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Liste der von LibraryThing 2016 genannten sozialen Netzwerke

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Photo by lucy tar­tan 

Auf der Profilseite der sozia­len Buchverwaltungsseite LibraryThing kann man die sozia­len Netzwerke ange­ben, in denen man zu fin­den ist. Man kann in die­sen Netzwerken nach Bekannten suchen, die auch bei LibraryThing zu fin­den sind.

  1. 43Things
  2. AIM
  3. Amazon
  4. Ask500People
  5. basen­o­tes
  6. Bebo
  7. blog.hu
  8. Blogger
  9. Bloglines
  10. blog­spot
  11. BoardGameGeek
  12. bodym­o­di­fi­ca­ti­ons
  13. Bokelskere
  14. BookCrossing
  15. BookMooch
  16. Buzznet
  17. CafePress
  18. Catster
  19. CellarHQ
  20. Chasing the Frog
  21. CiteULike
  22. Clipmarks (lei­tet wei­ter auf salesforce.com)
  23. COLOURlovers
  24. Comic Book DB
  25. Comic Book Realm
  26. ComicVine
  27. Cork’d
  28. CouchSurfing
  29. Craftster
  30. DailyLit
  31. Dailymile
  32. deli­cious
  33. deviantART
  34. Digg
  35. Diigo
  36. Discogs
  37. Disqus
  38. Distributed Proofreaders
  39. Dogster
  40. Dopplr
  41. Dreamwidth
  42. DVD Aficionado
  43. DVDCrate
  44. DVDProfiler
  45. eBay
  46. eMusic
  47. Endomondo
  48. Etsy
  49. Everything2
  50. Facebook
  51. FanFictionNet
  52. FictFact
  53. FictionPress
  54. FindAGrave
  55. Findings
  56. Fishpond
  57. Flickr
  58. Flixster
  59. fra­gran­ti­ca
  60. friend­feed
  61. Friendster
  62. Fur Affinity
  63. Furl
  64. Gaia
  65. Garmin Connect
  66. Geobirds
  67. GitHub
  68. Goodreads
  69. Google
  70. Google Talk
  71. h2g2
  72. hi5
  73. Historic Naval Fiction
  74. Historypin
  75. Hyves
  76. I Heart Movies
  77. ICQ
  78. identi.ca
  79. IMDB
  80. InkedNation
  81. IRC-Galleria
  82. iTaggit
  83. jin­ni
  84. Kiva
  85. Lala
  86. Last.fm
  87. LinkedIn
  88. Listography
  89. Lists of Bests
  90. LiveJournal
  91. LoveIt
  92. Ma.gnolia
  93. Mediafire
  94. MetaFilter
  95. meta­fil­ter [num]
  96. MetaxuCafe.com
  97. Mog.com
  98. MSN Messenger
  99. Multiply
  100. Muxtape
  101. My Fitness Pal
  102. MyAnimeList
  103. MyFilmz
  104. MyFolia
  105. MyGamerCard
  106. MyMovies
  107. MySpace
  108. NaNo
  109. Netvouz
  110. Nike Plus
  111. OGDB
  112. Orkut
  113. OZtion
  114. Pandora
  115. PaperBackSwap
  116. pbase.com
  117. Photobucket
  118. Picasa
  119. Pinterest
  120. Plurk
  121. PMOG
  122. PoemHunter
  123. Pogo
  124. Postcrossing
  125. Rakkausrunot
  126. Rate My Drawings
  127. Rate Your Music
  128. Ravelry
  129. Red Room (aut­hor)
  130. Red Room (mem­ber)
  131. RunKeeper
  132. Second Life
  133. sffworld.com
  134. Shelfari (sie­he Wikipedia)
  135. ShoutLife.com
  136. Skype
  137. Slashdot
  138. Small Demons
  139. SmugMug
  140. SocialCatalogers (sie­he LibraryThing Blog)
  141. SongMeanings
  142. SourceForge.net
  143. Sporcle
  144. Spotify
  145. Spurl
  146. Squirl
  147. StackExchange
  148. Stashmatic
  149. StumbleUpon
  150. Swap.com
  151. swap­t­ree
  152. Take11
  153. Technorati
  154. TED
  155. The Haunt
  156. Title Trader
  157. Tribe
  158. Tumblr
  159. Twango
  160. Twitter
  161. Untapped
  162. Urbanspoon
  163. Vimeo
  164. Vocabulary.com
  165. We Heart It
  166. WEbook
  167. WhatIWatch
  168. WhatsOnMyBookshelf?
  169. Wikipedia
  170. WikiThing (LT)
  171. Windows Live Spaces
  172. WineLog
  173. Wonderpage
  174. Wordie
  175. WordPress
  176. Writing.com
  177. Xanga
  178. XMPP (Jabber)
  179. Yahoo Messenger
  180. Yahoo! 360
  181. Yelp
  182. Yelp (cus­tom)
  183. YouTube
  184. Zaadz
  185. zoom­in­fo
  186. Zoomr
  187. Zune

Der Architekt von Welt wählt schmutziggrau mit ausgestanzten Fensterlöchern

Antonplatz. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0
Antonplatz. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY3.0

Ich sehe ihn förm­lich vor mir, den Architekten, in sei­ner Loft, wie er mit dem wohl­be­schuh­ten Füßchen auf­stampft und keift: Ich will aber eine herbst­him­mel­graue Façade mit geo­me­trisch exak­te Fensternischen“. Der böse Amtsschimmel schreibt lächer­li­che rote Ziegeldächer vor, wo doch schon die Berliner Traufhöhe eine gräss­li­che Einengung der gestal­te­ri­schen Freiheit dar­stellt! Dafür hat er doch nicht Architekt studiert!!

O wie gern wür­de er sei­ne Abscheu gegen­über den wuseln­den Menschlein in him­mel­stür­men­den Entwürfen in scharf­kan­ti­gem Sichtbeton, kal­tem Stahl und spie­geln­dem Glas Ausdruck ver­lei­hen! Seht, wie uni­form sie alle sind, die sie nicht wohl­be­schuht in weit­räu­mi­gen Lofts arbei­ten! Er lässt sie kalt lächelnd aus mit spit­zem Stift in die Hauswand geris­se­nen, immer­glei­chen Reihen von Fensterscharten glot­zen, die in jede Richtung ins Unendliche fort­ge­setzt wer­den können.

Hinter der fett­ge­dämm­ten Fassade, in ihren über­heiz­ten Wohnungen, da dür­fen sie die Wände in Russisch-Grün, Schilf, Eierschal und Mauve strei­chen. Aber drau­ßen, da hat er die Macht und baut Häuser, die wie ihre Dreckfressen aus­se­hen, wenn sie sich mor­gens in die Straßenbahn quet­schen und er mit sei­nem Mini Cabrio aus dem Umland kom­mend an ihnen vor­bei zischt.

Ironie, Kinder und der schwerere Weg

Irony. Sebastian Wallroth. Public Domain

Irony. Sebastian Wallroth. Public Domain

Kinder ver­ste­hen Ironie[ref]Ironie (grie­chisch εἰρωνεία eiro­neía, wört­lich Verstellung, Vortäuschung“) → Wikipedia[/​ref] nicht. Bei Kindern setzt das Verständnis für Ironie etwa im Alter von neun Jahren ein und auch nur, wenn man die Ironie einer Bemerkung durch Körpersprache, Intonation oder nach­fol­gen­de Erläuterung herausstellt.

Ironische kul­tu­rel­le Zitate wie zum Beispiel das iro­ni­sche Unterstützen von nega­ti­ven Charakteren aus Filmen oder Büchern wer­den von Kindern als bare Münze genom­men und flie­ßen in deren Weltbild ein. Ich schenk­te einem Kind das Computerspiel Overlord. Die Grafik ist wun­der­schön, es gibt einen Helden, der Gefahren bekämp­fen muss, um sein Reich zu stär­ken. Aber: Die Vorzeichen sind umge­kehrt. In die­sem Spiel ist der Böse die Heldenfigur. Die Gegner sind: Frau Holle, Rotkäppchen, Hänsel und Gretel, Hobbits und Elfen. Der Held bekommt Punkte, wenn er sei­ne Helfer knech­tet und sei­nen Untertanen Schaden zufügt. Das ist in einem iro­ni­schen Kontext lus­tig. Die Heldenverehrung, die unrea­lis­tisch simp­le Trennung in Gut und Böse wird hin­ter­fragt. Aber wie wirkt das auf ein Kind?

Eine Auswirkung wur­de mir bei einem Spiel offen­bar, dass wir ein paar Monate spä­ter spiel­ten. Ich frag­te den Jungen nach Lieblingsfarbe, Lieblingstier und wel­che Star Wars-Figur er gern wäre. Rot, Drache und ein Sith-Lord. Zur Erläuterung: Sith sind die Verkörperung des Bösen im Star Wars-Universum. Auf mei­ne erschreck­te Frage, war­um er ein böser Ritter sein wol­le ant­wor­te­te der Junge, dass es für die Bösen immer viel leich­ter sei, ihre Ziele zu errei­chen. Das habe er beim Spielen von Overlord gemerkt. Dort kann der Held sich auch gut ver­hal­ten. Aber es ist dann viel schwie­ri­ger, im Spiel Siege zu erzielen.

Jetzt stand ich vor zwei Optionen.

Option A: Kind ver­hau­en. Computerverbot. Internetverbot. Gewaltspielverbot.

Nein. Das ist natür­lich kei­ne Option für mich. Für ande­re scheint es aber eine zu sein, wenn ich den Medien glau­ben kann. Für mich kam nur dies in Frage:

Option B: Ich bestä­ti­ge, dass es oft leich­ter ist, bestimm­te Ziele zu errei­chen, wenn man kei­ne Rücksicht auf ande­re Menschen neh­men muss. Bitte aber zu beden­ken: Sind Dir wirk­lich die ande­ren Menschen egal? Sind Dir dei­ne Ziele wirk­lich wich­ti­ger als ein fried­li­ches Zusammenleben mit den ande­ren Menschen? Bist Du nicht der grö­ße­re Held, wenn Du den schwie­ri­ge­ren Weg nimmst?

Wikisource Deutschland Treffen 2013 in Leipzig

Freitag Abend ging es los; in Leipzig-Plagwitz tra­fen sich in einem Tagungshotel an Wikisource Interessierte aus ganz Deutschland. Bei der Vorstellungsrunde offen­bar­te sich eine erstaun­li­che Vielfalt: vom Physiker bis zur Pensionärin, vom Studenten bis zum Internetprojektmanager, von Erste-Bearbeitung-vor-drei-Wochen bis zur alt­ge­dien­ten Häsin. Erfreulich auch der ver­gleichs­wei­se hohe Frauenanteil. Ein Vortrag von Prof. Dr. Schneider, Direktor der Universitätsbibliothek Leipzig stand für ein noch des öfte­ren ange­spro­che­nes Thema: Die vor­sich­ti­ge Annäherung von Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen an die durch die Digitale Revolution sich bie­ten­den Möglichkeiten.

Hubertusburg. Foto: Sebastian Wallroth. Alle Rechte vorbehalten.

Hubertusburg. Foto: Sebastian Wallroth. Alle Rechte vorbehalten.

Der Samstag bestand aus dem soge­nann­ten Rahmenprogramm, das zwi­schen­durch und mit­ten­drin zahl­lo­se Möglichkeiten zum Austausch bot. Mit dem Bus ging es zunächst in das Schloss Hubertusburg, Standort des Sächsischen Archivzentrums. Wir sahen hin­ter einer wun­der­vol­len Fassade Räume vol­ler Hochtechnik zur Rettung und Erhaltung von Archivgut wie Gefriertrockner, 4‑mal-A0-Kameras und Aktenbadewannen. Leider fehl­te nie der Hinweis, dass durch mini­mals­te Personalausstattung die Technik nur zu einem Bruchteil aus­ge­nutzt und der Auftrag der Erhaltung nur schwer erfüllt wer­den kann.

Am Grassimuseum. Foto: Sebastian Wallroth. Alle Rechte vorbehalten.

Am Grassimuseum. Foto: Sebastian Wallroth. Alle Rechte vorbehalten.

Nachmittags gab es eine Führung aus­ge­hend vom Grassimuseum durch das Graphische Viertel von Standort zu Standort ver­bli­che­ner und weg­ge­zo­ge­ner nam­haf­ter Verlage und Druckhäuser von Brockhaus über Peters bis Reclam.

Abends Einkehr in das Restaurant in der ehe­ma­li­gen Central-Apotheke zu Gose-Bier und Leipziger Allerlei.

Am Sonntagvormittag Vorstellung von Projekten wie Das Deutsche Textarchiv, die die Verfügbarkeit von deut­scher Literatur im Original im Internet zum Inhalt haben.

Für mich die inter­es­san­tes­te Erkenntnis: Wikisource bie­tet die Texte auf sehr nied­ri­gem Niveau an; es gibt kei­ne logi­sche Auszeichnung von Texten zur Unterscheidung zum Beispiel von Liedstrophen, Überschriften oder Kapiteln. Andere Projekte sind da wei­ter – was bedeu­tet, dass die ver­schie­de­nen Angebote nicht mit­ein­an­der kom­pa­ti­bel sind – ein Austausch ist nur sehr schwer mög­lich. Hier muss eine tech­ni­sche Lösung her, die die Wikisource Software um wesent­li­che Funktionen erweitert.

Im frei­en Gespräch wur­den noch zahl­rei­che Ideen geäu­ßert, wie das Projekt Wikisource vor­an­ge­bracht wer­den kann. Man darf gespannt bleiben.

Gewalt an Raul Krauthausen – Was kann man dagegen tun?

Foto von Andrevruas, <a href=CC-BY-SA" src="http://real68er.de/wp-content/uploads/2013/06/Especial-150x150.jpg" width="150" height="150">

Foto von Andrevruas, CC-BY-SA

Es gibt Nachrichten, die bre­chen mir das Herz und las­sen mich rat­los zurück.

Ich hat­te am 25. Mai die Ehre Raul Krauthausen, dem Organisator von wheelmap.org, den Zedlerpreis für Freies Wissen zu über­rei­chen. Raul Krauthausen war mir schon vor­her aus den Medien als Organisator von Pfandtastisch Helfen, Sozialhelden und Leidmedien ein Begriff.
Raul Krauthausen hat die soge­nann­te Glasknochkrankheit und ist auf einen Rollstuhl ange­wie­sen. Er ist über­aus freund­lich, kann inter­es­sant erzäh­len und ist ein ange­neh­mer, akti­ver Zuhörer.

Anfang der Woche las ich in sei­nem Blog, dass ihm auf offe­ner Straße von zwei Jugendlichen das Smartphone geraubt wur­de. Sie haben sich ein­fach hin­ten an sei­nen Rollstuhl gestellt, ihm das Smartphone ent­ris­sen und sind davon gelau­fen. Raul Krauthausen hat­te kei­ne Chance sie ein­zu­ho­len oder ihnen gar das Smartphone wie­der abzunehmen.

Und es war bereits das drit­te Mal, dass ihm so etwas pas­siert ist.

Welcher Abgrund von Gemeinheit, Verderbtheit und Schwäche tut sich da auf. In den Kommentaren gibt es aller­lei wohl­mei­nen­de Ratschläge zur Vermeidung der Situation, das Smartphone fest­zu­bin­den und der­glei­chen. Aber das ist doch kei­ne Lösung. In unse­rer Gesellschaft muss es ja wohl mög­lich sein, als offen­sicht­lich kör­per­lich Unterlegener trotz­dem respek­tiert zu wer­den. In der öffent­li­chen Diskussion hält ja immer der Kinderschänder“ als übels­ter Verbrecher her, der sogar in der Gefängnishierarchie² ganz unten steht. Wie wenig davon ent­fernt ist jemand, der einem Rollstuhlfahrer Gewalt antut?

Erstaunlich oft fehlt Sensibilität gegen­über Gewalt gegen Behinderte – ob kör­per­lich oder ver­bal. In dem von mir sonst sehr geschätz­ten Blog Notes of Berlin“, in dem öffent­li­che Mitteilungen aus dem Berliner Stadtbild publi­ziert wer­den, ist mir fol­gen­der Akt der Gewalt auf­ge­fal­len, der nicht in den sonst eher iro­ni­schen Kontaxt passt: unter den hin­ter die Windschutzscheibe geklemm­ten Ausweis zur Ausnahmegenehmigung über Parkerleichterungen für beson­de­re Gruppen schwer­be­hin­der­ter Menschen.“ hat jemand fick dich, zet­tel­pup­pe“ geschmiert. Vermutlich von jeman­dem, der der behin­der­ten Person den Parkplatz neidet.

Nach dem Lesen von Herrn Krauthausens Bericht war mei­ne ers­te Reaktion (für mich unty­pisch) der Gedanke an gewalt­sa­mer Rache. Was wir aber brau­chen ist eine immer wie­der erneu­er­te Diskussion in den Medien, in den Schulen und in der Politik.

² Es will mir frei­lich auch nicht in den Kopf, dass gesell­schaft­lich akzep­tiert ist, dass in unse­ren Gefängnissen das Recht der Stärkeren gel­ten soll – was ja wohl mit Rehabilitation nur schwer in Einklang zu brin­gen ist.

Was die Drosselung nach 75 GB Verbrauch durch die Telekom für mich bedeuten würde

Nach 75 GB Datenvolumen plant die Telekom für 16 Mbit/​s‑Kunden die Datengeschwindigkeit her­ab­zu­set­zen (zu dros­seln“). (200 GB für 50 Mbit/​s‑er, 300 GB für 100 MBit/​s‑er). Der eigent­li­che Skandal ist, dass die Telekom in den Netzverkehr ihrer Kunden hin­ein­hor­chen und nur bestimm­te Dienste dros­seln will. Mich hat jedoch zunächst nur mal inter­es­siert, wie rea­lis­tisch der Verbrauch von 75 GB im Monat ist und habe mir mei­ne eige­ne Verbrauchsabrechnung angesehen.

hilf-telekom.de. Collage: Anonym, CC-BY-SA
hilf-telekom.de. Collage: Anonym, Foto: scoo­bay;CC-BY-NC-SA

Laut Telekom ver­braucht ein Telekom-Kunde im Schnitt heu­te 15 bis 20 GB pro MonatIst nicht, wer mehr ver­braucht, ein Schmarotzer, ein Volksschädling, der sich auf Kosten der Allgemeinheit durch­guckt? Für was braucht man denn mehr als 75 GB im Monat? Das kön­nen doch nur Pornos sein! (*Stammtischzwinker*Stammtischzwinker*)

Tja, unse­re Vater-Mutter-Kind-Familie ver­braucht gut fünf­mal mehr als die Telekom uns zubil­li­gen wür­de. Im März 2013 waren es 355 GB.

Mein Internet Datenvolumen im März 2013. All right reserved.
Mein Internet Datenvolumen im März 2013. All rights reserved.

Der Auswertung kann man ent­neh­men, dass für uns am 11. des Monats Schluss gewe­sen wäre und das wir am 24. des Monats mehr als unser zuge­bil­lig­te Monatsration an Internet auf­ge­braucht hätten.

Was machen wir denn da bloß im Internet?

Mittels Apple TV lei­hen wir neue­re Filme und Serien bei iTunes und älte­re Filme und Serien bei Watchever und sehen Youtube-Videos; dort kon­su­miert vor allem mein Sohn Gronkh-Werke, im Mai habe ich selbst aber im Nachgang der re:publica auch ordent­lich zuge­schla­gen. Und außer­dem schaut mei­ne Frau auf dem Tablet Serien, Serien, Serien.

Alles legal und bezahlt und mit der unschätz­ba­ren Freiheit, Inhalt und Zeit unse­ren Videokonsums selbst bestim­men zu können.

P.S.

Mal gut, dass wir gar kei­ne Telekom-Kunden mehr sind, son­dern das 32 MBit/​s‑Paket von pri­ma­com nut­zen. Aber nie­mand wird ernst­haft glau­ben, dass die Kleinen nicht nach­zie­hen, wenn der Platzhirsch erst­mal vor­ge­legt hat.

Ist das Zweite Deutsche Fernsehen böse?

Mainzelmännchen, Foto von Genista, CC-BY-SA http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ via Flickr

Mainzelmännchen, Foto von Genista, CC-BY-SA http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ via Flickr

Was mich am Shitstorm eini­ger Wikipedianer gegen die von Wikimedia Deutschland ange­kün­dig­te Kooperation mit dem ZDF unter ande­rem ver­wun­dert, ist die tie­fe Abneigung gegen eine Anstalt des öffent­li­che-recht­li­chen Fernsehens. Als ob das ZDF auf der Liste der Schurkenorganisationen ziem­lich weit oben stünde.

Nach gro­ber Auswertung einer Umfrage unter Wikipedianern zur Kooperation mit dem ZDF mei­nen rund ein Drittel der teil­neh­men­den Wikipedianer, dass die Kooperation abzu­leh­nen sei, da das ZDF viel zu reich und/​oder doof ist und/​oder nur die Wikipedianer aus­nut­zen will. Deutlich dahin­ter fol­gen die Meinungen, dass die Marke Wikipedia durch das ZDF beschmutzt wür­de und dass bei der Kooperation zu wenig für die Wikipedia her­aus­sprin­ge. Einige mei­nen, dass die Gefahr ent­steht, dass Wikipedianer von der Arbeit an der Wikipedia abge­lenkt wer­den. Etwas abge­schla­gen folgt die Meinung, dass die Kooperation abzu­leh­nen sei, da das sowie­so nichts wird.

Ich bedaure zutiefst, aber wenn Du mich negativ bewertest, wird alles nur viel schlimmer!

Sehr geehr­te® Sebastian Wallroth ,

vie­len Dank für Ihre Bestellung!

Wir bedau­ern zutiefst, Ihnen mit­tei­len zu müs­sen, dass die unten genann­te Ware auf­grund des vor­läu­fi­gen Vorratsmangels zur Zeit noch nicht an Sie zuge­schickt wer­den kann. Hierfür ent­schul­di­gen wir uns aufrichtig.

Möglicherweise auf­grund eines Systemfehlers von unse­rer Seite wur­den Sie schon von eBay infor­miert, dass der Artikel von uns ver­schickt wur­de. Aber tat­säch­lich, ist der Artikel lei­der noch nicht ver­sen­det. Sie wer­den in den nächs­ten 1 bis 2 Tagen von uns über die wei­te­ren Schritte informiert.

Als ers­tes ver­si­chern wir Ihnen, dass wir die­sen Umstand sehr bedau­ern und uns bemü­hen, eine mög­lichst schnel­le und kom­for­ta­ble Lösung für Sie zu fin­den. Und wir hof­fen solch einen Fall zukünf­tig ganz aus­schlie­ßen zu können.
Wir bit­ten um Ihr Verständnis und Ihre Aufmerksamkeit:

Durch eine negative/​neutrale Bewertung oder eine nied­ri­ge detail­lier­te Verkäuferbewertungen für Versandzeit könn­te Ihr Problem nicht gelöst werden.

Ganz im Gegenteil: Bei einer nega­ti­ven oder neu­tra­len Bewertung wird die Problemlösung deut­lich mehr Zeit in Anspruch neh­men oder sogar unmög­lich gemacht, da wei­te­re Abteilungen und Dienstleiter in den Fall ein­be­zo­gen wer­den müs­sen. Der schnel­le, siche­re und rei­bunglo­se Weg zur Klärung Ihres Problems führt aus­schließ­lich über unse­ren Kundenservice.
Sollten Sie noch Fragen haben, so errei­chen Sie uns unter Email: [E‑Mail-Adresse entfernt] .

Wir wer­den uns bald mit Ihnen in Verbindung set­zen und Ihnen die Lösung mit­tei­len. Für Ihr Verständnis und Mithilfe bedan­ken wir uns sehr im Voraus.

Mit freund­li­chen Grüßen

Man kann einen Ton nicht zweimal singen

Stecke Deinen Finger in ein Fluss. Ziehe ihn her­aus. Kann Du ihn an der sel­ben Stelle wie­der hin­ein ste­cken? Kannst Du nicht. Der Fluss ist wei­ter geflos­sen, die Wassertropfen haben sich im Verhältnis zuein­an­der bewegt.

Genausowenig kann ein Mensch den­sel­ben Ton zwei­mal sin­gen. Die Umweltbedingungen haben sich ver­än­dert. Die Stimmbänder wur­den angestrengt.

Genau das macht den Reiz von Live-Musik aus. Die Musikanten machen nie genau das­sel­be. Aber sie stre­ben danach, jedes Mal einen schö­nen Klang zu erzeugen.

Mit der Industrialisierung kam die unend­li­che Reproduzierbarkeit von Klängen. Im Radio läuft Musik, die die Künstler auf dem Höhepunkt ihres Könnens auf­ge­nom­men haben. Und sie wur­de digi­tal nach­be­ar­bei­tet, um noch bes­ser zu klin­gen. Viel schö­ner, als es ein Mensch allein erzeu­gen könnte.

Das mensch­li­che Gehirn freut sich, wenn es Muster wie­der­erkennt. Es muss sich nicht anstren­gen, son­dern kann auf abge­spei­cher­te Emotionen zurück­grei­fen. ACDC als Fahrstuhlmusik. Entspannung. Alles easy.

Es wird Zeit, Dich aus Deiner per­sön­li­chen Komfortzone zu bege­ben. Singe ein Lied mit Deinen Liebsten. Gehe dort­hin, wo Musik gemacht wird. Und damit mei­ne ich kei­ne Großkonzerte in Riesenarenen, wo Bands ver­su­chen zu klin­gen, wie vor 20 Jahren.

Rock’n’Roll, Baby.

Gedanken zur Schatzkammer Das Grüne Gewölbe in Dresden

Was fas­zi­niert mich am Geglitzer und Gefunkel? Der mate­ri­el­le Wert ist es nicht. Dass ein Diamant so unglaub­lich viel mehr Wert sein soll als ein Straßstein ist doch Quatsch. Klar, der Diamant wird im Erdinnern durch unge­heu­ren Druck erzeugt – das ist beein­dru­ckend. Aber Strass glit­zert min­des­tens eben­so hübsch. Und wir Menschen kön­nen Industriediamanten her­stel­len, die genau­so hart sind wie natür­lich entstandene. 

Der Gedanke, das ich mir für einen ein­zel­nen Stein ein gan­zes Schloss kau­fen könn­te ist auch nicht zuen­de gedacht. Man will also einen Stein haben, um ihn dann wie­der weg­zu­ge­ben. Und so ein Schloss kann auch ein Klotz am Bein sein. Da kannst Du jeden Schlossbesitzer fra­gen. Da braucht wenigs­tens noch einen wei­te­ren Stein, um das Schloss in der eige­nen Lebensspanne zu unter­hal­ten. Ich glau­be nicht, dass ein Schloss eine wesent­lich Verbesserung gegen­über mei­ner 110 qm Wohnung mit mei­ner schö­nen und klu­gen Frau und mei­nem gesun­den und klu­gen Kind darstellt.

Die Faszination ergibt sich für mich aus dem Kunsthandwerk. Der geschick­te und respekt­vol­le Umgang mit den sei­ner­zeit unfass­bar sel­te­nen Materialien. Da gibt es mit zier­li­chen Goldleisten ein­ge­fass­te Perlmuttkästchen. Die Perlmuttkästchen wur­den schon damals von indi­schen Handwerkern seit Tausend Jahren auf die glei­che Weise her­ge­stellt. Heute bekommt man sie im Eine-Welt-Laden um die Ecke für 30 Euro. Damals wur­den sie von Menschen oder Tieren auf dem Rücken nach Europa getra­gen oder man trans­por­tier­te sie auf Schiffen, von denen die meis­ten san­ken oder auf jeden Fall der größ­te Teil der Mannschaft starb.

Unser Blick auf die fili­gra­nen Goldleisten ist heu­te durch die Industrialisierung vor 150 Jahren ver­saut. Schmuck kann heu­te in gigan­ti­schen Stückzahlen her­ge­stellt wer­den, aus in gro­ßen Mengen ver­füg­ba­ren Materialien, die hüb­scher und halt­ba­rer sind als ihre natür­li­chen Vorbilder. Aber Gold war damals wirk­lich schwer zu krie­gen. Und für eine Goldzierleiste mit 80 klei­nen Schnörkeln drauf muss­te jeder ein­zel­ne Schnörkel von Hand geformt wer­den. Und dass die Schnörkel alke gleich aus­se­hen, liegt nicht dar­an, dass eine Maschine sie hirn­los repro­du­ziert har, son­dern dar­an, dass ein Mensch sich so viel Kunstfertigkeit ange­eig­net hat, soet­was hervorzubringen.