte, in einem Diagramm darzustellen, wie sein StartUp zu einer großen Firma wird, erhielte man wahrscheinlich eine einfache Linie von “hier sind wir” zu “dort wollen wir hin”.

Skalierbares StartUp zu Grosser Firma

In diesem vereinfachenden Modell steckten alle Aktivitäten eines StartUps wie Kundenentwicklung, agile Entwicklung, Geschäftsmodell, Teamaufbau usw. in der linken Box. Und an dem Tag, an dem das StartUp im Markt angekommen wäre, würden alle diese Tätigkeiten abrupt eingestellt und aus dem StartUp wurde in einem Wimpernschlag eine große Firma mit völlig neuen Fähigkeiten, Geschäftsmodellen usw.

Uns ist schon klar, dass es so nicht funktioniert, also: Wo ist der Prozess, der aus einem StartUp eine große Firma macht?

2. Stadium: Metamorphose – die Umwandlung

Die Erfahrung zeigt, dass das skalierbare StartUp auf dem Weg zur großen Firma ein klar definiertes und ein äußerst chaotisches Stadium der Metamorphose durchmacht.

Und wieder bleiben der wachsenden Firma während der Umwandlung nur sehr wenige Fähigkeiten, Personen, Prozesse und Strategien erhalten.

Skalierbar zu Umwandlung zu Firma mit Text

Die Übergangsphase vom StartUp zur großen Firma ist eine eigene organisatorische Einheit.

Das ist das “Sie haben die Gründer gefeuert und die freien Getränke gestrichen”-Stadium.

Zusammenfassung

Skalierbares StartUp zu Grosser Firma

Jedes Stadium ist eine vollständig eigene Geschäftseinheit mit verschiedenen Managementtechniken. In den nächsten Beiträgen will Steve Blank ausführen. wie sie sich unterscheiden in

  • Management
  • Kultur
  • Sales
  • Marketing
  • Strategie

Ich bin gespannt.

Liste der 14 größten Eigenmarken der Quelle GmbH 2009

Casamaxx
Möbel für Wohn-, Schlaf- und Essbereich (seit 2006)
Explorer
Freizeitmode (seit 1960)
Küchen Quelle
Küchenhandel (seit 1979)
Meister Anker
Armbanduhren, Wanduhren, Wecker, Wetterstationen (seit 1968)
Maria Bellesi
Damenmode (seit 1993)
Mars
Fahrräder, Sportbekleidung, Sportgeräte (seit 1959)
Privileg
Haushaltsgeräte (seit 1964)
Revue
Kameras, Filme, Ferngläser, Teleskope (seit 1962)
Simone
Damen-Tagwäsche, Damen-Nachtwäsche, Miederwaren, Homewear, Strümpfe (seit 1993)
Umberto Rosetti
Herrenmode, Herrenwäsche (seit 1993)
Uniropa
Gartenwerkzeug, Gartengeräte (seit 1958)
Universum
Unterhaltungselektronik (seit 1960)
Y.o.u
Mode und Accessoires für Damen und Herren zwischen 16 und 40 Jahren (seit 1988)
Webschatz
Heimtextilien, Bettwäsche (seit 1964)

Quelle: quelle.de