Zweiter Tag der #WikiCON15 2015 in Dresden

Birgit Müller (WMDE). Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0
Birgit Müller (WMDE). Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0

Pünktlich halb zehn geht es los: Birgit Müller, Projektmanagerin in der Softwareentwicklung von Wikimedia Deutschland stellt das “Projekt Technische Wünsche” vor.  Hauptthema des Projektes war die Kommunikation über und die Darstellung der Softwareentwicklungsprozesse. Die Ideen und Wünsche der Wikipedianer wurden mit Umfragen eingeholt. Das war eine sehr ertragreiche Methode: es kamen mehr als 200 Einträge zusammen. Der Input muss jedoch von erfahrenen Wikipedianern und Projektmanagern moderiert werden, damit alle Seiten die Problemstellungen verstehen. Workshops ermöglichen dann tiefer gehende Diskussionen.

Zum Abschluss ihres Vortrags gab Birgit eine interessante Zusammenfassung von Erkenntnissen, u.a.:

  • Wikipedia ist ein kollaboratives Projekt – Austausch und transparente Prozesse ermöglichen erst eine Zusammenarbeit
  • das Projektmanagement muss (Un)Möglichkeiten in der Softwareentwicklung verständlich kommunizieren
  • Wikipedia ist ein Hobby – die Mitarbeit im Projekt sollte Spaß machen

Wir, die hauptamtlichen Mitarbeiter von Wikimedia Deutschland denken vielleicht zu wenig darüber nach, dass die Wikipedia für die Freiwilligen ein Hobby ist, das Spaß machen sollte. – Birgit Müller (WMDE)

Danach sitze ich ein wenig im Schatten von Sonnenschirmen im Vorhof des Museums und führe entspannte, angeregte und aufgeregte Gespräche.

Konzentration. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0
Konzentration. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0

Halb elf fragen Austriantraveler und Regiomontanus, wie es nach dem erfolgreichen Projekt Denkmallisten in Österreich weiter gehen soll. Am Anfang des Projekts stand die Frage: Wie wird man mit gigantischen Denkmallisten fertig? Antwort: Indem man gleich richtig anfängt. Aus dieser Überlegung entstand das Projekt Österreichische Denkmallisten. Zu Beginn des Denkmallisten-Projekts gab es teilweise nur Papier; meist aber “echte”, durchsuchbare PDFs, aus denen man Text kopieren kann; bei 37.000 unbeweglichen Denkmälern in rund 2.400 Gemeindelisten ist das trotzdem viel Arbeit. Das weitaus bekanntere Projekt Wiki Loves Monuments und das Denkmallisten-Projekt haben eine Schnittmenge; das Denkmallisten-Projekt ist jedoch für die Wikipedia wohl das wichtigere. Das österreichische Bundesdenkmalamt stellte 2011 erstmals maschinenlesbare Denkmallisten mit eindeutiger ID zur Verfügung. Im Projekt “lieferten” die Freiwilligen:

  • Fehlerkorrekturen,
  • Aktualisierungen,
  • kompletter Vor-Ort-Besuch aller Objekte,
  • Koordinaten aller Objekte (früher wurde nur das Grundstück angegeben, auf dem das Denkmal zu finden war),
  • textuelle Kurzbeschreibung der Objekte (nicht Begründung des Denkmalwerts; die muss vom Denkmalamt kommen)

Die Schwierigkeit mit dem öffentlichkeitswirksamen Wiki Loves Monuments ist, dass dort bevorzugt beliebte, leicht zugängliche Denkmäler fotografiert werden. 3.700 Fotos der Wiener Hofburg (ohne Museen) stehen 2.900 Denkmäler ohne Foto gegenüber.  Es ist ziemlich klar, dass die letzten 10% der Denkmallisteneinträge nicht mehr mit Hilfe von über Wiki Loves Monuments herein kommenden Fotos bebildert werden.

Hauptfazit des österreichischen Denkmallisten-Projektes: Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt ist das Um und Auf.

Ich spreche die Referenten darauf an, ob sie nicht in sieben Wochen nach Schwerin zu WikiDACH kommen wollen, um mit ihren Erfolgen die dortigen Denkmalbehörden zu beeindrucken. Sie scheinen nicht abgeneigt.

Ich haste zur nächsten Session. Im großen Saal behaupten Gereon K., Renate, Martin Rulsch, Marcus Cyron und Veronika Krämer, “nach der Wikimania ist vor der Wikimania“. Gereon erzählt von dem Vortrag auf der Wikimania 2015 in Mexiko-Stadt, der ihn am meisten beeinflusst hat. Der Vortrag “Ebola Translations: How We Did it & How to Get Involved” handelte davon, dass eine internationale Organisation ein milliardenschweres Informationsprogramm für afrikanische Länder gestartet hatte, die von Ebola betroffen waren. Bei einer Evaluation stellte die Organisation fest, dass sich 80% der Menschen vor Ort nicht bei ihrem Informationsprogramm, sondern in der Wikipedia über Ebola informierten. Daraufhin wandten sie sich an Wikimedia, um ein gemeinsames Projekt anzustoßen. Die Herausforderung war, dass in den betroffenen Ländern viele Einwohner die jeweiligen Kolonialsprachen Französisch oder Englisch gar nicht verstanden. Mit Hilfe von Translators without Borders wurden die betreffenden Artikel in 110 lokale Sprachen übersetzt. Am meisten war Gereon K. von dem Vorzeichenwechsel beeindruckt: Organisationen mit Weltbedeutung kommen inzwischen auf die Wikipedia-Community zu.

Drei Wikipedianerinnen. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0
Drei Wikipedianerinnen. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0

Danach erzählten Martin Rulsch über den Stipendienprozess und Marcus Cyron über Änderungen, die das Programmkomitee für die kommende Wikimania bei der Planung des Programms vornehmen will. Unter anderem mit Hilfe von anonymen Einreichungen von Vorträgen soll der Fokus auf den Austausch der Autoren gerichtet werden. Der Anteil der Beiträge von Funktionären und Angestellten der Wikimedia-Bewegung soll angemessen reduziert werden.

Mittagspause. Es gibt Kartoffelsuppe mit Würstchen und Kartoffelsuppe ohne Würstchen. Ich mache mit Renate einen Abstecher zum Dresdner Altmarkt. Es gibt Penna Arrabiata. Wir unterhalten uns über dies und das. Zum Beispiel über einen Workshop für Wikipedianer, die auf der Wikimania 2016 einen Vortrag halten möchten. Auf dem Workshop könnte man gemeinsam mit anderen die Idee zu dem Vortrag ausarbeiten und die Session vorbereiten.  Zurück im Hygienemuseum entdecke ich, dass es nicht nur Filterkaffee aus der Pumpkanne, sondern auch richtigen Kaffee aus dem WMF-Automaten gibt. Ich unterhalte mich prächtig mit wechselnden Gesprächspartnern über dies und das. Zum Beispiel die persönliche Angefasstheit, wenn eine eigene Bearbeitung in der Wikipedia von jemandem zurückgesetzt wird.

Lukas. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0
Lukas. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0

In der nächsten von mir besuchten Session spricht Lukas Mezger über fehlende Strukturen für Opfer von Schmutzkampagnen, rechtlichen Auseinandersetzungen und Stalking im Wikipedia-Umfeld. Zunächst gibt er eine Übersicht über Konflikte innerhalb und außerhalb der Wikipedia. Als gut in der Wikipedia nannte er:

  • Es gibt Regeln.
  • Es gibt Prozesse.
  • Es gibt ein Ende, indem man einfach den Browser zumacht.

Aber manche Konflikte verlassen die Wikipedia.

  • Es gibt Schmutzkampagnen, die auf Konflikten innerhalb der Wikipedia beruhen und außerhalb ausgetragen werden, zum Beispiel in so genannten Hass-Blogs.
  • Es gibt juristische Auseinandersetzungen.
  • Es gibt das Nachstellen (das ist das deutsche Wort für Stalking).

Innerhalb der Wikipedia gibt es strenge Regeln. Zum Beispiel ist es in Diskussionen in der Wikipedia verboten, mit rechtlichen Konsequenzen zu drohen. So etwas kann zu einer Sperrung des Accounts führen. Was ist aber, wenn die Konflikte die Wikipedia verlassen? Lukas nennt Ratschläge:

  1. Ruhe bewahren.
  2. Einen Vertrauten hinzuziehen.
  3. Bei Stalking:
    1. Polizei anrufen. 112.
    2. Wenn man sich nicht traut oder die Polizei nicht angemessen reagiert: An das Community Advocacy Team der Wikimedia Foundation wenden. Die rufen sogar für Dich die Polizei an.
  4. Bei rechtlichen Auseinandersetzungen:
    1. Anwalt einschalten. Immer.
    2. Aber besonders, wenn Fristen gesetzt werden.
  5. Bei Schmutzkampagnen:
    1. Don’t feed the troll.
    2. Community Advocacy Team der Wikimedia Foundation einschalten.

Lukas weist darauf hin, dass es keine Anlaufstelle von Opfern von Konflikten gibt, die die Wikipedia verlassen. In der englischsprachigen Community gibt es bereits Diskussionen dazu.

In der nachfolgenden Diskussion wird angesprochen:

  • Was ist mit falschen Anschuldigungen? Lukas meint, dass ein Zuviel an Solidarität derzeit nicht unser Problem sei.
  • Wieso brauchen wir noch eine Anlaufstelle? Reichen die bestehenden nicht aus?
  • Was ist mit dem Schaden, der realen Personen durch Einträge in der Wikipedia entsteht?

Es folgt ein kurzer Zwischenstopp in der Lounge, wo ich wieder interessante Gespräche führe. Zum Beispiel über die längste Denkmalliste in der deutschsprachigen Wikipedia (angeblich Berlin-Mitte).

Entspannte Atmosphäre. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0
Entspannte Atmosphäre. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0

In der folgenden Session stellen der Wikimedia Deutschland-Vorstand Christian Rickerts und der Wikimedia Deutschland-Präsidiumsvorsitzende Tim Moritz Hector in entspannter Atmosphäre kurz den Jahresplanungsprozess von Wikimedia Deutschland für 2016 vor. Die Partizipation der Mitglieder sollte besonders hoch ausfallen und nach Einschätzung von Tim Moritz ist das auch gelungen. Wieder eingeführt wurden in Zahlen ausgedrückte Ziele. Die Zahl von durch Maßnahmen des Vereins neu hinzuzugewinnende 20.000 Wikipedia-Autoren-Accounts führte zu Diskussionen, die eine Verlängerung der Session erforderte. Wie schon in Mexiko-Stadt wurde von den Veranstaltern der Session das Interesse der Leute außerhalb ihrer Kreise unterschätzt.

Zum Abend gab es ein leckeres Büfett; allein das Zucchini-Gemüse fand wenig Anklang.

Eulenverleihung. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0
Eulenverleihung. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0

Bei der Abendveranstaltung werden verdienten Wikipedianern Eulen verliehen. Bravo!

#Wikimania 2015 // Rechtliche Aspekte: Ein Schlachtgemälde

Mexiko-Stadt, 18. Juli 2015

In den Sessions “Kriegsberichte von WMF Legal: Verteidigung von Benutzern und Inhalten” und “Was bedeutet ‘frei’ bei Wikimedia?” erzählten Rechtsexperten der Wikimedia Foundation aus ihrem Arbeitsalltag.

In der erstgenannten Session wurden Beispiele genannt, womit sich die Rechtsabteilung der Wikimedia Foundation auseinanderzusetzen hat, und welche Lösungen sie finden.

Beispiel 1: Es gibt regelmäßig Anfragen von Gerichten, staatlichen Stellen und anderen nach den persönlichen Daten von Personen, die die Wikipedia bearbeitet haben. Von Januar 2015 bis Juni 2015 gab es 23 solcher Anfragen. In keinem der Fälle wurden die Daten herausgegeben.

Beispiel 2: Anfragen nach Änderung oder Löschung von Inhalten. Von Januar 2015 bis Juni 2015 gab es 234 Anfragen, von denen keine postitiv beantwortet wurde.

Die Foundation geht mit solchen Anfragen sehr transparent um, alles wird im Transparenzbericht dargestellt.

Es gibt aber auch Anfragen, denen nachgekommen wird. Beispielsweise hatte jemand das Fotos eines Passes von einem Blog kopiert und bei Wikimedia Commons hochgeladen, auf dem alle persönlichen Inhalte des Passinhabers zu sehen waren. Auf Anfrage des Passinhabers wurde das Bild sofort gelöscht.

Andere Beispiele der Tätigkeit der Rechtsabteilung:

  • Ein Autor kündigte in einem Projektwiki seinen Selbstmord an. Die Wikimedia Foundation wandte sich sofort an die lokale Polizei. Dem Autoren geht es besser.
  • Ein Administrator der griechischsprachigen Wikipedia wurde von einem bekannten griechischen Politiker verklagt, da der Wikipedia-Artikel über diesen Politiker wahrheitsgemäße und belegte jedoch unbequeme Wahrheiten enthält. Dieser Fall ist immer noch anhängig.

In der zweiten Session präsentierten zwei Foundation-Mitarbeiter Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Dateien-Metadaten-Aufräumaktion. Ziel der Aktion war Datei-Beschreibungsseiten und zugehörige Vorlagen so abzuändern, dass Multimedia-Dateien sämtlicher Wikimedia Wikis einheitliche maschinenlesbare Metadaten aufweisen. Am 18. Juli 2015 wiesen 1.343.085 von 28.788.823 Dateien keine maschinenlesbaren Daten auf.

Hier eine Auswahl der Erkenntnisse, die ich aufschnappen konnte:

  • Die meisten Dateien mit einigen wenigen Lizenzvorlagen auskommen. Die große Menge der Lizenzvorlagen wird von nur wenigen Dateien genutzt. Die Ergebnisse der Untersuchung stehen auf github zur Verfügung.
  • 689 der von der Wikimedia Foundation betriebenen Wikis weisen eigene Dateiuploads auf. (Manchmal ist das nur eine Datei: Das Logo des Wikis.)
  • Verschachtelte Lizenzkategorien sind meist nicht sinnvoll, da oft die Vererbung von Eigenschaften nicht gegeben ist. (Außerdem erschweren sie eine Auswertung.)
  • 33 Wikis der Foundation OHNE Wikimedia Commons beinhalten 379.820 freie Dateien und 753.085 unfreie Dateien auf. Etwas 85% dieser freien Dateien und etwa 70% dieser unfreien Dateien liegen in der englischsprachigen Wikipedia.
  • Von den insgesamt mehr als 29.000.000 Dateien liegen etwa 26.700.000 auf Wikimedia Commons (das sind etwa 92%) und 860.000 (3%) in der englischsprachigen Wikipedia.
  • Die meisten Dateien auf Wikimedia Commons sind unproblematisch, vor allem weil dort Fair Use nicht zugelassen ist. Ausnahmen sind Inhalte, bei denen die Wikimedia Bewegung das Copyright inne hat und Dateien, gleichzeitig frei und unfrei lizenziert sind (z.B. GFDL 1.2 und CC-BY-NC).

Download (PDF, 6.81MB)

#Wikimania 2015 // Mexikanische Volksmusik

2015 Wikimania opening ceremony. Foto: VGrigas (WMF), CC-BY-SA 3.0
2015 Wikimania opening ceremony. Foto: VGrigas (WMF), CC-BY-SA 3.0

Mexiko-Stadt, 18. Juli 2015

Gestern sprach im Community Village mit einem Wikimedia Commons-Administrator über anstehende Löscharbeiten nach der Wikimania. Obgleich es hier eine geballte Ansammlung von Fachwissen gibt, wird es bei den Uploads mit Fotos und Videos zur Wikimania 2015 etliche Urheberrechtsverletzungen geben. Als Beispiel nannte mögliche Videos von den mexikanischen Volkstänzen bei der Eröffnungszeremonie. Die dabei gespielte Musik falle sehr wahrscheinlich unter den Schutz des Urheberrechtes. Meiner Überlegung, dass man die Musik herausschneiden könnte setzte er zu Recht entgegen, dass sich erstens niemand die Arbeit machen würde und zweitens das Video dann deutlich an Aussagekraft verlöre.

Bei der gestrigen Busfahrt ins Anthropologische Museum saß ich neben einem mexikanischen Freiwilligen und fragte ihn nach der mexikanischen Musik bei der Öffnungszeremonie. Er bestätigte, dass die Kompositionen als Volksmusik sehr wahrscheinlich nicht mehr urheberrechtlich geschützt seien. Da Musik jedoch vom Band kam, sei die Aufnahme an sich geschützt. “Eine Schande!” rief er aus und erzählte, dass er von einem Projekt gehört habe, Freie Aufnahmen mexikanischer Volksmusik zu erstellen.

Freie-Inhalte-Nerd-Gequassel halt.

#Wikimania 2015 // Workshop Erklärvideos mit @simpleshow und @wikimediaAT

cartoon explanation photo
Photo by Internet Archive Book Images

Mexiko-Stadt, 17. Juli 2015

Am Vortag der Konferenz Wikimania 2015 hatte Wikimedia Österreich einen Workshop zusammen mit der SimpleShow Foundation organisiert. Die simpleshow foundation ist eine Non-Profit-Organisation der simpleshow GmbH. Während die GmbH für zahlende Auftraggeber produziert, bietet die Foundation ihre Dienste Non-Profit-Organisationen an. Der Schwerpunkt liegt dabei auf kurzen Erklärvideos, die komplexe Sachverhalte in kurzer Zeit für jeden verständlich vermitteln. Geförderte Inhalte werden unter einer Creative Commons-Lizenz publiziert und sind frei verfügbar.

Der Workshop ist Teil des von Wikimedia Österreich, Wikimedia Schweiz und Wikimedia Deutschland betriebenen Projekts Wikipedia:Erklärvido.

Bei der Herstellung der Videos wird bewusst auf wenige Elemente reduziert:

  • ausgeschnittene Zeichnungen
  • sichtbare Hände, die die Zeichnungen bewegen
  • Stop-Motion-Animationen der Zeichnungen
  • eine Erklärstimme
  • Musik
  • Geräusche

Diese Elemente bieten trotzdem einen erstaunliche Vielfalt von Darstellungsmöglichkeiten bei geringem Produktionsaufwand. Der aufwändigste Teil ist die Erstellung eines Storyboards mit einfach verständlichen Texten und und leicht interpretierbaren Visualisierungen. Der Produktionsprozess ist hier dokumentiert. Hier ein Beispiel für ein Erklärvideo:

Nach diesem Workshop habe ich große Lust, das auch mal auszuprobieren.

Und hier die Vortragsfolien zum Download (PDF; 30,9 MB).

#Wikimania 2015 // Hackathon

Mexiko-Stadt bei Nacht aus dem 19. Stock des Hilton Mexiko Cit Reforma
Mexiko-Stadt bei Nacht vom Balkon des Fiesta Inn

Mexiko-Stadt, 17. Juli 2015.

In den vergangen zwei Tagen füllte sich das Hilton Mexico City Reforma mit Konferenzteilnehmern aus aller Welt. Ich nahm an einer der Vorkonferenzen teil, einem Hackathon.

Dort konnte ich meine Erfahrung als Produktmanager und Projektmanager anbringen. Ich will in nächster Zeit helfen, einen Governance-Prozess für MediaWiki, der grundlegenden Software der Wikipedia einzurichten. Zur Zeit gibt es keine gesteuerte Entwicklung. Jeder macht, wozu er lustig ist (= Programmierer-zentrierte Softwareentwicklung). Gottseidank gibt es einen ausreichenden Prozess zur Qualitätssicherung.

An den benachbarten Tischen wir tatsächlich programmiert, oder übersetzt, oder qualitätsgesichert. Die kulinarische Versorgung ist ausgezeichnet.

Live Blog vom Wiki Loves Monuments 2015 Kickoff in Wiesbaden

Schloss Biebrich. Foto: Sebastian Wallroth. CC-BY-3.0
Schloss Biebrich. Foto: Sebastian Wallroth. CC-BY-3.0

Am 20. März fand im Schloss Biebrich in Wiesbaden das Kickoff Meeting für den Wettbewerb Wiki Loves Monuments statt. Dies sind meine ungefilterten Notizen von der Tagung.

Meinungen zum gestrigen Gespräch mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen

  • sehr aufgeschlossen, wenn auch im Detail zurückhaltend
  • das Amt erwartet von unserer Seite Vorleistungen, bevor man sich auf Projekte einlässt
  • wenig Initiative von deren Seite
  • positive Grundeinstellung von Amtsseite
  • für ein Amt grandiose Offenheit
  • es hat sogar mindestens eine konkrete Zusage gegeben
  • gut war, dass der Justitiar dem Projekt positiv gegenübersteht
  • die Ämter haben Angst vor Klagen, zum Beispiel von Hauseigentümern, weil es nun neben der amtlichen Liste eine Liste in der Wikipedia gibt
  • wir haben eine typische Behörde erlebt
  • es haben sich viele Möglichkeiten eröffnet, wir müssen dranbleiben
  • durch den persönlichen Kontakt war viel möglich, was am Telefon sonst nicht erreicht werden kann
  • Amt ist auch bereit, sich finanziell zu beteiligen, das braucht aber viele Monate Vorlauf
  • Amt hat Denkmallisten als Ausdruck angeboten
  • Hessen könnte Pilotprojekt werden
  • Landesamt interessiert daran, welche Kontakte die Wikipedia zu anderen Landesämtern haben

Rückblick auf vier Jahre Wiki Loves Monuments – Lessons learned

  • Bildbeschreibungen mindestens in Deutsch und Englisch
  • Bücher als Preise sind sehr gut angekommen
  • Denkmäler ohne Koordinaten sind teilweise schwer zu finden
  • Jurysitzung
    • zentral in Deutschland wegen Reisezeiten
    • Ausstattung planen, damit (Rechner, Beamer, Monitor, Software)
    • Jury, Jurysitzungsdatum und -ort sehr früh festlegen
  • Kriterien für Wettbewerb festlegen und kommunizieren
  • Uploads schon während des Wettbewerbzeitraums pflegen
  • es gab immer wieder den Wunsch, dass der Upload auf Commons viel, viel einfacher wird
  • wir brauchen mehr Öffentlichkeitsarbeit

Nachnutzung der Bilder ermöglichen, Teilnehmer gewinnen und ermuntern

Wünsche der Tagungsteilnehmer an Wiki Loves Monuments

  • jedes Denkmal soll mindestens ein Foto auf Commons haben
  • alle Denkmale sollen in Denkmallisten in der Wikipedia erfasst sein
  • es sollten mehr qualitativ hochwertige Bilder hochgeladen werden, was auch immer das heißt
  • es sollte mehr Öffentlichkeitsarbeit geben

Fazit: drei Hauptrichtungen

  • vollständig bebilderte Denkmallisten
  • vollständige Informationen zu den einzelnen Denkmalen
  • möglichst viele Fotos

 Pause

  • Schloss Biebrich. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0
    Schloss Biebrich. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0

    in Schloss Biebrich gibt es nur 10 bis 14 Termin im Jahr, an denen das einliegende Standesamt genutzt werden kann; entsprechend groß ist der Andrang; im Schlosshof bildeten sich kleine Haufen von Hochzeitsgesellschaften.

Zeile und Grundphilosophie von Wiki Loves Monuments 2015

  • mehr Artikel mit Fotos
  • mehr Fotos mit Beschreibungen
  • mehr Fotos mit Kategorisierung
  • mehr Partner

Projektideen

  • Orga
  • Zusammenarbeit mit Landesdenkmalämtern
  • Generierung von Denkmallisten
  • Fototouren
  • Kalender erstellen
  • Upload-Prozess vereinfachen

Wünsche an die Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland

  • Statistische Auswertung des Wettbewerbs
  • Infografiker bereit stellen
  • Programmierer für Commonsuploads bereit stellen
  • Pressebüro betreiben

Zeitplanung, Etappen und Meilensteine

Es gibt in Deutschland etwa 900.000 Baudenkmale.

  • laaaange Diskussion zum alten und zum neuen Flyer, professionelle Öffentlichkeitsarbeit und das, was man selber machen kann
  • zum Beispiel mit lokalen Zeitungen zusammenarbeiten; das passt auch gut in’s Sommerloch
  • alle braindumpen in ein Etherpad

Führung durch das Biebricher Schloss

  • die ehrenamtliche Schlossführerin ist eine waschechte Biebricherin mit Haaren auf Zähnen
  • Innenfotos dürfen nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden (trotzdem knipsen alle)

Jury und Preise

  • es müsste mehr Preise als nur für die zehn Gewinner geben
  • Teilnahme am Wettbewerb sollte per se gewürdigt werden
  • nicht nur Fotografen sollten Preise erhalten

Die Sitzung wird unter den Freien Himmel vertagt, da das Schloss schließt.

– Ende –

Bericht aus London #wikimania2014

Teilnehmer an der Eröffnungsveranstaltung der Wikimania 2014 in London. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-SA-3.0
Teilnehmer an der Eröffnungsveranstaltung der Wikimania 2014 in London. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-SA-3.0

Zwei randvolle Tage Wikimania liegen hinter mir, zwei weitere folgen. Hier ein Zwischenbericht.

Donnerstag Abend bin ich in London angekommen und fand meinen Weg zum Hotel Dank der Beschreibung auf Website der Wikimania ganz gut: Mit den Gatwick-Express zu Victoria-Station, dann mit der blauen U-Bahn nordwärts, umsteigen und dann mit der schwarzen U-Bahn südwärts. Die Station Old Street hat vier Ausgänge – ich nahm den, an dem “Barbican” stand, denn “Barbican” (deutsch Barbakane – ein dem Tor einer Burg oder Stadtmauer vorgelagertes Verteidigungswerk) ist Bestandteil des Namens des Hotels “Thistle City Barbican Hotel” , wie des Veranstaltungsortes “Barbican Centre“. Laut Beschreibung sollte von der Old Street rechts abbiegen und käme dann mehr oder weniger geradezu zum Hotel. Aber in welche Richtung sollte ich der Old Street folgen? Ich hatte zudem keinen Internetzugang mit meinem Handy – so konnte ich die Kartenfunktion nicht nutzen. An einer Bushaltestelle sah ich einen Umgehungsplan. Leider umfasste dieser nicht die Straße, an der das Hotel liegt. Ein freundliches Gespräch mit zwei Dresdner Touristen verhalf mit zu dem Hinweis, dass eine Straßenecke weiter eine Telefonzelle sei, an der es kostenloses WLAN gäbe.

Ein Blick auf die Karte und ich hatte meine Marschroute. Die Veranstalter hatten ein gutes Händchen bei der Wahl der Location. Alles findet in der City of London statt, dem historischen Zentrum der Stadt. Ein lebendiges, geschäftiges Viertel, in dem Angestellte, Bewohner und Touristen herumquirlen. Am Wegesrand gibt es pittoreske mittelalterliche Kirchen, ein- bis zweistöckige, mehrhundertjährige Gebäude, kleine Parks, aber auch Plattenbauhochbauten. In den Sichtachsen grüßen Landmarken wie St Paul’s Cathedral und The Shard. Auffällig ist die Allgegenwart von eisernen Zäunen. Das Hotel ist gut; vor dem Eingang stand eine große Gruppe Wikimedianer und schnatterte, dass man es drei Straßen weit hörte.

Den Freitagmorgen startete ich mit einem Full English Breakfast.

Board Training Workshop

Dann nahm ich von 9:00 bis 18:00 an einem Trainingsworkshop für Vorstands- bzw. Präsidiumsmitglieder 1 von Wikimedia-Chaptern teil.

Development House, London. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-SA-3.0
Development House, London. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-SA-3.0

Der Workshop fand in einem Besprechungsraum im Tiefgeschoss des Development House statt, in dessen vierter Etage das britische Wikimedia-Chapter sein Büro hat.

An meinem Vierer-Tisch saßen Vertreter aus Finnland, Polen, der Schweiz und Italien an anderen Tisch welche aus der Ukraine, Israel, Österreich, Australien, Indonesien und so weiter. Der erste Teil des Workshops wurde von Mike Hudson von Compass Partnership bestritten, die Wikimedia UK durch Beratung zu mehr Professionalität verholfen hatten.

Themen (Auszug)

Die wiederkehrenden Stufen der Entwicklung eines Präsidiums

  • Gründungsphase
  • Frühes Wachstum
  • Anstellung von Mitarbeitern
  • Reifende Organisation
  • Erwachsene Phase

mit jeweils Phasen der Unsicherheit dazwischen.

Die zehn wichtigsten Rollen des Präsidiums

  1. Vision, Mission und Werte definieren und anpassen
  2. Strategie entwickeln und Erfolg messen
  3. Richtlinien einführen und überwachen
  4. Finanzielle Basis sichern und überwachen
  5. Rechnungslegung sicherstellen
  6. Geschäftsführer auswählen und unterstützen
  7. Risiken managen
  8. Rechtliche Lage absichern
  9. Lenkungsformen (Governance) einführen und regelmäßig prüfen
  10. Verständnisvolle und weise Entschlüsse fassen

Die Grundlagen einer guten Lenkung durch das Präsidium

  1. Gut als Team arbeiten
  2. Effektivität der Besprechungen sicher stellen
  3. Das notwendige Wissen und die notwendigen Erfahrungen haben
  4. Auf die Strategie fokussieren
  5. Mit Offenheit und Vertrauen agieren

Womit könnte man die Qualität der Arbeit des Präsidiums sicher stellen?

  • Feedback nach Besprechungen
  • Bewertung des Vorsitzenden
  • Selbstrevision (auch mit externen Beratern)
  • Individuelles Feedback
  • Unabhängige Beurteilung (Governance Review)

Charakteristiken wirklich effektiver Präsidien

  1. die kritischen Funktionen sind kristallklar festgelegt
  2. angemessene Gremiumsstruktur, die die Governance-Arbeit durchführt
  3. Mitglieder, die nach Fähigkeiten und möglichen Beiträgen ausgewählt werden
  4. Extrem gute Zusammenarbeit als Team
  5. stramme Durchführung des Governance-Prozesses
  6. das Präsidium akzeptiert die Strategie und überwacht streng die Umsetzung
  7. Vorsitzender und Geschäftsführer arbeiten partnerschaftlich zusammen
  8. die Arbeit des Präsidiums wird regelmäßig bewertet

Die theoretischen Vorträge wurden durch mehrere praktische Übungen ergänzt.

Den Zweiten Teil bestritt Prof. Dariusz Jemielniak, unter anderem Mitglied des Funds Dissemination Committee (FDC) der Wikimedia Foundation.

Zunächst stellte er die Arbeit des FDC vor. Dieses Freiwilligengremium nimmt die Finanzpläne so unterschiedlicher Organisationen wie der Wikimedia Foundation, von Wikimedia Deutschland oder Wikimedia Israel entgegen, prüft und bespricht sie in einem drei- bis viertägigen Sitzungsmarathon und bestätigt oder kürzt dann die Zuweisung von Spendenmitteln. Dazu gibt es eine knappe Erläuterung für die Antragstellern. Meine skeptischen Fragen zu diesem Prozess wurden mit einiger Aufregung registriert. Ich würde gern mehr darüber wissen.

Dann stellte Dariusz Techniken und deren Anpassungen für die Arbeit eines Präsidiums an der Strategieplanung vor, zum Beispiel die SWOT-Analyse. Des weiteren wurden Beispiele für Firmen und Organisationen besprochen, deren strategische Aufstellung fehlschlug, wie Polaroid oder Kodak.

Der dritte Teil drehte sich um die weit verbreitete Überlastung der Präsidiumsmitglieder und daraus folgende Burnouts. Zuvor hatte es eine Umfrage unter den Teilnehmern gegeben, die folgendes zeigte

  • 1 bis 5 Jahre Gremiumsmitarbeit
  • 2/3 haben Angestellte
  • für die meisten sind die inhaltlichen Anforderungen wie erwartet
  • für viele ist die zeitliche Belastung deutlich höher als erwartet
  • den meisten macht die Arbeit im Gremium Spaß
  • die Gründe dafür sind: Einfluss, Auswirkungen der eigenen Arbeit, die Zusammenarbeit mit talentierten Leuten

Mein Fazit des Workshops

Ich bin auf ein paar Punkte gestoßen, die neu für mich waren, zum Beispiel der Gedanke, dass die Arbeit von Freiwilligen in einem Gremium wie dem Präsidium durchaus gemessen und bewertet werden kann und muss.

Des weiteren verstehe ich jetzt einige Äußerungen von ehemaligen Präsidiumsmitgliedern wie Sebastian Moleski, Alice Wiegand oder Delphine Menard wie auch des Vorstandes Pavel Richter zum Thema Governance. Zuvor fehlte mir theoretische Hintergrund, was ich auch durch Lektüre etlicher Literatur nicht ausgleichen konnte. Sehr schade, dass ich erst jetzt zu diesem Wissen komme – es hätte vieles vereinfacht und manches hätte ich anders entschieden, wenn ich das eher zur Verfügung gehabt hätte. Ich hatte schon länger das Gefühl, dass mir Informationen fehlen, aber die Fragen nach passenden Schulungen wurden ignoriert. Ich werde mich dafür einsetzen, dass künftige Präsidiumsmitglieder ausreichend geschult werden, damit ihre Arbeit dem Verein bestmöglich dienen kann.

Außerdem war es sehr interessant, mit Mitgliedern anderer Boards zu sprechen. Ich hoffe ich konnte einigen die Scheu vor dem vergleichsweise gigantischen Wikimedia Deutschland nehmen.

Eröffnungsveranstaltung

Zur rechten Zeit verließen wir das Tiefgeschoss und lüfteten unsere rauchenden Köpfe bei einem Fußmarsch zum Veranstaltungsort der Wikimania 2014. Das Barbican Centre ist eine gigantische Veranstaltungsort-Maschine aus Stahl und gekratztem Beton aus den 1970er Jahren. Die Queen eröffnete 1982 dieses größte Kultur- und Konferenzzentrum Londons, Sitz des London Symphony Orchestra.

Nach Anmeldung, einem Snack und ein paar dünnen Bierchen öffneten sich die Türen zum großen Saal, den rund 1.600 Wikimediane aus 68 Ländern nahezu füllten.

Es gab zunächst Reden des Veranstaltungsorganisators Edward Saperia (sorry, er kann besser organisieren als reden) und des Geschäftsführers von Wikimedia UK Jon Davies (sympathisch).

Dann kam Jimbo Wales, der die Wikimania-Rituale durchführte (Wer ist zum ersten Mal auf einer Wikimania? – Die überwiegende Mehrheit) und recht knapp programmatisches besprach.

Er ging auf den gegenwärtigen Missbrauch des “Rechts auf vergessen werden” ein, wie auch auf den Rechtsstreit darum, ob der Besitzer der Kamera, der Affe oder niemand das Urheberrecht an einem Foto hat, dass der Affe von sich selbst gemacht hat.

Stroopwafel selfie. Foto: AlisonW, CC0-1.0 via Wikimedia Commons
Stroopwafel selfie. Foto: AlisonW, CC0-1.0 via Wikimedia Commons

Dann wie er darauf hin, welche Macht die Wikimedia Bewegung inzwischen hat, dass sie diese aber weise einsetzen muss.

Dann hielt die neue Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation Lila Tretikov ihre erste Rede vor versammelter Mannschaft. Der warme Applaus konnte nicht über ein wenig Fremdeln hinwegtäuschen. Das wird schon.

Die begeistert aufgenommene Keynote hielt Salil Shetty, Generalsekretär von Amnesty International.

Dieser anstrengende, aber sehr befriedigende und anregende Tag klang mit den Bläsersätzen einer mitreißenden Band aus, die “traditionelle englische Musik” spielte, also Rolling Stones, Elton John, Electric Light Orchestra und so.

Notes:

  1. Nur bei Wikimedia Deutschland heißt der Vorstand “Präsidium”. Die englische Bezeichnung lautet “board”. Ich werde im Folgenden “Präsidium” verwenden

Mein Plan für die #Wikimania 2014 in London

Teilnehmer der Eröffnungszeremonie der 9. Wikimania in Hongkong. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0
Teilnehmer der Eröffnungszeremonie der 9. Wikimania in Hongkong. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0

Einmal jährlich findet irgendwo in der Welt die Wikimania statt.

Wikimania ist eine Konferenz, ein Festival, ein Treffpunkt, ein Workshop, ein “Hackathon” und eine Party mit mehr als 2.000 Teilnehmern, verteilt auf fünf Tage im August 2014.

Wikimania ist das offizielle Jahresereignis der Wikimedia-Bewegung. Du kannst hier alle möglichen Projekte kennen lernen, die mit Wikis und Freien Inhalten erstellt werden, und du kannst die Gemeinschaft kennen lernen, die das bekannteste aller Wikis geschaffen hat, Wikipedia! 1

Die ersten Wikimania fand 2005 in Frankfurt am Main statt und ich war dabei! Die folgenden ließ ich aus, aber ab 2011 war ich als Präsidiumsmitglied von Wikimedia Deutschland wieder zu Gast in Haifa (Israel), Washington (USA), Hongkong (China) und in diesem Jahr in London (Vereinigtes Königreich).

Zur diesjährigen Wikimania gibt es ein Extrablatt des Wikipedia Kuriers. Lesenswert!

Inzwischen wurde das Konferenzprogramm veröffentlicht und ich habe mir einen groben Plan zurecht gebastelt:

Freitag, 8. August 2014

10:00 How I Wrote an Article for Another Encyclopedia, and How It Compares to Wikipedia

Worum geht es? Ein Bericht eines erfahrenen Wikipedianers in einer anderen, “geschlossenen” Enzyklopädie.

Warum will ich da hin? Wegen des Vergleichs der offenen Arbeitsweise mit der geschlossenen. Als Wikipedianer ist man die offene Arbeitsweise gewöhnt, aber für Menschen ohne Wikipedia-Hintergrund ist das nach wie vor ein Buch mit sieben Siegeln.

10:30 Common Knowledge? An Ethnography of Wikipedia (On Trust, Distrust, Betrayal and Loyalty)

Worum geht es? Über den Wert von Vertrauen in der Zusammenarbeit von Wikipedianern

Warum will ich da hin? Ohne Vorschussvertrauen in die Gutwilligkeit und Kompetenz der einem zunächst völlig unbekannten Mitautoren kann die Zusammenarbeit in der Wikipedia nicht funktionieren. Dass es funktioniert ist mir immer noch ein Mysterium und ich bin neugierig zu hören, was darüber heraus gefunden wurde.

11:30 Image by Wikipedia

Worum geht es? Über die überwiegend fehlende Attribution von Bildern im Internet

Warum will ich da hin? Die fehlenden Quellen- und Lizenzangaben an Bildern und anderen Medien sind ein wesentlicher Mangel im gegenwärtigen World Wide Web. Die meisten Benutzer können darum Medien nicht nachnutzen, ohne sich im Zweifel sogar strafbar zu machen, da ihnen das Spezialwissen fehlt, Lizenz und Quelle zu ermitteln. Auf der anderen Seite kümmern sich auch die großen Inhalte-Anbieter im Netz kaum um die fehlenden Angaben – auch in der Wikipedia fehlen an den Bilder die Angaben – man findet sie erst, wenn man auf das Bild klickt – und auch dort nicht sofort. Wie Mats Schöner im BILDblog aufzeigt, kümmern sich auch führende Medienhäuser in Deutschland nicht um die Herkunft der von Ihnen verwendeten Bilder – da werden Fotos von Opfern eines Flugzeugabsturzes für die Illustration eines Propoganda-Artikels gegen Wladimir Putins einfach von deren Facebook-Seite gestohlen.

12:00 How to stay out of jail and still use images from Wikimedia Commons

Worum geht es? Über die rechtlichen Folgen fehlender oder fehlerhafter Attribution von Bildern im Internet

Warum will ich da hin? Dass das ganz schön teuer werden kann, hatte ich in einem früheren Artikel aufgezeigt. An dem Vortrag interessiert mich der internationale Vergleich.

12:30 Crazy Contentious Copyright Challenges Constraining Community Creativity

Worum geht es? über den Einfluss der noch völlig unzureichenden Gesetzeslage für Urheberrechte im Internet auf Freies Wissen

Warum will ich da hin? Der internale Vergleich interessiert mich. Wie viel besser oder schlechter ist es anderswo? Was kann man davon lernen?

14:30 Beyond talk pages: discussing content in 2020

Worum geht es? Gedanken zu Ergänzungen oder Ersatz für die von vielen als unzureichend erachteten Diskussionsseiten in der Wikipedia

Warum will ich da hin? Die Diskussionsseiten werden von etlichen langjährigen Wikipedianern als ausreichend erachtet. Ich sehe aber vor allen drei Schwächen: 1. Sie versagen völlig bei sehr langen Diskussionen mit vielen Teilnehmern, 2. Wenn sich Diskussionsstränge aufteilen, kann man der Diskussion kaum mehr folgen, 3. Neulinge sind mit der Technik völlig überfordert. Man muss Wikisyntax beherrschen, um mitdiskutieren zu können. Sehr gute Diskussionstechniken gibt es im Netz zu Hauf. Die Herausforderung ist die Transition vom bestehenden System zu einem neuen. Ich bin gespannt, wie man die gegensätzlichen Interessen unter einen Hut bekommen wird.

14:40 Measuring community health: Vital signs for Wikimedia projects

Worum geht es? Das Wikimedia Foundation Analytics Team berichtet über seine Bemühungen, mit standardisierten Metriken die Auswirkungen von Projekten zu messen

Warum will ich da hin? Wie misst man den Erfolg von Projekten und Maßnahmen in der Wikimedia Bewegung? Zur Zeit werden Standards dafür gesetzt. Das will ich mir einmal näher ansehen.

16:30 The state of wikiHow

Worum geht es? Es wird “wikiHow” vorgestellt, ein Nicht-Wikimedia-Projekt zur Erstellung und Verbreitung Freien Wissens in Form von Anleitungen aller Art.

Warum will ich da hin? Das kenne ich noch nicht. Es gibt mehrere kommerzielle und Freie Plattformen mit dem gleichen Konzept. Mich interessiert zu wissen, was wikiHow aus der Masser heraus hebt.

17:00 Lives and deaths of Wikimedia projects in a minority language

Worum geht es? Das Leben und Sterben von Wikimedia-Projekten in Minderheitensprachen.

Warum will ich da hin? Es gibt allein in Deutschland elf Minderheitensprachen. Zur Zeit haben die keine Lobby. Ich würde gern sehen, dass Wikimedia Deutschland sich für Wikimedia-Projekte in den Minderheitensprachen Deutschlands einsetzt. Vielleicht kann ich hier Kontakte knüpfen.

17:30 Open Data Portal Austria

Worum geht es? Zusammen mit der Open Knowledge Foundation Austria under Kooperation Open Government Data Austria will Wikimedia Österreich ein regierungsunabhängiges Portal für Offene Daten betreiben

Warum will ich da hin? Ich habe noch nie etwas davon gehört und bin sehr neugierig, was da entsteht. Es wäre schön, wenn wir für Deutschland etwas davon lernen könnten.

Samstag, 9. August 2014

Den Samstag Morgen beginne ich mit dem Hören von Reden interessanter Leute:

9:30 Featured Speakers V Platform: Erik Moeller, VP of Engineering at WMF

10:00 Featured Speakers V Platform: Showcase ALL the (cool) things!Marc A. Pelletier, Wikimedia Tool Labs Engineer

10:30 Featured Speakers V Platform: Raph Koster, Author “A Theory of Fun”

Worum geht es? Es ist immer interessant, interessanten Leuten zuzuhören.

Warum will ich da hin? Da keiner der anderen Track ausreichend Neues für mich bietet (ich bitte bei den Vortragenden um Entschuldigung), höre ich gern hier zu.

11:00 Wikimedia Commons – Needs and wishes for the perfect Wikimedia media database.

Worum geht es? Es sollen Wünsche für die Änderung der Benutzeroberfläche von Wikimedia Commons gesammelt werden.

Warum will ich da hin? Weil ich persönlich unter den miserablen Benutzerfreundlichkeit von Wikimedia Commons leide. Sowohl als Beitragender, wie auch als Nutzer. Ich hoffe, ich kann ein paar Anregungen vermitteln.

12:30 Will we still need categories in times of Wikidata?

Worum geht es? Brauchen wir in Zeiten von Wikidata noch Kategorien?

Warum will ich da hin? Weil die Antwort “NEIN!!!” lautet. Wir brauchen Tags. Wenn ich ein Foto der Orgel in der St. Marien-Kirche in Stralsund suche, will ich mich nicht durch den Kategorie-Baum Stralsund > Culture of Stralsund > Cultural heritage of StralsundPipe organs in Stralsund > Organs of St Marien in Stralsund > Stellwagen-Orgel Stralsund klicken, sondern die Tags “Orgel” und “Stralsund” kombinieren und dann schon die ersten Ergebnisse sehen.

14:30 Cooperation between the chapters: lessons from the past

Worum geht es? Ziko van Dijk berichtet über Erfahrungen aus der Zusammenarbeit von Wikimedia Chaptern.

Warum will ich da hin? Ich finde es sehr schade, wie relativ schwach die Zusammenarbeit der Wikimedia Chapter ausgeprägt ist. Immerhin gibt es Chapter schon seit zehn Jahren. Ziko ist ein streitbarer Geist und in diesem Feld sehr stark engagiert. Ich bin mir sicher, dass ich wichtige Informationen erhalte und hoffe, dass die Zusammenarbeit der Chapter in Zukunft verstärkt wird.

15:00 The role of the media in the development of Wikipedia

Worum geht es? Der Präsentator Itzik Edri spricht über die Notwendigkeit, mit den Medien in Kontakt zu bleiben, auch wenn “doch jeder die Wikipedia kennt”, und wie jeder Freiwillige das tun kann.

Warum will ich da hin? Ich erlebe ständig in meinem Umfeld, dass selbst erfahren Onliner völlig ahnungslos über die Funktionsweise der Wikipedia sind. Es ist wichtig, Meinungsbildnern und Multiplikatoren diese Funktionsweisen klar zu machen, um die Idee Freien Wissens zu stärken.

15:30 Liquid Lobbying – How could Wikimedia change EU copyright?

Worum geht es? Dimitar Parvanov Dimitrov, “unser Wikimedianer in Brüssel”, spricht über die Möglichkeiten für die Wikimedia Bewegung, Einfluss auf die Gestaltung des EU-Urheberrechts zu nehmen.

Warum will ich da hin? Dimi leistet für uns Großartiges bei der EU. Das ist in der Wikimedia Bewegung leider weitgehend unbekannt. Ich hoffe, dass mit dieser Veranstaltung mehr Wikimedianer über Dimis Arbeit erfahren und ihn unter Umständen mehr unterstützen.

 16:30 VisualEditor – helping users edit more easily

Worum geht es? James Forrester (Product Manager, VisualEditor team, Wikimedia Foundation) und Trevor Parscal (Lead Front-End Engineer, Wikimedia Foundation) stellen die Arbeit am VisualEditor vor. Dieses Tool soll die Möglichkeit bieten, die Wikipedia zu bearbeiten, ohne WikiSyntax beherrschen zu müssen. Dabei wollen sie auch ihre Entscheidungen für bestimmte Features nachvollziehbar machen.

Warum will ich da hin? Die Einführung des VidualEditors in die verschiedenen Wikipedias ist kontrovers diskutiert worden. Ich würde gern die Menschen hören und sprechen, die das Tool am besten kennen.

17:00 It’s Alive! The Joy of Real-Time Collaboration

Worum geht es? Erik Moeller (Deputy Director and VP of Engineering and Product Development, Wikimedia Foundation) stellt Möglichkeiten vor, die sich für die Online-Zusammenarbeit aus neuen Erweiterungen der Wikipedia ergeben könnten, die man aus Google Docs oder EtherPad kennt.

Warum will ich da hin? Ich bin der Meinung, dass die Wikipedia durch die veraltete Oberfläche von MediaWiki ins Hintertreffen geraten ist. Ich freue mich, dass meine Ansicht an der Spitze der MediaWiki-Entwicklung geteilt wird.

17:30 Real-time Collaborative Editing with TogetherJS

Worum geht es? Die MediaWiki-Erweiterung TogetherJS ermöglicht die Auflösung des uralten Konflikts, wenn zwei oder mehr Autoren nahezu gleichzeitig einen Wikipedia-Artikel bearbeiten: Die Arbeit dessen, der zuerst speichert gewinnt, der andere Autor muss seine Änderungen mühsam in die Arbeit des anderen integrieren.

Warum will ich da hin? Ich schaue gern ein wenig in den Maschinenraum.

Sonntag, 10. August 2014

9:30 Wikidata – current state and Q&A

Worum geht es? Den Stand der Entwicklung von Wikidata.

Warum will ich da hin? Wikidata wird in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland entwickelt und ist eine der größten Innovationen der letzten Jahre.

10:00 The opportunities and challenges of Wikidata

Worum geht es? Die Möglichkeiten und Herausforderungen, die mit Wikidata einher gehen.

Warum will ich da hin? Ich sehe in Wikidata eine gigantische Bereicherung für Freies Wissen. Strukturiertes Wissen wird in der Wikipedia mühsam mit Behelfstechnologien simuliert. Nachdem Wikidata langsam dem Säuglingsalter entwächst, bin ich gespannt auf die Sicht anderer auf die neuen Möglichkeiten.

10:30 A data and developer hub for Wikimedia

Worum geht es? Etwas versteckt in der Agenda wird hier eine wichtige Schwerpunktsetzung der Wikimedia Foundation präsentiert: Die Zuwendung an Entwickler, die die Software der Bewegung entwickeln oder das erstellte Freie Wissen mit ihrer Software verbreiten könnten.

Warum will ich da hin? Wenn ich in den letzten Jahren an die Betreuung der freiwilligen Entwickler dachte (eigentlich die “Nicht-Betreuung”) musste ich immer an den Adenauer zugeschriebenen Ausspruch denken: “Kinder kriegen die Leute immer.”; das wäre hier: “Freiwillige Entwickler für unsere Software kriegen wir immer”. So ist es aber nicht. Ich freue mich, dass hier die Initiative ergriffen wird und hoffe, dass nicht Dilettantismus alles versaut wird.

11:30 WikiCredit – Calculating & presenting value contributed to Wikipedia

Worum geht es? Das Messen des Beitrag jedes einzelnen Beitragenden an der Wikipedia.

Warum will ich da hin? Das ist ein interessante Herausforderung für Mathematiker und Statistiker. Ich freue mich auf ein wenig Zahlenjonglage.

12:00 The Wikipedia Adventure: Play with Learning

Worum geht es? Gamification der Erstellung Freien Wissen.

Warum will ich da hin? Sie hatten mich schon bei “Gamification” 😉 Ich hoffe mehr Projekte wie das Wikidata-Game kennen zu lernen.

12:30 Using the Mass upload tool to copy GLAM collections to Commons

Worum geht es?  berichtet über Erfahrungen mit einem speziellen Tool für Projekte, um massenhaft Fotos auf Wikimedia Commons hoch zu laden.

Warum will ich da hin? Ich verwende Commonist, um meine Bilder auf Wikimedia Commons hoch zu laden, da es das einzige mir bekannte Tool ist, dass GPS-Daten nicht aus den Meta-Daten der Bilder löscht. Ich bin gespannt, von den Erfahrungen anderer zu hören.

14:30 We Need to Talk About Paid Editing… Sorting Out Wikipedia’s Most Enduring Argument

Worum geht es? Eines der Gebote der Wikipedia ist, dass Autoren nicht bezahlt werden. Es gibt aber bezahlte Autoren.

Warum will ich da hin? In Deutschland wird über dieses heikle Thema schon einige Jahre offen diskutiert. Ich bin gespannt darauf, was in anderen Ländern los ist.

Und übrigends…

…werde mich wohl weitestgehend an diesen Plan halten. Wenn sich jedoch ein interessantes Gespräch mit anderen Besuchern der Wikimania ergibt oder ein anderer Vortrag nach näheren Besehen spannender ist als der geplante, dann entscheide ich ohne Hemmungen operativ um.

Notes:

  1. Zitat von der Startseite der Wikimania 2014 Website

Automatisch erstellte Wikipedia-Artikel sind Quatsch

Animated Mini Robot. Grafik: MG, CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons
Animated Mini Robot. Grafik: MG, CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons

Wie bereits Frankfurter Allgemeine und Spiegel Online berichte, werden in einigen Wikipedias tausende Artikel durch automatisierte Skripts erstellt. Dazu werden Artikelgerüste für Themen erstellt, von denen es tausende Einzelableitungen gibt. Beispiele sind Asteroiden oder schwedische Seen. Mit Platzhaltern werden dann die jeweiligen Daten eingefügt.

Warum ist das Quatsch?

1. Wenn diese Artikel erst einmal erstellt sind, können sie nur gepflegt werden, wenn keine manuellen Änderungen daran vorgenommen werden. Manuelle Änderungen führen sehr leicht dazu, dass ein Bot den Text nicht mehr erfassen und verarbeiten kann. Sobald eine geänderte Information nicht mehr in den Artikel eingefügt werden kann, ist er veraltet und damit Müll.

2. Die Informationen sind jedoch trotzdem interessant. Wie könnte die Information besser in die Wikipedia kommen? Die Lösung heißt Wikidata. Die Informationen sollten in dieser Datenbank gepflegt werden. Dann sollten jedoch keine Pseudo-Artikel daraus generiert werden. Stattdessen sollten die Ergebnisse mit in der Suche angezeigt werden. Google macht das schon eine Weile vor. Google zeigt nicht nur mehr die Treffer auf anderen Websites an, sondern zeigt die Information, die der Benutzer vermutlich sucht. Wenn also nach “1125 China” gesucht wird, könnten Orbittyp, Große Halbachse, Exzentrizität, Perihel – Aphel und Neigung der Bahnebene des Asteroiden angezeigt werden.

Wikimedia Commons schreibt mir weil ein südafrikanischer Oberst Wikipedianer sein kann

Wikimedia Commons hat mir geschrieben.

Bisher war das eher so ein puristisches Technikfeuerwerk.

Tec Mail von Wikimedia Commons. Screenshot: Sebastian Wallroth, CC-BY-4.0
Tec Mail von Wikimedia Commons. Screenshot: Sebastian Wallroth, CC-BY-4.0

Oho, aber was kommt denn da seit Neuestem? Da liegt eine richtig schnieke Mail mit blauem Button und allem in meinem Postfach.

Schnieke Mail von Wikimedia Commons. Screenshot: Sebastian Wallroth, CC-BY-4.0
Schnieke Mail von Wikimedia Commons. Screenshot: Sebastian Wallroth, CC-BY-4.0

Der Anlass ist auch bemerkenswert. Ich hatte von diesem Foto die Einordung in die Kategorie Wikipedianer in Südafrika entfernt.

Col André Kritzinger 1999. Foto: Col André Kritzinger, CC-BY-SA-3.0
Col André Kritzinger 1999. Foto: Col André Kritzinger, CC-BY-SA-3.0

Ich hielt es für einen Flüchtigkeitsfehler oder einen Scherz. Aber nein, Herr Oberst der Luftwaffe a. D. André Kritzinger lädt seit 2010 tausende Fotos von Lokomotiven bei Wikimedia Commons hoch.