Liste der von LibraryThing 2016 genannten sozialen Netzwerke

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Photo by lucy tartan 

Auf der Profilseite der sozialen Buchverwaltungsseite LibraryThing kann man die sozialen Netzwerke angeben, in denen man zu finden ist. Man kann in diesen Netzwerken nach Bekannten suchen, die auch bei LibraryThing zu finden sind.

    1. 43Things
    2. AIM
    3. Amazon
    4. Ask500People
    5. basenotes
    6. Bebo
    7. blog.hu
    8. Blogger
    9. Bloglines
    10. blogspot
    11. BoardGameGeek
    12. bodymodifications
    13. Bokelskere
    14. BookCrossing
    15. BookMooch
    16. Buzznet
    17. CafePress
    18. Catster
    19. CellarHQ
    20. Chasing the Frog
    21. CiteULike
    22. Clipmarks (leitet weiter auf salesforce.com)
    23. COLOURlovers
    24. Comic Book DB
    25. Comic Book Realm
    26. ComicVine
    27. Cork’d
    28. CouchSurfing
    29. Craftster
    30. DailyLit
    31. Dailymile
    32. delicious
    33. deviantART
    34. Digg
    35. Diigo
    36. Discogs
    37. Disqus
    38. Distributed Proofreaders
    39. Dogster
    40. Dopplr
    41. Dreamwidth
    42. DVD Aficionado
    43. DVDCrate
    44. DVDProfiler
    45. eBay
    46. eMusic
    47. Endomondo
    48. Etsy
    49. Everything2
    50. Facebook
    51. FanFictionNet
    52. FictFact
    53. FictionPress
    54. FindAGrave
    55. Findings
    56. Fishpond
    57. Flickr
    58. Flixster
    59. fragrantica
    60. friendfeed
    61. Friendster
    62. Fur Affinity
    63. Furl
    64. Gaia
    65. Garmin Connect
    66. Geobirds
    67. GitHub
    68. Goodreads
    69. Google
    70. Google Talk
    71. h2g2
    72. hi5
    73. Historic Naval Fiction
    74. Historypin
    75. Hyves
    76. I Heart Movies
    77. ICQ
    78. identi.ca
    79. IMDB
    80. InkedNation
    81. IRC-Galleria
    82. iTaggit
    83. jinni
    84. Kiva
    85. Lala
    86. Last.fm
    87. LinkedIn
    88. Listography
    89. Lists of Bests
    90. LiveJournal
    91. LoveIt
    92. Ma.gnolia
    93. Mediafire
    94. MetaFilter
    95. metafilter [num]
    96. MetaxuCafe.com
    97. Mog.com
    98. MSN Messenger
    99. Multiply
    100. Muxtape
    101. My Fitness Pal
    102. MyAnimeList
    103. MyFilmz
    104. MyFolia
    105. MyGamerCard
    106. MyMovies
    107. MySpace
    108. NaNo
    109. Netvouz
    110. Nike Plus
    111. OGDB
    112. Orkut
    113. OZtion
    114. Pandora
    115. PaperBackSwap
    116. pbase.com
    117. Photobucket
    118. Picasa
    119. Pinterest
    120. Plurk
    121. PMOG
    122. PoemHunter
    123. Pogo
    124. Postcrossing
    125. Rakkausrunot
    126. Rate My Drawings
    127. Rate Your Music
    128. Ravelry
    129. Red Room (author)
    130. Red Room (member)
    131. RunKeeper
    132. Second Life
    133. sffworld.com
    134. Shelfari
    135. ShoutLife.com
    136. Skype
    137. Slashdot
    138. Small Demons
    139. SmugMug
    140. SocialCatalogers
    141. SongMeanings
    142. SourceForge.net
    143. Sporcle
    144. Spotify
    145. Spurl
    146. Squirl
    147. StackExchange
    148. Stashmatic
    149. StumbleUpon
    150. Swap.com
    151. swaptree
    152. Take11
    153. Technorati
    154. TED
    155. The Haunt
    156. Title Trader
    157. Tribe
    158. Tumblr
    159. Twango
    160. Twitter
    161. Untapped
    162. Urbanspoon
    163. Vimeo
    164. Vocabulary.com
    165. We Heart It
    166. WEbook
    167. WhatIWatch
    168. WhatsOnMyBookshelf?
    169. Wikipedia
    170. WikiThing (LT)
    171. Windows Live Spaces
    172. WineLog
    173. Wonderpage
    174. Wordie
    175. WordPress
    176. Writing.com
    177. Xanga
    178. XMPP (Jabber)
    179. Yahoo Messenger
    180. Yahoo! 360
    181. Yelp
    182. Yelp (custom)
    183. YouTube
    184. Zaadz
    185. zoominfo
    186. Zoomr
    187. Zune

Der Architekt von Welt wählt schmutziggrau mit ausgestanzten Fensterlöchern

Antonplatz. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0
Antonplatz. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0

Ich sehe ihn förmlich vor mir, den Architekten, in seiner Loft, wie er mit dem wohlbeschuhten Füßchen aufstampft und keift: „Ich will aber eine herbsthimmelgraue Façade mit geometrisch exakte Fensternischen“. Der böse Amtsschimmel schreibt lächerliche rote Ziegeldächer vor, wo doch schon die Berliner Traufhöhe eine grässliche Einengung der gestalterischen Freiheit darstellt! Dafür hat er doch nicht Architekt studiert!!

O wie gern würde er seine Abscheu gegenüber den wuselnden Menschlein in himmelstürmenden Entwürfen in scharfkantigem Sichtbeton, kaltem Stahl und spiegelndem Glas Ausdruck verleihen! Seht, wie uniform sie alle sind, die sie nicht wohlbeschuht in weiträumigen Lofts arbeiten! Er lässt sie kalt lächelnd aus mit spitzem Stift in die Hauswand gerissenen, immergleichen Reihen von Fensterscharten glotzen, die in jede Richtung ins Unendliche fortgesetzt werden können.

Hinter der fettgedämmten Fassade, in ihren überheizten Wohnungen, da dürfen sie die Wände in Russisch-Grün, Schilf, Eierschal und Mauve streichen. Aber draußen, da hat er die Macht und baut Häuser, die wie ihre Dreckfressen aussehen, wenn sie sich morgens in die Straßenbahn quetschen und er mit seinem Mini Cabrio aus dem Umland kommend an ihnen vorbei zischt.

Ironie, Kinder und der schwerere Weg

Irony. Sebastian Wallroth. Public Domain
Irony. Sebastian Wallroth. Public Domain

Kinder verstehen Ironie 1 nicht. Bei Kindern setzt das Verständnis für Ironie etwa im Alter von neun Jahren ein und auch nur, wenn man die Ironie einer Bemerkung durch Körpersprache, Intonation oder nachfolgende Erläuterung herausstellt.

Ironische kulturelle Zitate wie zum Beispiel das ironische Unterstützen von negativen Charakteren aus Filmen oder Büchern werden von Kindern als bare Münze genommen und fließen in deren Weltbild ein. Ich schenkte einem Kind das Computerspiel Overlord. Die Grafik ist wunderschön, es gibt einen Helden, der Gefahren bekämpfen muss, um sein Reich zu stärken. Aber: Die Vorzeichen sind umgekehrt. In diesem Spiel ist der Böse die Heldenfigur. Die Gegner sind: Frau Holle, Rotkäppchen, Hänsel und Gretel, Hobbits und Elfen. Der Held bekommt Punkte, wenn er seine Helfer knechtet und seinen Untertanen Schaden zufügt. Das ist in einem ironischen Kontext lustig. Die Heldenverehrung, die unrealistisch simple Trennung in Gut und Böse wird hinterfragt. Aber wie wirkt das auf ein Kind?

Eine Auswirkung wurde mir bei einem Spiel offenbar, dass wir ein paar Monate später spielten. Ich fragte den Jungen nach Lieblingsfarbe, Lieblingstier und welche Star Wars-Figur er gern wäre. Rot, Drache und ein Sith-Lord. Zur Erläuterung: Sith sind die Verkörperung des Bösen im Star Wars-Universum. Auf meine erschreckte Frage, warum er ein böser Ritter sein wolle antwortete der Junge, dass es für die Bösen immer viel leichter sei, ihre Ziele zu erreichen. Das habe er beim Spielen von Overlord gemerkt. Dort kann der Held sich auch gut verhalten. Aber es ist dann viel schwieriger, im Spiel Siege zu erzielen.

Jetzt stand ich vor zwei Optionen.

Option A: Kind verhauen. Computerverbot. Internetverbot. Gewaltspielverbot.

Nein. Das ist natürlich keine Option für mich. Für andere scheint es aber eine zu sein, wenn ich den Medien glauben kann. Für mich kam nur dies in Frage:

Option B: Ich bestätige, dass es oft leichter ist, bestimmte Ziele zu erreichen, wenn man keine Rücksicht auf andere Menschen nehmen muss. Bitte aber zu bedenken: Sind Dir wirklich die anderen Menschen egal? Sind Dir deine Ziele wirklich wichtiger als ein friedliches Zusammenleben mit den anderen Menschen? Bist Du nicht der größere Held, wenn Du den schwierigeren Weg nimmst?

Notes:

  1. Ironie (griechisch εἰρωνεία eironeía, wörtlich „Verstellung, Vortäuschung“) → Wikipedia

Wikisource Deutschland Treffen 2013 in Leipzig

Freitag Abend ging es los; in Leipzig-Plagwitz trafen sich in einem Tagungshotel an Wikisource Interessierte aus ganz Deutschland. Bei der Vorstellungsrunde offenbarte sich eine erstaunliche Vielfalt: vom Physiker bis zur Pensionärin, vom Studenten bis zum Internetprojektmanager, von Erste-Bearbeitung-vor-drei-Wochen bis zur altgedienten Häsin. Erfreulich auch der vergleichsweise hohe Frauenanteil. Ein Vortrag von Prof. Dr. Schneider, Direktor der Universitätsbibliothek Leipzig stand für ein noch des öfteren angesprochenes Thema: Die vorsichtige Annäherung von Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen an die durch die Digitale Revolution sich bietenden Möglichkeiten.

Hubertusburg. Foto: Sebastian Wallroth. Alle Rechte vorbehalten.
Hubertusburg. Foto: Sebastian Wallroth. Alle Rechte vorbehalten.

Der Samstag bestand aus dem sogenannten Rahmenprogramm, das zwischendurch und mittendrin zahllose Möglichkeiten zum Austausch bot. Mit dem Bus ging es zunächst in das Schloss Hubertusburg, Standort des Sächsischen Archivzentrums. Wir sahen hinter einer wundervollen Fassade Räume voller Hochtechnik zur Rettung und Erhaltung von Archivgut wie Gefriertrockner, 4-mal-A0-Kameras und Aktenbadewannen. Leider fehlte nie der Hinweis, dass durch minimalste Personalausstattung die Technik nur zu einem Bruchteil ausgenutzt und der Auftrag der Erhaltung nur schwer erfüllt werden kann.

Am Grassimuseum. Foto: Sebastian Wallroth. Alle Rechte vorbehalten.
Am Grassimuseum. Foto: Sebastian Wallroth. Alle Rechte vorbehalten.

Nachmittags gab es eine Führung ausgehend vom Grassimuseum durch das Graphische Viertel von Standort zu Standort verblichener und weggezogener namhafter Verlage und Druckhäuser von Brockhaus über Peters bis Reclam.

Abends Einkehr in das Restaurant in der ehemaligen Central-Apotheke zu Gose-Bier und Leipziger Allerlei.

Am Sonntagvormittag Vorstellung von Projekten wie Das Deutsche Textarchiv, die die Verfügbarkeit von deutscher Literatur im Original im Internet zum Inhalt haben.

Für mich die interessanteste Erkenntnis: Wikisource bietet die Texte auf sehr niedrigem Niveau an; es gibt keine logische Auszeichnung von Texten zur Unterscheidung zum Beispiel von Liedstrophen, Überschriften oder Kapiteln. Andere Projekte sind da weiter – was bedeutet, dass die verschiedenen Angebote nicht miteinander kompatibel sind – ein Austausch ist nur sehr schwer möglich. Hier muss eine technische Lösung her, die die Wikisource Software um wesentliche Funktionen erweitert.

Im freien Gespräch wurden noch zahlreiche Ideen geäußert, wie das Projekt Wikisource vorangebracht werden kann. Man darf gespannt bleiben.

Gewalt an Raul Krauthausen – Was kann man dagegen tun?

Foto von Andrevruas, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de">CC-BY-SA</a>
Foto von Andrevruas, CC-BY-SA

Es gibt Nachrichten, die brechen mir das Herz und lassen mich ratlos zurück.

Ich hatte am 25. Mai die Ehre Raul Krauthausen, dem Organisator von wheelmap.org, den Zedlerpreis für Freies Wissen zu überreichen. Raul Krauthausen war mir schon vorher aus den Medien als Organisator von Pfandtastisch Helfen, Sozialhelden und Leidmedien ein Begriff.
Raul Krauthausen hat die sogenannte Glasknochkrankheit und ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Er ist überaus freundlich, kann interessant erzählen und ist ein angenehmer, aktiver Zuhörer.

Anfang der Woche las ich in seinem Blog, dass ihm auf offener Straße von zwei Jugendlichen das Smartphone geraubt wurde. Sie haben sich einfach hinten an seinen Rollstuhl gestellt, ihm das Smartphone entrissen und sind davon gelaufen. Raul Krauthausen hatte keine Chance sie einzuholen oder ihnen gar das Smartphone wieder abzunehmen.

Und es war bereits das dritte Mal, dass ihm so etwas passiert ist.

Welcher Abgrund von Gemeinheit, Verderbtheit und Schwäche tut sich da auf. In den Kommentaren gibt es allerlei wohlmeinende Ratschläge zur Vermeidung der Situation, das Smartphone festzubinden und dergleichen. Aber das ist doch keine Lösung. In unserer Gesellschaft muss es ja wohl möglich sein, als offensichtlich körperlich Unterlegener trotzdem respektiert zu werden. In der öffentlichen Diskussion hält ja immer „der Kinderschänder“ als übelster Verbrecher her, der sogar in der Gefängnishierarchie² ganz unten steht. Wie wenig davon entfernt ist jemand, der einem Rollstuhlfahrer Gewalt antut?

Erstaunlich oft fehlt Sensibilität gegenüber Gewalt gegen Behinderte – ob körperlich oder verbal. In dem von mir sonst sehr geschätzten Blog „Notes of Berlin“, in dem öffentliche Mitteilungen aus dem Berliner Stadtbild publiziert werden, ist mir folgender Akt der Gewalt aufgefallen, der nicht in den sonst eher ironischen Kontaxt passt: unter den hinter die Windschutzscheibe geklemmten „Ausweis zur Ausnahmegenehmigung über Parkerleichterungen für besondere Gruppen schwerbehinderter Menschen.“ hat jemand „fick dich, zettelpuppe“ geschmiert. Vermutlich von jemandem, der der behinderten Person den Parkplatz neidet.

Nach dem Lesen von Herrn Krauthausens Bericht war meine erste Reaktion (für mich untypisch) der Gedanke an gewaltsamer Rache. Was wir aber brauchen ist eine immer wieder erneuerte Diskussion in den Medien, in den Schulen und in der Politik.

² Es will mir freilich auch nicht in den Kopf, dass gesellschaftlich akzeptiert ist, dass in unseren Gefängnissen das Recht der Stärkeren gelten soll – was ja wohl mit Rehabilitation nur schwer in Einklang zu bringen ist.

Was die Drosselung nach 75 GB Verbrauch durch die Telekom für mich bedeuten würde

 

Nach 75 GB Datenvolumen plant die Telekom für 16 Mbit/s-Kunden die Datengeschwindigkeit herabzusetzen (zu „drosseln“).  (200 GB für 50 Mbit/s-er, 300 GB für 100 MBit/s-er). Der eigentliche Skandal ist, dass die Telekom in den Netzverkehr ihrer Kunden hineinhorchen und nur bestimmte Dienste drosseln will. Mich hat jedoch zunächst nur mal interessiert, wie realistisch der Verbrauch von 75 GB im Monat ist und habe mir meine eigene Verbrauchsabrechnung angesehen.

hilf-telekom.de. Collage: Anonym, CC-BY-SA
hilf-telekom.de. Collage: Anonym, Foto: scoobay;CC-BY-NC-SA

Laut Telekom verbraucht ein Telekom-Kunde im Schnitt heute 15 bis 20 GB pro MonatIst nicht, wer mehr verbraucht, ein Schmarotzer, ein Volksschädling, der sich auf Kosten der Allgemeinheit durchguckt? Für was braucht man denn mehr als 75 GB im Monat? Das können doch nur Pornos sein! (*Stammtischzwinker*Stammtischzwinker*)

Tja, unsere Vater-Mutter-Kind-Familie verbraucht gut fünfmal mehr als die Telekom uns zubilligen würde. Im März 2013 waren es 355 GB.

Mein Internet Datenvolumen im März 2013. All right reserved.
Mein Internet Datenvolumen im März 2013. All rights reserved.

Der Auswertung kann man entnehmen, dass für uns am 11. des Monats Schluss gewesen wäre und das wir am 24. des Monats mehr als unser zugebilligte Monatsration an Internet aufgebraucht hätten.

Was machen wir denn da bloß im Internet?

Mittels Apple TV leihen wir neuere Filme und Serien bei iTunes und ältere Filme und Serien bei Watchever und sehen Youtube-Videos; dort konsumiert vor allem mein Sohn Gronkh-Werke, im Mai habe ich selbst aber im Nachgang der re:publica auch ordentlich zugeschlagen. Und außerdem schaut meine Frau auf dem Tablet Serien, Serien, Serien.

Alles legal und bezahlt und mit der unschätzbaren Freiheit, Inhalt und Zeit unseren Videokonsums selbst bestimmen zu können.

P.S.

Mal gut, dass wir gar keine Telekom-Kunden mehr sind, sondern das 32 MBit/s-Paket von primacom nutzen. Aber niemand wird ernsthaft glauben, dass die Kleinen nicht nachziehen, wenn der Platzhirsch erstmal vorgelegt hat.

Ist das Zweite Deutsche Fernsehen böse?

Mainzelmännchen, Foto von Genista, CC-BY-SA http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ via Flickr
Mainzelmännchen, Foto von Genista, CC-BY-SA http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ via Flickr

Was mich am Shitstorm einiger Wikipedianer gegen die von Wikimedia Deutschland angekündigte Kooperation mit dem ZDF unter anderem verwundert, ist die tiefe Abneigung gegen eine Anstalt des öffentliche-rechtlichen Fernsehens. Als ob das ZDF auf der Liste der Schurkenorganisationen ziemlich weit oben stünde.

Nach grober Auswertung einer Umfrage unter Wikipedianern zur Kooperation mit dem ZDF meinen rund ein Drittel der teilnehmenden Wikipedianer, dass die Kooperation abzulehnen sei, da das ZDF viel zu reich und/oder doof ist und/oder nur die Wikipedianer ausnutzen will. Deutlich dahinter folgen die Meinungen, dass die Marke Wikipedia durch das ZDF beschmutzt würde und dass bei der Kooperation zu wenig für die Wikipedia herausspringe. Einige meinen, dass die Gefahr entsteht, dass Wikipedianer von der Arbeit an der Wikipedia abgelenkt werden. Etwas abgeschlagen folgt die Meinung, dass die Kooperation abzulehnen sei, da das sowieso nichts wird.

Ich bedaure zutiefst, aber wenn Du mich negativ bewertest, wird alles nur viel schlimmer!

Sehr geehrte(r) Sebastian Wallroth ,

vielen Dank für Ihre Bestellung!

Wir bedauern zutiefst, Ihnen mitteilen zu müssen, dass die unten genannte Ware aufgrund des vorläufigen Vorratsmangels zur Zeit noch nicht an Sie zugeschickt werden kann. Hierfür entschuldigen wir uns aufrichtig.

Möglicherweise aufgrund eines Systemfehlers von unserer Seite wurden Sie schon von eBay informiert, dass der Artikel von uns verschickt wurde. Aber tatsächlich, ist der Artikel leider noch nicht versendet. Sie werden in den nächsten 1 bis 2 Tagen von uns über die weiteren Schritte informiert.

Als erstes versichern wir Ihnen, dass wir diesen Umstand sehr bedauern und uns bemühen, eine möglichst schnelle und komfortable Lösung für Sie zu finden. Und wir hoffen solch einen Fall zukünftig ganz ausschließen zu können.
Wir bitten um Ihr Verständnis und Ihre Aufmerksamkeit:

Durch eine negative/neutrale Bewertung oder eine niedrige detaillierte Verkäuferbewertungen für Versandzeit könnte Ihr Problem nicht gelöst werden.

Ganz im Gegenteil: Bei einer negativen oder neutralen Bewertung wird die Problemlösung deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen oder sogar unmöglich gemacht, da weitere Abteilungen und Dienstleiter in den Fall einbezogen werden müssen. Der schnelle, sichere und reibunglose Weg zur Klärung Ihres Problems führt ausschließlich über unseren Kundenservice.
Sollten Sie noch Fragen haben, so erreichen Sie uns unter Email: [E-Mail-Adresse entfernt] .

Wir werden uns bald mit Ihnen in Verbindung setzen und Ihnen die Lösung mitteilen. Für Ihr Verständnis und Mithilfe bedanken wir uns sehr im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Man kann einen Ton nicht zweimal singen

Stecke Deinen Finger in ein Fluss. Ziehe ihn heraus. Kann Du ihn an der selben Stelle wieder hinein stecken? Kannst Du nicht. Der Fluss ist weiter geflossen, die Wassertropfen haben sich im Verhältnis zueinander bewegt.

Genausowenig kann ein Mensch denselben Ton zweimal singen. Die Umweltbedingungen haben sich verändert. Die Stimmbänder wurden angestrengt.

Genau das macht den Reiz von Live-Musik aus. Die Musikanten machen nie genau dasselbe. Aber sie streben danach, jedes Mal einen schönen Klang zu erzeugen.

Mit der Industrialisierung kam die unendliche Reproduzierbarkeit von Klängen. Im Radio läuft Musik, die die Künstler auf dem Höhepunkt ihres Könnens aufgenommen haben. Und sie wurde digital nachbearbeitet, um noch besser zu klingen. Viel schöner, als es ein Mensch allein erzeugen könnte.

Das menschliche Gehirn freut sich, wenn es Muster wiedererkennt. Es muss sich nicht anstrengen, sondern kann auf abgespeicherte Emotionen zurückgreifen. ACDC als Fahrstuhlmusik. Entspannung. Alles easy.

Es wird Zeit, Dich aus Deiner persönlichen Komfortzone zu begeben. Singe ein Lied mit Deinen Liebsten. Gehe dorthin, wo Musik gemacht wird. Und damit meine ich keine Großkonzerte in Riesenarenen, wo Bands versuchen zu klingen, wie vor 20 Jahren.

Rock’n’Roll, Baby.

Gedanken zur Schatzkammer Das Grüne Gewölbe in Dresden

Was fasziniert mich am Geglitzer und Gefunkel? Der materielle Wert ist es nicht. Dass ein Diamant so unglaublich viel mehr Wert sein soll als ein Straßstein ist doch Quatsch. Klar, der Diamant wird im Erdinnern durch ungeheuren Druck erzeugt – das ist beeindruckend. Aber Strass glitzert mindestens ebenso hübsch. Und wir Menschen können Industriediamanten herstellen, die genauso hart sind wie natürlich entstandene.

Der Gedanke, das ich mir für einen einzelnen Stein ein ganzes Schloss kaufen könnte ist auch nicht zuende gedacht. Man will also einen Stein haben, um ihn dann wieder wegzugeben. Und so ein Schloss kann auch ein Klotz am Bein sein. Da kannst Du jeden Schlossbesitzer fragen. Da braucht wenigstens noch einen weiteren Stein, um das Schloss in der eigenen Lebensspanne zu unterhalten. Ich glaube nicht, dass ein Schloss eine wesentlich Verbesserung gegenüber meiner 110 qm Wohnung mit meiner schönen und klugen Frau und meinem gesunden und klugen Kind darstellt.

Die Faszination ergibt sich für mich aus dem Kunsthandwerk. Der geschickte und respektvolle Umgang mit den seinerzeit unfassbar seltenen Materialien. Da gibt es mit zierlichen Goldleisten eingefasste Perlmuttkästchen. Die Perlmuttkästchen wurden schon damals von indischen Handwerkern seit Tausend Jahren auf die gleiche Weise hergestellt. Heute bekommt man sie im Eine-Welt-Laden um die Ecke für 30 Euro. Damals wurden sie von Menschen oder Tieren auf dem Rücken nach Europa getragen oder man transportierte sie auf Schiffen, von denen die meisten sanken oder auf jeden Fall der größte Teil der Mannschaft starb.

Unser Blick auf die filigranen Goldleisten ist heute durch die Industrialisierung vor 150 Jahren versaut. Schmuck kann heute in gigantischen Stückzahlen hergestellt werden, aus in großen Mengen verfügbaren Materialien, die hübscher und haltbarer sind als ihre natürlichen Vorbilder. Aber Gold war damals wirklich schwer zu kriegen. Und für eine Goldzierleiste mit 80 kleinen Schnörkeln drauf musste jeder einzelne Schnörkel von Hand geformt werden. Und dass die Schnörkel alke gleich aussehen, liegt nicht daran, dass eine Maschine sie hirnlos reproduziert har, sondern daran, dass ein Mensch sich so viel Kunstfertigkeit angeeignet hat, soetwas hervorzubringen.