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#Wikimania 2015 /​/​Mexikanische Volksmusik

2015 Wikimania opening ceremony. Foto: VGrigas (WMF), CC-BY-SA 3.0

2015 Wikimania ope­ning cere­mo­ny. Foto: VGrigas (WMF), CC-BY-SA 3.0

Mexiko-Stadt, 18. Juli 2015

Gestern sprach im Community Village mit einem Wikimedia Commons-Administrator über anste­hen­de Löscharbeiten nach der Wikimania. Obgleich es hier eine geball­te Ansammlung von Fachwissen gibt, wird es bei den Uploads mit Fotos und Videos zur Wikimania 2015 etli­che Urheberrechtsverletzungen geben. Als Beispiel nann­te mög­li­che Videos von den mexi­ka­ni­schen Volkstänzen bei der Eröffnungszeremonie. Die dabei gespiel­te Musik fal­le sehr wahr­schein­lich unter den Schutz des Urheberrechtes. Meiner Überlegung, dass man die Musik her­aus­schnei­den könn­te setz­te er zu Recht ent­ge­gen, dass sich ers­tens nie­mand die Arbeit machen wür­de und zwei­tens das Video dann deut­lich an Aussagekraft verlöre.

Bei der gest­ri­gen Busfahrt ins Anthropologische Museum saß ich neben einem mexi­ka­ni­schen Freiwilligen und frag­te ihn nach der mexi­ka­ni­schen Musik bei der Öffnungszeremonie. Er bestä­tig­te, dass die Kompositionen als Volksmusik sehr wahr­schein­lich nicht mehr urhe­ber­recht­lich geschützt sei­en. Da Musik jedoch vom Band kam, sei die Aufnahme an sich geschützt. Eine Schande!“ rief er aus und erzähl­te, dass er von einem Projekt gehört habe, Freie Aufnahmen mexi­ka­ni­scher Volksmusik zu erstellen.

Freie-Inhalte-Nerd-Gequassel halt.

Mein Plan für die #Wikimania 2014 in London

Teilnehmer der Eröffnungszeremonie der 9. Wikimania in Hongkong. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0

Teilnehmer der Eröffnungszeremonie der 9. Wikimania in Hongkong. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY3.0

Einmal jähr­lich fin­det irgend­wo in der Welt die Wikimania statt.

Wikimania ist eine Konferenz, ein Festival, ein Treffpunkt, ein Workshop, ein Hackathon“ und eine Party mit mehr als 2.000 Teilnehmern, ver­teilt auf fünf Tage im August 2014.

Wikimania ist das offi­zi­el­le Jahresereignis der Wikimedia-Bewegung. Du kannst hier alle mög­li­chen Projekte ken­nen ler­nen, die mit Wikis und Freien Inhalten erstellt wer­den, und du kannst die Gemeinschaft ken­nen ler­nen, die das bekann­tes­te aller Wikis geschaf­fen hat, Wikipedia![ref]Zitat von der Startseite der Wikimania 2014 Website[/​ref]

Die ers­ten Wikimania fand 2005 in Frankfurt am Main statt und ich war dabei! Die fol­gen­den ließ ich aus, aber ab 2011 war ich als Präsidiumsmitglied von Wikimedia Deutschland wie­der zu Gast in Haifa (Israel), Washington (USA), Hongkong (China) und in die­sem Jahr in London (Vereinigtes Königreich).

Zur dies­jäh­ri­gen Wikimania gibt es ein Extrablatt des Wikipedia Kuriers. Lesenswert!

Inzwischen wur­de das Konferenzprogramm ver­öf­fent­licht und ich habe mir einen gro­ben Plan zurecht gebastelt:

Freitag, 8. August 2014

10:00 How I Wrote an Article for Another Encyclopedia, and How It Compares to Wikipedia

Worum geht es? Ein Bericht eines erfah­re­nen Wikipedianers in einer ande­ren, geschlos­se­nen“ Enzyklopädie.

Warum will ich da hin? Wegen des Vergleichs der offe­nen Arbeitsweise mit der geschlos­se­nen. Als Wikipedianer ist man die offe­ne Arbeitsweise gewöhnt, aber für Menschen ohne Wikipedia-Hintergrund ist das nach wie vor ein Buch mit sie­ben Siegeln.

10:30 Common Knowledge? An Ethnography of Wikipedia (On Trust, Distrust, Betrayal and Loyalty)

Worum geht es? Über den Wert von Vertrauen in der Zusammenarbeit von Wikipedianern

Warum will ich da hin? Ohne Vorschussvertrauen in die Gutwilligkeit und Kompetenz der einem zunächst völ­lig unbe­kann­ten Mitautoren kann die Zusammenarbeit in der Wikipedia nicht funk­tio­nie­ren. Dass es funk­tio­niert ist mir immer noch ein Mysterium und ich bin neu­gie­rig zu hören, was dar­über her­aus gefun­den wurde.

11:30 Image by Wikipedia

Worum geht es? Über die über­wie­gend feh­len­de Attribution von Bildern im Internet

Warum will ich da hin? Die feh­len­den Quellen- und Lizenzangaben an Bildern und ande­ren Medien sind ein wesent­li­cher Mangel im gegen­wär­ti­gen World Wide Web. Die meis­ten Benutzer kön­nen dar­um Medien nicht nach­nut­zen, ohne sich im Zweifel sogar straf­bar zu machen, da ihnen das Spezialwissen fehlt, Lizenz und Quelle zu ermit­teln. Auf der ande­ren Seite küm­mern sich auch die gro­ßen Inhalte-Anbieter im Netz kaum um die feh­len­den Angaben – auch in der Wikipedia feh­len an den Bilder die Angaben – man fin­det sie erst, wenn man auf das Bild klickt – und auch dort nicht sofort. Wie Mats Schöner im BILDblog auf­zeigt, küm­mern sich auch füh­ren­de Medienhäuser in Deutschland nicht um die Herkunft der von Ihnen ver­wen­de­ten Bilder – da wer­den Fotos von Opfern eines Flugzeugabsturzes für die Illustration eines Propoganda-Artikels gegen Wladimir Putins ein­fach von deren Facebook-Seite gestohlen.

12:00 How to stay out of jail and still use images from Wikimedia Commons

Worum geht es? Über die recht­li­chen Folgen feh­len­der oder feh­ler­haf­ter Attribution von Bildern im Internet

Warum will ich da hin? Dass das ganz schön teu­er wer­den kann, hat­te ich in einem frü­he­ren Artikel auf­ge­zeigt. An dem Vortrag inter­es­siert mich der inter­na­tio­na­le Vergleich.

12:30 Crazy Contentious Copyright Challenges Constraining Community Creativity

Worum geht es? über den Einfluss der noch völ­lig unzu­rei­chen­den Gesetzeslage für Urheberrechte im Internet auf Freies Wissen

Warum will ich da hin? Der inter­na­le Vergleich inter­es­siert mich. Wie viel bes­ser oder schlech­ter ist es anders­wo? Was kann man davon lernen?

14:30 Beyond talk pages: dis­cus­sing con­tent in 2020

Worum geht es? Gedanken zu Ergänzungen oder Ersatz für die von vie­len als unzu­rei­chend erach­te­ten Diskussionsseiten in der Wikipedia

Warum will ich da hin? Die Diskussionsseiten wer­den von etli­chen lang­jäh­ri­gen Wikipedianern als aus­rei­chend erach­tet. Ich sehe aber vor allen drei Schwächen: 1. Sie ver­sa­gen völ­lig bei sehr lan­gen Diskussionen mit vie­len Teilnehmern, 2. Wenn sich Diskussionsstränge auf­tei­len, kann man der Diskussion kaum mehr fol­gen, 3. Neulinge sind mit der Technik völ­lig über­for­dert. Man muss Wikisyntax beherr­schen, um mit­dis­ku­tie­ren zu kön­nen. Sehr gute Diskussionstechniken gibt es im Netz zu Hauf. Die Herausforderung ist die Transition vom bestehen­den System zu einem neu­en. Ich bin gespannt, wie man die gegen­sätz­li­chen Interessen unter einen Hut bekom­men wird.

14:40 Measuring com­mu­ni­ty health: Vital signs for Wikimedia projects

Worum geht es? Das Wikimedia Foundation Analytics Team berich­tet über sei­ne Bemühungen, mit stan­dar­di­sier­ten Metriken die Auswirkungen von Projekten zu messen

Warum will ich da hin? Wie misst man den Erfolg von Projekten und Maßnahmen in der Wikimedia Bewegung? Zur Zeit wer­den Standards dafür gesetzt. Das will ich mir ein­mal näher ansehen.

16:30 The sta­te of wikiHow

Worum geht es? Es wird wikiHow“ vor­ge­stellt, ein Nicht-Wikimedia-Projekt zur Erstellung und Verbreitung Freien Wissens in Form von Anleitungen aller Art.

Warum will ich da hin? Das ken­ne ich noch nicht. Es gibt meh­re­re kom­mer­zi­el­le und Freie Plattformen mit dem glei­chen Konzept. Mich inter­es­siert zu wis­sen, was wikiHow aus der Masser her­aus hebt.

17:00 Lives and deaths of Wikimedia pro­jects in a mino­ri­ty language

Worum geht es? Das Leben und Sterben von Wikimedia-Projekten in Minderheitensprachen.

Warum will ich da hin? Es gibt allein in Deutschland elf Minderheitensprachen. Zur Zeit haben die kei­ne Lobby. Ich wür­de gern sehen, dass Wikimedia Deutschland sich für Wikimedia-Projekte in den Minderheitensprachen Deutschlands ein­setzt. Vielleicht kann ich hier Kontakte knüpfen.

17:30 Open Data Portal Austria

Worum geht es? Zusammen mit der Open Knowledge Foundation Austria under Kooperation Open Government Data Austria will Wikimedia Österreich ein regie­rungs­un­ab­hän­gi­ges Portal für Offene Daten betreiben

Warum will ich da hin? Ich habe noch nie etwas davon gehört und bin sehr neu­gie­rig, was da ent­steht. Es wäre schön, wenn wir für Deutschland etwas davon ler­nen könnten.

Samstag, 9. August 2014

Den Samstag Morgen begin­ne ich mit dem Hören von Reden inter­es­san­ter Leute:

9:30 Featured Speakers V Platform: Erik Moeller, VP of Engineering at WMF

10:00 Featured Speakers V Platform: Showcase ALL the (cool) things!Marc A. Pelletier, Wikimedia Tool Labs Engineer

10:30 Featured Speakers V Platform: Raph Koster, Author A Theory of Fun“

Worum geht es? Es ist immer inter­es­sant, inter­es­san­ten Leuten zuzuhören.

Warum will ich da hin? Da kei­ner der ande­ren Track aus­rei­chend Neues für mich bie­tet (ich bit­te bei den Vortragenden um Entschuldigung), höre ich gern hier zu.

11:00 Wikimedia Commons – Needs and wis­hes for the per­fect Wikimedia media database.

Worum geht es? Es sol­len Wünsche für die Änderung der Benutzeroberfläche von Wikimedia Commons gesam­melt werden.

Warum will ich da hin? Weil ich per­sön­lich unter den mise­ra­blen Benutzerfreundlichkeit von Wikimedia Commons lei­de. Sowohl als Beitragender, wie auch als Nutzer. Ich hof­fe, ich kann ein paar Anregungen vermitteln.

12:30 Will we still need cate­go­ries in times of Wikidata?

Worum geht es? Brauchen wir in Zeiten von Wikidata noch Kategorien?

Warum will ich da hin? Weil die Antwort NEIN!!!“ lau­tet. Wir brau­chen Tags. Wenn ich ein Foto der Orgel in der St. Marien-Kirche in Stralsund suche, will ich mich nicht durch den Kategorie-Baum Stralsund > Culture of Stralsund > Cultural heri­ta­ge of StralsundPipe organs in Stralsund > Organs of St Marien in Stralsund > Stellwagen-Orgel Stralsund kli­cken, son­dern die Tags Orgel“ und Stralsund“ kom­bi­nie­ren und dann schon die ers­ten Ergebnisse sehen.

14:30 Coöperation bet­ween the chap­ters: les­sons from the past

Worum geht es? Ziko van Dijk berich­tet über Erfahrungen aus der Zusammenarbeit von Wikimedia Chaptern.

Warum will ich da hin? Ich fin­de es sehr scha­de, wie rela­tiv schwach die Zusammenarbeit der Wikimedia Chapter aus­ge­prägt ist. Immerhin gibt es Chapter schon seit zehn Jahren. Ziko ist ein streit­ba­rer Geist und in die­sem Feld sehr stark enga­giert. Ich bin mir sicher, dass ich wich­ti­ge Informationen erhal­te und hof­fe, dass die Zusammenarbeit der Chapter in Zukunft ver­stärkt wird.

15:00 The role of the media in the deve­lo­p­ment of Wikipedia

Worum geht es? Der Präsentator Itzik Edri spricht über die Notwendigkeit, mit den Medien in Kontakt zu blei­ben, auch wenn doch jeder die Wikipedia kennt“, und wie jeder Freiwillige das tun kann.

Warum will ich da hin? Ich erle­be stän­dig in mei­nem Umfeld, dass selbst erfah­ren Onliner völ­lig ahnungs­los über die Funktionsweise der Wikipedia sind. Es ist wich­tig, Meinungsbildnern und Multiplikatoren die­se Funktionsweisen klar zu machen, um die Idee Freien Wissens zu stärken.

15:30 Liquid Lobbying – How could Wikimedia chan­ge EU copyright?

Worum geht es? Dimitar Parvanov Dimitrov, unser Wikimedianer in Brüssel“, spricht über die Möglichkeiten für die Wikimedia Bewegung, Einfluss auf die Gestaltung des EU-Urheberrechts zu nehmen.

Warum will ich da hin? Dimi leis­tet für uns Großartiges bei der EU. Das ist in der Wikimedia Bewegung lei­der weit­ge­hend unbe­kannt. Ich hof­fe, dass mit die­ser Veranstaltung mehr Wikimedianer über Dimis Arbeit erfah­ren und ihn unter Umständen mehr unterstützen.

16:30 VisualEditor – hel­ping users edit more easily

Worum geht es? James Forrester (Product Manager, VisualEditor team, Wikimedia Foundation) und Trevor Parscal (Lead Front-End Engineer, Wikimedia Foundation) stel­len die Arbeit am VisualEditor vor. Dieses Tool soll die Möglichkeit bie­ten, die Wikipedia zu bear­bei­ten, ohne WikiSyntax beherr­schen zu müs­sen. Dabei wol­len sie auch ihre Entscheidungen für bestimm­te Features nach­voll­zieh­bar machen.

Warum will ich da hin? Die Einführung des VidualEditors in die ver­schie­de­nen Wikipedias ist kon­tro­vers dis­ku­tiert wor­den. Ich wür­de gern die Menschen hören und spre­chen, die das Tool am bes­ten kennen.

17:00 It’s Alive! The Joy of Real-Time Collaboration

Worum geht es? Erik Moeller (Deputy Director and VP of Engineering and Product Development, Wikimedia Foundation) stellt Möglichkeiten vor, die sich für die Online-Zusammenarbeit aus neu­en Erweiterungen der Wikipedia erge­ben könn­ten, die man aus Google Docs oder EtherPad kennt.

Warum will ich da hin? Ich bin der Meinung, dass die Wikipedia durch die ver­al­te­te Oberfläche von MediaWiki ins Hintertreffen gera­ten ist. Ich freue mich, dass mei­ne Ansicht an der Spitze der MediaWiki-Entwicklung geteilt wird.

17:30 Real-time Collaborative Editing with TogetherJS

Worum geht es? Die MediaWiki-Erweiterung TogetherJS ermög­licht die Auflösung des uralten Konflikts, wenn zwei oder mehr Autoren nahe­zu gleich­zei­tig einen Wikipedia-Artikel bear­bei­ten: Die Arbeit des­sen, der zuerst spei­chert gewinnt, der ande­re Autor muss sei­ne Änderungen müh­sam in die Arbeit des ande­ren integrieren.

Warum will ich da hin? Ich schaue gern ein wenig in den Maschinenraum.

Sonntag, 10. August 2014

9:30 Wikidata – cur­rent sta­te and Q&A

Worum geht es? Den Stand der Entwicklung von Wikidata.

Warum will ich da hin? Wikidata wird in der Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland ent­wi­ckelt und ist eine der größ­ten Innovationen der letz­ten Jahre.

10:00 The oppor­tu­nities and chal­len­ges of Wikidata

Worum geht es? Die Möglichkeiten und Herausforderungen, die mit Wikidata ein­her gehen.

Warum will ich da hin? Ich sehe in Wikidata eine gigan­ti­sche Bereicherung für Freies Wissen. Strukturiertes Wissen wird in der Wikipedia müh­sam mit Behelfstechnologien simu­liert. Nachdem Wikidata lang­sam dem Säuglingsalter ent­wächst, bin ich gespannt auf die Sicht ande­rer auf die neu­en Möglichkeiten.

10:30 A data and deve­lo­per hub for Wikimedia

Worum geht es? Etwas ver­steckt in der Agenda wird hier eine wich­ti­ge Schwerpunktsetzung der Wikimedia Foundation prä­sen­tiert: Die Zuwendung an Entwickler, die die Software der Bewegung ent­wi­ckeln oder das erstell­te Freie Wissen mit ihrer Software ver­brei­ten könnten.

Warum will ich da hin? Wenn ich in den letz­ten Jahren an die Betreuung der frei­wil­li­gen Entwickler dach­te (eigent­lich die Nicht-Betreuung“) muss­te ich immer an den Adenauer zuge­schrie­be­nen Ausspruch den­ken: Kinder krie­gen die Leute immer.“; das wäre hier: Freiwillige Entwickler für unse­re Software krie­gen wir immer“. So ist es aber nicht. Ich freue mich, dass hier die Initiative ergrif­fen wird und hof­fe, dass nicht Dilettantismus alles ver­saut wird.

11:30 WikiCredit – Calculating & pre­sen­ting value con­tri­bu­t­ed to Wikipedia

Worum geht es? Das Messen des Beitrag jedes ein­zel­nen Beitragenden an der Wikipedia.

Warum will ich da hin? Das ist ein inter­es­san­te Herausforderung für Mathematiker und Statistiker. Ich freue mich auf ein wenig Zahlenjonglage.

12:00 The Wikipedia Adventure: Play with Learning

Worum geht es? Gamification der Erstellung Freien Wissen.

Warum will ich da hin? Sie hat­ten mich schon bei Gamification“ 😉 Ich hof­fe mehr Projekte wie das Wikidata-Game ken­nen zu lernen.

12:30 Using the Mass upload tool to copy GLAM collec­tions to Commons

Worum geht es?  berich­tet über Erfahrungen mit einem spe­zi­el­len Tool für Projekte, um mas­sen­haft Fotos auf Wikimedia Commons hoch zu laden.

Warum will ich da hin? Ich ver­wen­de Commonist, um mei­ne Bilder auf Wikimedia Commons hoch zu laden, da es das ein­zi­ge mir bekann­te Tool ist, dass GPS-Daten nicht aus den Meta-Daten der Bilder löscht. Ich bin gespannt, von den Erfahrungen ande­rer zu hören.

14:30 We Need to Talk About Paid Editing… Sorting Out Wikipedia’s Most Enduring Argument

Worum geht es? Eines der Gebote der Wikipedia ist, dass Autoren nicht bezahlt wer­den. Es gibt aber bezahl­te Autoren.

Warum will ich da hin? In Deutschland wird über die­ses heik­le Thema schon eini­ge Jahre offen dis­ku­tiert. Ich bin gespannt dar­auf, was in ande­ren Ländern los ist.

Und übrigends…

…wer­de mich wohl wei­test­ge­hend an die­sen Plan hal­ten. Wenn sich jedoch ein inter­es­san­tes Gespräch mit ande­ren Besuchern der Wikimania ergibt oder ein ande­rer Vortrag nach nähe­ren Besehen span­nen­der ist als der geplan­te, dann ent­schei­de ich ohne Hemmungen ope­ra­tiv um.

Man darf den Text einzelner Kochrezepte lizenzfrei nachnutzen, wenn die Anleitung kurz und knapp ist.

Kartoffelkloßteig für Thüringer Klöße. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0

Kartoffelkloßteig für Thüringer Klöße. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY3.0

Die Überschrift fasst die 11.000 Zeichen lan­ge aus­führ­li­che Betrachtung der Auswirkungen des Urheberrechts auf Koch- und Backrezepte Robert A. Gehrings im iRights.info-Blog vom 12. Juni 2006 zusammen.

Nicht geschützt sind

  • die Idee,
  • die Zutatenliste,
  • kur­ze, knap­pe Beschreibungen.

Geschützt sind

  • Fotos,
  • aus­führ­li­che, lite­ra­ri­sche“ Beschreibungen
  • Rezeptsammlungen.

Möchte man also nicht lizenz­freie Rezepte nach­nut­zen, kann man das tun, nach­dem man

  • Fotos ent­fernt oder durch eige­ne oder frem­de, lizenz­freie Fotos ersetzt,
  • aus­führ­li­che Texte zu kur­zen, knap­pen Anleitungen zusam­men gefasst und
  • aus Rezeptsammlungen nur eini­ge, weni­ge Rezepte über­nom­men hat.

Google-Suche Foto:Wikipedia liefert 1.660.000 Treffer

Bilder aus der Wikipedia lizenz­kon­form nach­zu­nut­zen ist für vie­le immer noch schwer. Im BILDblog schrieb Torsten Kleinz am 22. September 2010 wie man es rich­tig macht, ich selbst zuletzt am 24. November 2013. Das das kei­ne Lappalie ist, habe ich mit einem frü­he­ren Artikel gezeigt.

Die Google-Suche »„Foto: Wikipedia“ ‑wikipedia.org ‑wikimedia.org« lie­fert am 19. Januar 2014 unge­fähr 1.660.000 Treffer. Greifen wir uns einen heraus.

Treffer für "Foto: Wikipedia"in der Google Suche. © Google

Treffer für Foto: Wikipedia„in der Google Suche. © Google

Seite 2, sechs­ter Treffer, ein Artikel im Tagesspiegel.

"Foto: Wikipedia" im Tagesspiegel. © Tagesspiegel

Foto: Wikipedia“ im Tagesspiegel. © Tagesspiegel

Der Lizenzhinweis in der Bildunterschrift lau­tet FOTO: WIKIPEDIA“. Dann wol­len wir mal das Bild in der Wikipedia suchen. Das geht (zu Wikimedias Schande) am leich­tes­ten mit Google. Mit Google kann man mit der Bild-URL nach wei­te­ren Treffern für das Bild im Netz suchen. Also: Rechtsklick auf das Bild auf der Seite des Tagesspiegels und Link-Adresse kopie­ren“. Auf der Startseite von Google gibt es einen Link zur Google-Bildersuche.

Google Suche mit Link zur Google Bildersuche. © Google

Google Suche mit Link zur Google Bildersuche. © Google

Klick, und da ist sie. Die Google-Bildersuche.

Google Bildersuche. © Google

Google Bildersuche. © Google

Das muss man jetzt wis­sen: Ein Klick auf das Kamera-Icon im Suchfeld lei­tet zur Google-Bildersuche nach URL.

Google Bildersuche nach URL. © Google

Google Bildersuche nach URL. © Google

Dort fügen wir aus der Zwischenablage die URL des Fotos von der Tagesspiegelseite ein und kli­cken auf Bildersuche“.

Wikipedia Link bei Google Bildersuche nach URL. © Google

Wikipedia Link bei Google Bildersuche nach URL. © Google

Das ist ja das Bild. So wird es der Tagesspiegel-Redakteur viel­leicht auch gefun­den haben.

Hier könn­te Wikipedia den Nachnutzern rich­tig hel­fen. Wenn Bilder in der Wikipedia genau­so lizen­ziert wären, wie es von ande­ren Medien ver­langt wird: direkt unter dem Bild.

Wikipedia Artikel. CC-BY-SA-3.0 <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Avischai_Margalit&action=history" target="_top">Wikipedia-Autoren</a>

Wikipedia Artikel. CC-BY-SA3.0 Wikipedia-Autoren

Um die Lizenzbedingungen zu erfah­ren, müs­sen wir jedoch zunächst auf das Bild klicken.

Bild bei Wikimedia Commons. CC-BY-SA-3.0 Wikimedia-Autoren

Bild bei Wikimedia Commons. CC-BY-SA3.0 Wikimedia-Autoren

…und ein­mal nach unten scrollen.

Lizenzhinweis auf einer Bildseite bei Wikimedia Commons. CC-BY-SA-3.0 <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File:Castro_Pretorio_-_teatro_dell%27Opera_di_Roma_%28Costanzi%29_facciata_piacentini_1010030.JPG&action=history" target="_top">Wikimedia-Autoren</a>

Lizenzhinweis auf einer Bildseite bei Wikimedia Commons. CC-BY-SA3.0 Wikimedia-Autoren

Da steht es: Eine ange­mes­se­ne Nennung der Urheberschaft“ ist Bedingung für die Nachnutzung. Und das sähe so aus:

Mitbegründer von "Peace Now". Avishai Margalit. - Foto: עדנה אולמן-מרגלית via Wikimedia Commons

Mitbegründer von Peace Now“. Avishai Margalit. – Foto: עדנה אולמן-מרגלית via Wikimedia Commons

Nachtrag 24. Januar 2014: Das Blog Recht am Bild“ ver­öf­fent­lich­te am 22. Januar den lesens­wer­ten Artikel Aktuelle Übersicht zur Höhe des Schadensersatzes beim Fotoklau“.

Wikipedia-Fotos lizenzkonform benutzen

Die Kamera Zenit 122. Foto Jorge Barrios, gemeinfrei

Die Kamera Zenit 122. Foto Jorge Barrios, gemeinfrei

Bilder, die in der Wikipedia zu fin­den sind, wer­den erfreu­li­cher Weise immer häu­fi­ger nach­ge­nutzt. Leider erlau­ben die Urhebergesetze nicht, dass man Lizenzen voll­stän­dig ver­ges­sen darf. Ich ver­su­che in die­sem Blog, nur Bilder aus der Wikipedia oder dem zuge­hö­ri­gen Medienarchiv Wikimedia Commons zu ver­wen­den und die­se lizenz­kon­form zu beschriften.

Das ist nur mit Disziplin zu errei­chen. Ich ver­su­che zudem, ande­ren Nachnutzern zu hel­fen. Dazu star­te ich zum Beispiel bei Google die Suche Foto:Wikipedia“ ‑site:wikipedia.org und fin­de so Autoren, die sich zumin­dest bemüht haben. Dann schrei­be ich per Nutzerkommentar oder E‑Mail die Seitenbetreiber an und erhal­te durch­weg dank­ba­re und freund­li­che Antworten.

Never Watchever in Hong Kong

Never Watchever in Hong Kong. Screenshot.

Never Watchever in Hong Kong. Screenshot.

Ich bin fern der Heimat und will Abends im Hotel ein biss­chen Filme auf deutsch gucken – Watchever und Internet soll­te dass doch mög­lich machen. Aber nein: Leider ist es nicht mög­lich, sich aus die­sem Land Serien und Filme bei WATCHEVER anzusehen.“

Was geht es denn Watchever an, in wel­chem Land ich bin? Ich will den Film sehen! Ich habe dafür bezahlt den Film zu sehen!

Ich soll mir den Film auf die Festplatte laden und dann mit in die Ferne neh­men? Und wenn die Postkutsche zu sehr rüt­telt, weil vor­wärts die Rösser sie tra­ben und lus­tig schme-he-tert das Horn? Und dann ist die Festplatte im Eimer? Soll ich den Laptop lie­ber per Dienstboten schi­cken? Oder mir den Film von der Magd erzäh­len las­sen? IN WELCHEM JAHRHUNDERT LEBEN WIR DENN?

Not Wikipeda compatible licenced info graphic about Wikipedia

The licence of this info gra­phic, pro­vi­ded bei www.website-monitoring.com, pre­vents the use of it on Wikipedia becau­se it’s licen­se Creative Commons Attribution-NoDerivs 2.0 Generic (CC BY-ND 2.0)“ pro­hi­bits deri­va­tes. I can’t crea­te a German ver­si­on of it and share it. Too bad.

Wikipedia Facts & Figures

English Wikipedia Facts & Figures. Info gra­phik com­pi­led by www.website-monitoring.com, CC BY-ND 2.0, http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/deed.en

P. S. The gra­phic uses the Wikipedia Logo Puzzle Ball“. This is what the Wikimedia Foundation says about the use of it:

© & ™ All rights reser­ved, Wikimedia Foundation, Inc.

This image (or parts of it) is copy­righ­ted by the Wikimedia Foundation. It is (or inclu­des) one of the offi­cial logos or designs used by the Wikimedia Foundation or by one of its pro­jects. Use of the Wikimedia logos and trade­marks is sub­ject to the Wikimedia trade­mark poli­cy and visu­al iden­ti­ty gui­de­li­nes, and may requi­re permission.

IMHO the puz­zle ball needs to have a ® right next to it. But what do I know.

i‑am-cc.org fügt Instagram.com Freie Lizenzen hinzu. Was ist mit EyeEm.com?

Philip Neustrom hat unter http://i‑am-cc.org einen Dienst auf­ge­setzt, mit dem Instagram-Nutzerinnen ihre bereits hoch­ge­la­de­nen Fotos unter eine freie Lizenz stel­len kön­nen, sowie alle zukünf­ti­gen Bilder frei lizen­zie­ren kön­nen. (Danke @jens­best für den Tip)

Ich bin schon vor einer Weile von Instagram zu EyeEm gewech­selt. Dort fin­de ich kei­ne Angaben zu Lizenzen. Kann nicht EyeEm von sich aus Freie Lizenzen unter­stüt­zen? Bitte?

Auch Selbstdarsteller können Recht haben: Kim Schmitz‘ Rezept gegen Online-Piraterie

Kim DotCom“ Schmitz schreibt in sei­nem Tweet vom 7. Januar 2013 9:26:

zu Deutsch:

  1. Produziere groß­ar­ti­ge Inhalte
  2. Sie zu kau­fen muss ein­fach sein
  3. Veröffentlichung auf der gan­zen Welt gleichzeitig
  4. Faire Preise
  5. Sie müs­sen auf jedem Gerät laufen

Das klingt in Teilen nicht zufäl­lig wie das Digital Media Consumption Manifesto vom 3. Februar 2011, denn es geht ja um die sel­be Sache

  1. ein­fa­ches und trans­pa­ren­tes Preismodell
  2. Audiospuren aller Sprachen
  3. sofort verfügbar
  4. Erscheinungsdatum ist global
  5. Film auf jedem Ausgabegerät

Schmitz hat am 08. Januar 2013 22:22 bereits 5.868 ReTweets – das Manifesto 21.907 Unterschriften.