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Live Blog vom Wiki Loves Monuments 2015 Kickoff in Wiesbaden

Schloss Biebrich. Foto: Sebastian Wallroth. CC-BY-3.0

Schloss Biebrich. Foto: Sebastian Wallroth. CC-BY3.0

Am 20. März fand im Schloss Biebrich in Wiesbaden das Kickoff Meeting für den Wettbewerb Wiki Loves Monuments statt. Dies sind mei­ne unge­fil­ter­ten Notizen von der Tagung.

Meinungen zum gestrigen Gespräch mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen

  • sehr auf­ge­schlos­sen, wenn auch im Detail zurückhaltend
  • das Amt erwar­tet von unse­rer Seite Vorleistungen, bevor man sich auf Projekte einlässt
  • wenig Initiative von deren Seite
  • posi­ti­ve Grundeinstellung von Amtsseite
  • für ein Amt gran­dio­se Offenheit
  • es hat sogar min­des­tens eine kon­kre­te Zusage gegeben
  • gut war, dass der Justitiar dem Projekt posi­tiv gegenübersteht
  • die Ämter haben Angst vor Klagen, zum Beispiel von Hauseigentümern, weil es nun neben der amt­li­chen Liste eine Liste in der Wikipedia gibt
  • wir haben eine typi­sche Behörde erlebt
  • es haben sich vie­le Möglichkeiten eröff­net, wir müs­sen dranbleiben
  • durch den per­sön­li­chen Kontakt war viel mög­lich, was am Telefon sonst nicht erreicht wer­den kann
  • Amt ist auch bereit, sich finan­zi­ell zu betei­li­gen, das braucht aber vie­le Monate Vorlauf
  • Amt hat Denkmallisten als Ausdruck angeboten
  • Hessen könn­te Pilotprojekt werden
  • Landesamt inter­es­siert dar­an, wel­che Kontakte die Wikipedia zu ande­ren Landesämtern haben

Rückblick auf vier Jahre Wiki Loves Monuments – Lessons learned

  • Bildbeschreibungen min­des­tens in Deutsch und Englisch
  • Bücher als Preise sind sehr gut angekommen
  • Denkmäler ohne Koordinaten sind teil­wei­se schwer zu finden
  • Jurysitzung
    • zen­tral in Deutschland wegen Reisezeiten
    • Ausstattung pla­nen, damit (Rechner, Beamer, Monitor, Software)
    • Jury, Jurysitzungsdatum und ‑ort sehr früh festlegen
  • Kriterien für Wettbewerb fest­le­gen und kommunizieren
  • Uploads schon wäh­rend des Wettbewerbzeitraums pflegen
  • es gab immer wie­der den Wunsch, dass der Upload auf Commons viel, viel ein­fa­cher wird
  • wir brau­chen mehr Öffentlichkeitsarbeit

Nachnutzung der Bilder ermöglichen, Teilnehmer gewinnen und ermuntern

Wünsche der Tagungsteilnehmer an Wiki Loves Monuments

  • jedes Denkmal soll min­des­tens ein Foto auf Commons haben
  • alle Denkmale sol­len in Denkmallisten in der Wikipedia erfasst sein
  • es soll­ten mehr qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Bilder hoch­ge­la­den wer­den, was auch immer das heißt
  • es soll­te mehr Öffentlichkeitsarbeit geben

Fazit: drei Hauptrichtungen

  • voll­stän­dig bebil­der­te Denkmallisten
  • voll­stän­di­ge Informationen zu den ein­zel­nen Denkmalen
  • mög­lichst vie­le Fotos

Pause

  • Schloss Biebrich. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY-3.0

    Schloss Biebrich. Foto: Sebastian Wallroth, CC-BY3.0

    in Schloss Biebrich gibt es nur 10 bis 14 Termin im Jahr, an denen das ein­lie­gen­de Standesamt genutzt wer­den kann; ent­spre­chend groß ist der Andrang; im Schlosshof bil­de­ten sich klei­ne Haufen von Hochzeitsgesellschaften.

Zeile und Grundphilosophie von Wiki Loves Monuments 2015

  • mehr Artikel mit Fotos
  • mehr Fotos mit Beschreibungen
  • mehr Fotos mit Kategorisierung
  • mehr Partner

Projektideen

  • Orga
  • Zusammenarbeit mit Landesdenkmalämtern
  • Generierung von Denkmallisten
  • Fototouren
  • Kalender erstel­len
  • Upload-Prozess ver­ein­fa­chen

Wünsche an die Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland

  • Statistische Auswertung des Wettbewerbs
  • Infografiker bereit stellen
  • Programmierer für Commonsuploads bereit stellen
  • Pressebüro betrei­ben

Zeitplanung, Etappen und Meilensteine

Es gibt in Deutschland etwa 900.000 Baudenkmale.

  • laaaan­ge Diskussion zum alten und zum neu­en Flyer, pro­fes­sio­nel­le Öffentlichkeitsarbeit und das, was man sel­ber machen kann
  • zum Beispiel mit loka­len Zeitungen zusam­men­ar­bei­ten; das passt auch gut in’s Sommerloch
  • alle bra­in­dum­pen in ein Etherpad

Führung durch das Biebricher Schloss

  • die ehren­amt­li­che Schlossführerin ist eine wasch­ech­te Biebricherin mit Haaren auf Zähnen
  • Innenfotos dür­fen nicht für kom­mer­zi­el­le Zwecke ver­wen­det wer­den (trotz­dem knip­sen alle)

Jury und Preise

  • es müss­te mehr Preise als nur für die zehn Gewinner geben
  • Teilnahme am Wettbewerb soll­te per se gewür­digt werden
  • nicht nur Fotografen soll­ten Preise erhalten

Die Sitzung wird unter den Freien Himmel ver­tagt, da das Schloss schließt.

- Ende -

Welches ist meine schönere Seite?

Halbbrüder. Vorlage: http://www.fotografa.de/ Alle Rechte vorbehalten.

Halbbrüder. Vorlage: fotografa.de Alle Rechte vorbehalten.

Wir sind ja sehr fixiert auf Gesichter. Darum wer­den zum Beispiel in der Tierfotografie oft Tiergesichter gezeigt, obwohl man Zebras viel leich­ter an der Fellzeichnung unter­schei­den könnte.

Wenn man sich ein biss­chen mit Gesichtern beschäf­tigt, fällt auf wie fas­zi­nie­rend unter­schied­lich lin­ke und rech­te Gesichtshälfte von Menschen sein kön­nen. Der Fotograf Alex John Beck hat Gesichter mög­lichst fron­tal und gleich­mä­ßig aus­ge­leuch­tet foto­gra­fiert, die Bilder hal­biert und Gesichter aus lin­ker und lin­ker und rech­ter und rech­ter Gesichtshälfte zusam­men­ge­fügt. Herausgekommen sind Doppelportraits, die sich nie völ­lig glei­chen, aber immer von irri­tie­ren­der Ähnlichkeit sind. Detailverliebt hat das in einem schö­nen Blogbeitrag auf­be­rei­tet.

Das Projekt hat mich gereizt, das auch mit einem Bild von mir zu machen. Trotzdem ich kei­ne Vorlage habe, die wirk­lich fron­tal auf­ge­nom­men wur­de, ist ein sur­rea­les Ergebnis herausgekommen.